ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2020Arbeitsunfähigkeit: Telefonische Krankschreibung beendet

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Arbeitsunfähigkeit: Telefonische Krankschreibung beendet

Maybaum, Thorsten

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Für eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist wieder der Gang zum Arzt notwendig. Foto: Bernd Leitner/stock.adobe.com
Für eine Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung ist wieder der Gang zum Arzt notwendig. Foto: Bernd Leitner/stock.adobe.com

Die Sonderregelung für die telefonische Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung (AU) wegen einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege in der Coronakrise ist zum 31. Mai ausgelaufen. Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) hat die Regel nicht verlängert. Anträge der Patientenvertretung, die telefonische AU bis zum 30. Juni zum Schutz von Risikopatienten auszuweiten, lehnte das Gremium ab. Ebenso folgte der G-BA dem Wunsch der Patienten nicht, eine neue befristete Sonderregelung nur für schwerst chronisch kranke Patienten zu ermöglichen. Die Entscheidung des G-BA stieß bei der Patientenvertretung auf Kritik. Auch wenn Arztpraxen zwischenzeitlich besser mit Materialien zum Infektionsschutz und Hygienekonzepten ausgestattet seien, so erhöhe die Abschaffung der Sonderregelung doch die Ansteckungsgefahr für Risikopatienten mit SARS-CoV-2 in der Arztpraxis, hieß es von Patientenseite. Eigentlich wollte der G-BA die telefonische Krankschreibung schon zum 20. April beenden. Die Kritik aus Ärzteschaft und Politik war allerdings so groß, dass sich das Gremium genötigt sah, doch eine Verlängerung zu beschließen. Die meisten anderen Sonderregelungen hatte der G-BA mit Verweis auf den Beschluss der Bundesregierung und der Landesregierungen bezüglich der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verlängert. may

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