ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2020Erhöhtes Sterberisiko: COVID-19 und Diabetes – eine unheilige Allianz

MEDIZINREPORT

Erhöhtes Sterberisiko: COVID-19 und Diabetes – eine unheilige Allianz

Hollstein, Tim

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Ein schlecht eingestellter Diabetes, womöglich in Kombination mit Begleiterkrankungen und einem höheren Alter, gilt als einer der Hauptrisikofaktoren für einen schweren COVID-19-Verlauf. Doch es mehren sich die Hinweise, dass auch ein isolierter, gut eingestellter Diabetes das Risiko erhöht.

Foto: Phynart Studio/iStock
Foto: Phynart Studio/iStock

Während eine COVID-19-Infektion an einigen Menschen komplett asymptomatisch vorübergeht, nimmt die Erkrankung bei anderen einen komplikationsträchtigen und mitunter tödlichen Verlauf (1). Schnell wurde während der Pandemie klar, dass bestimmte Personengruppen ein besonders hohes Risiko haben, eine schwere COVID-19-Infektion zu erleiden. Nach neuesten Erkenntnissen gelten hohes Alter, männliches Geschlecht, Übergewicht, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und insbesondere das Vorhandensein eines Diabetes mellitus entsprechende Risikofaktoren (2, 3, 4, 5).

So zeigen Daten aus den von COVID-19 am stärksten betroffenen Gebieten, dass das Mortalitätsrisiko für Diabetiker um fast 50 % erhöht ist (6). Laut einer Anfang Juni in der Fachzeitschrift Diabetologia erschienenen Studie aus Frankreich starb jeder 10. Patient mit einem Diabetes innerhalb der ersten 7 Tage nach stationärer Aufnahme (7). Zusätzlich zum Alter, das als Risikofaktor bereits länger bekannt ist, erwies sich auch ein erhöhter Body-Mass-Index (BMI) als risikoverschärfend.

Anders als erwartet, hatte in dieser Studie die Blutzuckereinstellung selbst kaum einen Einfluss auf den primären Endpunkt, einer Kombination aus tödlichem Ausgang oder Intubation der Patienten. Die HbA1c-Werte als Maß für den Langzeitverlauf des Diabetes hatten ebenfalls keinen erkennbaren Einfluss auf das Risiko.

Keine Entwarnung angezeigt

Vor diesem Hintergrund könnte eine Pressemitteilung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) von Anfang Mai für Verwirrung sorgen (8). Die DDG hatte darin Entwarnung gegeben und festgehalten, dass Menschen mit Diabetes nicht grundsätzlich COVID-19-Risikopatienten seien. Ausdrücklich schrieb Prof. Dr. med. Baptist Gallwitz, stellvertretender ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik IV der Uniklinik Tübingen und Mediensprecher der Diabetesgesellschaft, in dem Statement: „Es gibt leider derzeit nur wenige Studien zum Zusammenhang von COVID-19 und Diabetes. Diese Daten lassen jedoch vermuten, dass ein Diabetes an sich kein Risikofaktor ist. Eher ist es die Kombination aus Diabetes mit Alter und Begleiterkrankungen, die einen schweren Verlauf provoziert.“

Tatsächlich ist das Alter vieler Diabetiker ein Grund für einen schweren Verlauf der Erkrankung (6). Und natürlich ist Diabetes in den meisten Fällen mit Komorbiditäten assoziiert, die das Risiko ebenfalls erhöhen. Allerdings bleibt die Frage, ob man tatsächlich auch bei einem „isolierten“ Diabetes Entwarnung geben darf.

Dem widerspricht Dr. med. Johannes Scholl, Facharzt für Innere Medizin, Ernährungsmedizin und Sportmedizin in Rüdesheim am Rhein: „Die Aussage der DDG ist nicht hilfreich, denn sie verfehlt das Thema.“ Nach seiner Ansicht erklärt sich das erhöhte Risiko eines schweren COVID-19-Verlaufs bei Diabetikern nicht allein über die Begleiterkrankungen, sondern auch über die Insulinresistenz mit Hyperinsulinämie (Grafik). „Dadurch wird beispielsweise die Immunantwort geschwächt“, so Scholl, der auch Präsident der Deutschen Akademie für Präventivmedizin ist.

