ArchivDeutsches Ärzteblatt22-23/2020Statistik: Gesamtzahl der Ärzte in Deutschland leicht gestiegen

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Statistik: Gesamtzahl der Ärzte in Deutschland leicht gestiegen

Maybaum, Thorsten; dpa

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Die größte Zahl berufstätiger ausländischer Ärzte kommt aus Rumänien (4 433), Syrien (4 486), Griechenland (2 811), der Russischen Föderation (2 321) und Österreich (2 381). Foto: Jacob Lund/stock.adobe.com
Die größte Zahl berufstätiger ausländischer Ärzte kommt aus Rumänien (4 433), Syrien (4 486), Griechenland (2 811), der Russischen Föderation (2 321) und Österreich (2 381). Foto: Jacob Lund/stock.adobe.com

Die Gesamtzahl der bei den Lan­des­ärz­te­kam­mern gemeldeten berufstätigen Ärzte ist leicht gestiegen. Sie erhöhte sich im vergangenen Jahr auf 402 119 (2018: 392 402). Das geht aus der aktuellen Statistik der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) für das Jahr 2019 hervor. Überproportional stark wuchs demnach die Zahl der Ärzte in sonstigen Tätigkeitsbereichen (+ 6,0 Prozent). Diese Ärzte stehen der direkten Patientenversorgung nicht zur Verfügung, wie die BÄK mitteilte. Der Anteil der im Krankenhaus tätigen Ärzte ist bezogen auf alle ärztlich Tätigen leicht angewachsen. Er beläuft sich auf 51,5 Prozent (Vorjahr: 51,4 Prozent). Der ambulante Bereich verzeichnete einen Zuwachs um 1,6 Prozent, was einem Plus von 2 558 Ärzten entspricht. Zum Stichtag 31. Dezember waren somit 159 846 Ärzte ambulant tätig. Während die Zahl der Niedergelassenen um 1 142 auf 116 330 gesunken ist (–1,0 Prozent), entscheiden sich immer mehr Ärzte für eine Anstellung im ambulanten Bereich. Ihre Zahl hat sich seit 1997 auf rund 44 000 versechsfacht. Der Behandlungsbedarf wachse aufgrund der Alterung der Bevölkerung kontinuierlich, teilte die BÄK mit. Die Zahl der Behandlungsfälle in den Kliniken sei zwischen 2009 und 2017 von 17,8 auf 19,5 Millionen angestiegen. Rund 20 Prozent der berufstätigen Ärzte würden zudem voraussichtlich bald aus dem Berufsleben ausscheiden, weil sie inzwischen älter als 60 seien. Für etwas Entlastung sorgt laut Statistik die Einwanderung aus dem Ausland. Die Zahl der in Deutschland gemeldeten ausländischen Ärzte wuchs 2019 um rund 3 800 auf 58 168 (+ 7,0 Prozent). Ihnen stehen 1 898 Ärzte gegenüber, die ins Ausland abgewandert sind. „Die Coronapandemie führt uns drastisch vor Augen, wie sehr unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben von einem gut funktionierenden Gesundheitswesen abhängt“, sagte BÄK-Präsident Dr. med. (I) Klaus Reinhardt. Die Politik solle der Nachwuchsförderung und Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen künftig höchste Priorität beimessen. Er betonte, die Beschäftigten im Gesundheitswesen seien systemrelevant, im Normalbetrieb und erst recht in Zeiten wie diesen. may/dpa

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