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In dem Beitrag „Therapiemöglichkeiten der Hämophilie“ von Wolfgang Miesbach et al. in Heft 47/2019 wurden in der eTabelle zwei Werte nicht korrekt angegeben. In der Spalte „Verlängerung der T1/2“ ist unter “Albutrepenonacog alfa“ ein Wert von 2,4 eingetragen und für „Eftrenonacog alfa“ ein Wert von 4,2. Gemäß der publizierten Daten muss es korrekterweise heißen: Albutrepenonacog alfa: 4,2 und Eftrenonacog alfa: 2,4. MWR

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Chris1991
am Freitag, 12. Juni 2020, 11:25

Was Erreger so auslösen können.

10 Mal mehr Erreger als Zellen
„Wir haben etwa zehn mal mehr Erreger in uns und auf uns, als wir eigene Zellen haben“, sagt Prof. Karl Bechter von der Psychiatrie der Uni Ulm. Jeder Zweite trägt z.B. Toxoplasma gondii im Körper. Doch auch Chlamydien und Herpesviren, Bandwürmer und noch viel mehr Schmarotzer sind im Menschen unterwegs. All diese Erreger brauchen den Organismus als Wirt oder Zwischenwirt, um zu überleben oder sich weiter fortzupflanzen. Dabei können sie schwere Immunkrankheiten an der Schilddrüse oder im Darm auslösen und sogar psychische Beschwerden verursachen: „Vor allem die schweren psychischen Erkrankungen, die nicht einfach durch Probleme im Leben zu erklären sind. Also schwere Depressionen oder Psychosen wie Schizophrenie oder bipolare Erkrankungen“, erklärt der Psychiater und Neurologe Bechter, der die Winzlinge seit den 1980er Jahren erforscht. Mindestens 13 Erreger stehen im Verdacht, psychische Störungen oder Immunkrankheiten auszulösen.

Mediziner sind kritisch
Während viele Mediziner Bechters Thesen kritisch sehen, gibt ihm eine groß angelegte Studie aus Skandinavien recht. Dafür wurden 3,5 Millionen Menschen über viele Jahre durchleuchtet. Ergebnis: Schwere Infektionen und schwere Autoimmunkrankheiten, erhöhen die Wahrscheinlichkeit für schwere psychische Erkrankungen.“ Doch laut klassischer Lehrmeinung sind nicht Mikroorganismen dafür verantwortlich, sondern etwa Stress. Oft heißt die hilflose Diagnose: wahre Ursache unbekannt.

Laut Bechter sind die Erreger in der Lage, jahrelang im Körper zu verharren. Ist die Immunabwehr geschwächt, können sie Mikroentzündungen im Körper und damit Immunerkrankungen verursachen. Auch im Gehirn können diese Entzündungen entstehen. Das kann psychiatrische Symptome wie Depressionen oder Schizophrenie auslösen.

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