ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2020COVID-19: Europäische Zulassung für Remdesivir beantragt

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COVID-19: Europäische Zulassung für Remdesivir beantragt

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Remdesivir soll für die Zulassung ein verkürztes Verfahren durchlaufen. Foto: Lubo Ivanko/stock.adobe.com
Remdesivir soll für die Zulassung ein verkürztes Verfahren durchlaufen. Foto: Lubo Ivanko/stock.adobe.com

Das US-Pharmaunternehmen Gilead hat die begrenzte Zulassung von Remdesivir als Mittel gegen COVID-19 auf dem europäischen Markt beantragt. Das teilte die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) mit. Die Prüfung der vorgelegten Daten und die Abwägung von Wirkung und Risiken soll nach einem verkürzten Verfahren erfolgen. Mit einer Entscheidung werde „in einigen Wochen“ gerechnet. Es wäre die erste Zulassung eines Medikaments gegen COVID-19 in Europa. Die Behörde hatte bereits am 30. April ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für Remdesivir gestartet und Daten aus Studien ausgewertet. Davon war der erste Zyklus am 15. Mai beendet worden. Ende Mai hatte die EMA angekündigt, dass sich eine Entscheidung über die Zulassung verzögerte. Zuerst musste der Hersteller offiziell den Antrag stellen. Die USA hatten bereits Anfang Mai eine Ausnahmegenehmigung für den begrenzten Einsatz des ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelten Wirkstoffes in Krankenhäusern erteilt. In Deutschland ist das Mittel innerhalb eines Arzneimittelhärtefallprogrammes zugänglich und wird in klinischen Studien getestet. Eine internationale Studie hatte gezeigt, dass Remdesivir bei COVID-19-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung im Schnitt um vier Tage verkürzen kann. Die Sterblichkeit ging in der Untersuchung geringfügig zurück, was statistisch jedoch nicht signifikant war. Remdesivir ist bislang in keinem Land der Welt uneingeschränkt als Medikament zugelassen. dpa

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