ArchivDeutsches Ärzteblatt PP6/2020Coronapandemie: Sonderregeln für Privatversicherte

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Coronapandemie: Sonderregeln für Privatversicherte

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Privatversicherte mussten bisher jeweils klären, ob Videobehandlung erstattet wird. Foto: marco2811/stock.adobe.com
Privatversicherte mussten bisher jeweils klären, ob Videobehandlung erstattet wird. Foto: marco2811/stock.adobe.com

Versicherte der privaten Kran­ken­ver­siche­rung können während der Coronapandemie unbürokratischer per Videotelefonat psychotherapeutisch behandelt werden. Darauf hat die Bundes­psycho­therapeuten­kammer (BPtK) hingewiesen, die sich darauf mit Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Verband der Privaten Kran­ken­ver­siche­rung (PKV) und Beihilfe in einer gemeinsamen Abrechnungsempfehlung verständigt hat. Diese Sonder-regelung ist zunächst bis zum 30. Juni befristet. Versicherte, die in ihren Verträgen auch psychotherapeutische Leistungen vereinbart haben, könnten aufgrund dieser Regelung darauf verzichten, vorab die Genehmigung ihrer Krankenkasse einzuholen.

Außerdem sind nach Mitteilung der BPtK längere telefonische Beratungen möglich. Innerhalb eines Kalendermonats können bis zu viermal 40-minütige telefonische Beratungen erstattet werden. Diese Regelung basiert auf einer Empfehlung der BÄK, der die private Kran­ken­ver­siche­rung allerdings bereits zugestimmt hat. Sie ist zunächst befristet bis zum 31. Juli.

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Für Privatversicherte gab es bisher keine einheitlichen Regelungen zur Fernbehandlung. Die meisten PKV-Verträge sehen zwar keine Einschränkung zur Videobehandlung vor. Die Versicherten mussten jedoch in jedem Einzelfall mit ihrer Versicherung klären, ob diese psychotherapeutischen Leistungen erstattet werden. Dies sei nun nach der gemeinsamen Abrechnungsempfehlung für die meisten diagnostischen und einzelpsychotherapeutischen Leistungen nicht mehr erforderlich, so die BPtK. eb

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