ArchivDeutsches Ärzteblatt PP6/2020Kulturkalender: Aufbruch und Zuversicht

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Kulturkalender: Aufbruch und Zuversicht

Schuchart, Sabine

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Ausstellungen können wieder live besucht werden, aber eventuell ist es erforderlich, zuvor ein Zeitfenster zu buchen oder Tickets vorab online zu erwerben.

Hannover

13. Juni bis 18. Oktober:

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Bäume/Trees

Beide Künstler sind von Bäumen fasziniert und sehen im jeweils anderen den „wahrscheinlich besten Baum-Maler der Welt“: Carroll Dunham (geb. 1949) aus den USA und der Deutsche Albert Oehlen (geb. 1954) gehören zu den einflussreichsten Malern ihrer Generation. Während Oehlen kahle Bäume mit ihren Wurzeln in fast abstrakte Bilder überführt, malt Dunham die Gewächse gegenständlich: blühend oder mit fallenden Blättern, frisch gefällt oder abgestorben. Gemälde, Zeichnungen und Radierungen aus drei Jahrzehnten erzählen von ihrer jeweiligen Auseinandersetzung mit dem Naturmotiv.

Sprengel Museum, Kurt-Schwitters-Platz,

Tel.: 0511-16843875, www.sprengel-museum.de; Di.–Do.13–18, Fr.–So. 10–18 Uhr

Sammlung Gaby und Wilhelm Schürmann, Herzogenrath; Foto: Achim Kukulies
Sammlung Gaby und Wilhelm Schürmann, Herzogenrath; Foto: Achim Kukulies

MÖnchengladbach

Bis 25. Oktober:

Andrea Bowers. Grief and Hope

Magical Politics in den 1980er-Jahren, das feministische Anti-Atomkraft-Bündnis, die deutsche Umweltbewegung – das beeindruckende, ästhetische Werk der in Los Angeles lebenden Künstlerin Andrea Bowers ist geprägt von ihrem gesellschaftlichen und ökologischen Engagement (Bild: Radical Feminist Pirate Ship Tree Sitting Platform, 2013). Dabei arbeitet sie mit den unterschiedlichsten Stilmitteln: großformatigen Textilobjekten und wunderschönen Siebdrucken auf Satinbändern, Papierarbeiten und Malerei, Skulpturen aus diversen Materialien sowie Videos.

Städt. Museum Abteiberg, Abteistr. 27, Tel.:

02161–252637, www.museum-abteiberg. de;

Di.– Fr. 11–17 Uhr, Sa./So. 11–18 Uhr

München

18. Juni bis 13. September:

K. H. Hödicke – Avantgarde

Die Retrospektive widmet sich einem Künstler, der seit den 1960er-Jahren zusammen mit Baselitz, Immendorff, Lüpertz und Penck die neue figurative Malerei in Deutschland prägte: Karl Horst Hödicke gilt als einer der Wegbereiter des deutschen Neoexpressionismus. Er machte sich insbesondere als Großstadtchronist der Berliner Roaring 80ies einen Namen. Von 1974 bis 2005 unterrichtete er an der Berliner Hochschule der Künste.

Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40,

Tel.: 089-23805–360, www.pinakothek-der-moderne.de; tgl. 10–18, Do. 10–20 Uhr

MÜNSTER

Bis 2. August:

Norbert Tadeusz

Auch der deutsche Maler Norbert Tadeusz (1940–2011) wandte sich seit den 1960er-Jahren – stark beeinflusst von den Arbeiten Edward Hoppers – der gegenständlichen Malerei zu. In seinen kraftvoll-farbigen, auch drastischen Darstellungen setzte er oft Tiere oder weib-liche Akte in Szene, die er aus ungewöhnlichen Blickwinkeln porträtierte. So griff er zum Beispiel die italienische Tradition der großformatigen Schlachttierbilder auf und schuf raumfüllende Szenen des Pallio, des Pferderennens in Sienna. Die Übersichtsschau zeigt sein eindrucksvolles Oeuvre in schöner Vielfalt.

LWL-Museum für Kunst und Kultur, Dom-

platz 10, Tel.: 0251-5907–201, www.lwl.org,

Di.–So. 10–18, 2. Fr. im Monat 10–24 Uhr

SCHWERIN

Bis 1. November:

Dänische Gäste

Die bedeutendste Sammlung dänischer Kunst in Deutschland befindet sich im Staatlichen Museum Schwerin, seitdem das Haus 2017 durch eine Schenkung 400 Gemälde, Zeichnungen und Grafiken dänischer Künstler aus den vergangenen drei Jahrhunderten erhielt. Die Schau präsentiert einen Querschnitt vom dänischen „Goldenen Zeitalter“ bis in die Moderne – Gelegenheit, hierzulande kaum bekannte, aber renommierte Künstler wie Johan Thomas Lundbye, Janus La Cour oder Peter Ilsted zu entdecken.

Staatliches Museum Schwerin, Alter Garten 3,

Tel.: 0385-58847222, www.museum-schwerin.de; Di.– So. 11–18 Uhr Sabine Schuchart

Sabine Schuchart

Der besondere Tipp

Hoffnungsträger in Krisenzeiten

Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg
Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg

Der Heilige Veit, so die Legende, soll in Rom Kaiser Diokletians Sohn von der Epilepsie geheilt haben, aber dennoch wurde er in einen Kessel mit siedendem Öl geworfen, weil er seinem christlichen Glauben nicht abschwören wollte. Diese Szene griffen Künstler des Spätmittelalters immer wieder auf (Bild: Veit Stoß, Heiliger Veit im Ölkessel, um 1520). Etwa 50 hochkarätige Exponate des 13. bis 15. Jahrhunderts illustrieren die Bedeutung, die Helden, Märtyrer und Heilige zu jener Zeit für den Menschen hatten: Als Orientierungshilfe und Vorbild für die eigene Lebensführung, als Hoffnungsträger in Krisenzeiten und als Garanten für den sicheren Weg ins Paradies. Denn am Ende des Lebens gab es nur zwei Optionen: Himmel oder Hölle.

„Helden, Märtyrer, Heilige. Wege ins Paradies“, Germanisches Nationalmuseum, Kartäusergasse 1, Nürnberg, Tel.: 0911-1331-0, www.gnm.de; Di.–So. 10–18, Mi. 10–20.30 Uhr; bis 4. Oktober.

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