ArchivDeutsches Ärzteblatt PP6/2020Familie: Großeltern sind weniger einsam

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Familie: Großeltern sind weniger einsam

Hillienhof, Arne

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Aktive Großeltern haben größere soziale Netzwerke als solche ohne diese Rolle. Die Fürsorge für ein Enkelkind kann daher mit einem geringeren Risiko von Einsamkeit und sozialer Isolation verbunden sein, berichten Wissenschaftler der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf im Fachjournal British Medical Journal (BMJ) Open. Die Autoren haben Daten der sogenannten DEAS-Studie ausgewertet, bei der seit 1996 alle drei Jahre eine bundesweit repräsentative Stichprobe älterer deutscher Erwachsener (40 bis 85 Jahre) erhoben wird. Die Erhebung nutzte eine verkürzte Version der De Jong Gierveld-Skala für Einsamkeit sowie die Bude- und Lantermann-Skala für soziale Isolation.

Für die jetzt vorliegende Auswertung bezogen die Wissenschaftler 3 849 Großeltern ein. 1 125 gaben an, dass sie sich aktiv um ein Enkelkind kümmern. Etwas mehr als die Hälfte von ihnen waren Frauen und die meisten waren verheiratet und lebten mit ihrem Ehepartner zusammen (80 Prozent). Bei den aktiven Großeltern, deren Durchschnittsalter 66 Jahre betrug, lag der durchschnittliche Einsamkeitswert bei 1,7 und der durchschnittliche Wert der sozialen Isolation bei 1,6, während die durchschnittliche Anzahl der Menschen, mit denen sie regelmäßig Kontakt hatten, bei sechs lag. Großeltern, die keine aktive Betreuungsrolle hatten, hatten im Durchschnitt höhere Einsamkeitswerte (1,8) und standen weniger in regelmäßigem Kontakt mit für sie wichtigen Personen, nämlich nur mit vier bis fünf.

Die Autoren weisen aber darauf hin, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, die als solche keine Ursache klärt. hil

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Quirke E, König HH, Hajek A: Association between caring for grandchildren and feelings of loneliness, social isolation and social network size: a cross-sectional study of community dwelling adults in Germany. BMJ Open. http://orcid.org/0000–0002–7895–4790.

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