ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2020E-Health: Deutlich mehr Videosprechstunden

AKTUELL

E-Health: Deutlich mehr Videosprechstunden

dpa

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Die größte Nutzergruppe von Videosprechstunden sind Psychologen, Psychiater und Psychotherapeuten. Foto: damircudic/iStock
Die größte Nutzergruppe von Videosprechstunden sind Psychologen, Psychiater und Psychotherapeuten. Foto: damircudic/iStock

Als Folge der Coronapandemie bieten deutlich mehr Ärzte Videosprechstunden an. Das zeigt eine Untersuchung des Health Innovation Hubs des Bundesgesundheitsministeriums und der Stiftung Gesundheit. Demnach bieten 52,3 Prozent der Ärzte, die an der Umfrage teilnahmen, Videosprechstunden an, 10,1 Prozent haben es kurzfristig vor. 2017 hatten nur 1,8 Prozent ein solches Angebot, 2,7 Prozent bereiteten es vor. Auslöser für diesen Anstieg war laut Studie vor allem die Pandemie. So gaben 94,1 Prozent der Ärzte an, diese Kommunikationsform erst im Laufe des Jahres eingerichtet zu haben. Nur 5,9 Prozent boten sie davor an. Auf die Frage, ob sich die COVID-19-Pandemie auf die Nutzung von Videosprechstunden auswirkt, gab es eine deutliche Antwort: Bei fast 90 Prozent der befragten Ärzte, die Videosprechstunden anbieten, war dies der Fall. Rund drei Viertel berichteten, dass sie jetzt deutlich mehr Videosprechstunden machen als vor der Pandemie. 60,1 Prozent empfehlen Patienten von sich aus, diese Art der Sprechstunde zu nutzen. Fast ein Drittel berichtet, dass Patienten vermehrt aktiv nach Videosprechstunden fragen. Nach dem Ende der Pandemie erwarten die Ärzte einen Rückgang der Videosprechstunden – aber auf einem Niveau, das über dem vor der Pandemie liegt. dpa

Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote