ArchivDÄ-TitelSupplement: PerspektivenSUPPLEMENT: Dermatologie 1/2020Experteninterview Prof. Dr. Gebhardt: Adjuvante Melanomtherapie*

SUPPLEMENT: Perspektiven der Dermatologie

Experteninterview Prof. Dr. Gebhardt: Adjuvante Melanomtherapie*

Dtsch Arztebl 2020; 117(24): [33]

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Prof. Dr. Christoffer Gebhardt ist stellvertretender Klinikdirektor am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Dort leitet er das Hauttumorzentrum und die Experimentelle Dermatologie. Im Interview spricht er über die adjuvante Therapie des Melanoms* und erläutert, wie Ärzte und Patienten von den zwei Behandlungsintervallen des anti-PD-1 KEYTRUDA® (Pembrolizumab) insbesondere zu Zeiten der Covid-19-Pandemie profitieren können.

KEYTRUDA® bietet in der Monotherapie mehr Flexibilität durch zwei Dosierungsintervalle von 200 mg alle drei Wochen oder 400 mg alle sechs Wochen als intravenöse Gabe über 30 Minuten. Welche Vorteile bietet dies?

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Die zwei Behandlungsintervalle von Pembrolizumab ermöglichen es uns, die Lebensumstände unserer Patienten besser zu berücksichtigen. Durch das sechswöchige Therapieintervall können mehr Freiräume für Beruf oder Familie geschaffen werden. Das dreiwöchige Intervall bietet die Möglichkeit einer engmaschigeren Betreuung. Wenn der psychische und physische Zustand eines Patienten es zulässt, bietet die sechswöchige Gabe dem Patienten und dem behandelnden Arzt Vorteile. Mit nur neun Infusionen im Jahr verbringt der Patient so wenig wie möglich seiner Zeit in der Klinik. Zudem werden Infusionskapazitäten geschont.

Wie entscheiden Sie, welches Therapieintervall für Ihren Patienten am besten geeignet ist?

Es handelt sich stets um eine individuelle Entscheidung, bei der der Wunsch des Patienten die größte Rolle spielt. In der adjuvanten Monotherapie des Melanoms im Tumorstadium III mit Lymphknotenbeteiligung nach vollständiger Resektion des Tumors entscheide ich mich eher für eine engmaschige Behandlung. Gründe sind der allgemeine Gesundheitszustand und Komorbiditäten. Dies ist auch der Fall, wenn es dem Patienten an Verständnis für die Therapie fehlt und/oder er nicht in der Lage ist, eigenständig eventuelle Nebenwirkungen festzustellen. Dahingegen kommt das sechswöchige Intervall eher bei Patienten mit gutem allgemeinem Gesundheitszustand, hohem Verständnis für die Erkrankung und einer guten Compliance in Frage. Je nach Verlauf der Therapie können wir das Dosierungsintervall anpassen und den Patienten vom sechswöchigen Intervall wieder auf das dreiwöchige Intervall einstellen oder auch umgekehrt.

* KEYTRUDA® (Pembrolizumab) ist als Monotherapie zur adjuvanten Therapie des Melanoms im Tumorstadium III mit Lymphknotenbeteiligung nach vollständiger Resektion bei Erwachsenen angezeigt.

Quelle: MSD Sharp & Dohme GmbH, www.keytruda.de

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