Mögliche Gründe, warum SARS-CoV-2 bei Diabetikern das Risiko eines schweren COVID-19-Verlaufs erhöhen könnte
Grafik
Mögliche Gründe, warum SARS-CoV-2 bei Diabetikern das Risiko eines schweren COVID-19-Verlaufs erhöhen könnte

Auch Prof. Dr. med. Stefan Richard Bornstein, Direktor des Zentrums für Innere Medizin sowie der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, teilt diese Einschätzung: „Sicher ist vorstellbar, dass schon die frühe Insulinresistenz, bevor es zur Ausbildung des kompletten metabolischen Syndroms gekommen ist, ein wichtiger Risikofaktor für COVID-19 ist. Die Insulinresistenz könnte dabei der gemeinsame Nenner sein.“

In der Tat scheint das Immunsystem auf eine gute Insulinsensitivität angewiesen zu sein. Denn Diabetiker haben generell ein erhöhtes Risiko, an Infektionen zu erkranken und zu versterben (9). Und dies trifft auch auf Typ-1-Diabetiker zu, die wenig bis keine Komorbiditäten aufweisen (10). Dabei könnte die T-Zellantwort eine Rolle spielen.

Jüngst wurde gezeigt, dass eine Insulinresistenz die T-Zell-Aktivität vermindern und dadurch zu einer schwächeren Immunantwort führen kann (11). „Auch die angeborene Immunantwort könnte infolge des Diabetes durch die Ausbildung von Advanced Glycation Endproducts (AGEs) gestört sein“, so Bornstein. Weiterhin sind erhöhte Insulinwerte als Zeichen einer Insulinresistenz mit einem erhöhten Risiko für prothrombotische Ereignisse während einer Infektion assoziiert (12).

Das erhöhte Thromboserisiko und die pathologischen Veränderungen am Gefäßendothel sind zudem Faktoren, die inzwischen für den schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung als Trigger identifiziert worden sind (13). Es gibt aber womöglich noch einen viel wichtigeren Grund für das erhöhte Risiko eines schweren COVID-19-Verlaufs bei Diabetikern. Es ist die Art und Weise, wie das Virus in die Körperzellen eindringt: SARS-CoV-2 nutzt das Angiotensin Converting Enzym 2 (ACE2) (14, 15, 16) (Kasten).

ACE2-Expression bei Diabetes

ACE2 wird unter anderem in den Nieren, im Gefäßendothel, in den Lungen, in der Bauchspeicheldrüse und im Herzen exprimiert (17, 18). Studien an Mäusen haben gezeigt, dass die ACE2-Aktiviät bei Diabetes in vielen Organen paradoxerweise erhöht ist, möglicherweise als eine Art Gegenreaktion des Körpers auf die schlechte Stoffwechsellage (19, 20). Ähnliche Resultate fand man auch für lösliches ACE2 im menschlichen Blut (20).

Dadurch könnten Diabetiker besonders anfällig für einen schweren Verlauf von COVID-19 sein, da das Virus so einfacher in die Zellen gelangen und sich vermehren kann (6). Für die Deutsche Diabetes Gesellschaft sind diese Studien jedoch noch nicht ausreichend. „Es ist richtig, dass das neue Coronavirus den ACE2-Rezeptor als Eintrittspforte benutzt. Ob sich die vorliegenden Daten aus den Mausmodellen tatsächlich auf Menschen mit Diabetes übertragen lassen, ist derzeit unklar“, so Gallwitz auf Nachfrage des Deutschen Ärzteblattes.

Die erhöhte ACE2-Expression scheint dabei nicht nur Diabetiker zu betreffen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass auch Raucher und COPD-Patienten mehr ACE2 in ihren Lungen exprimieren, was ihr erhöhtes COVID-19-Risiko zum Teil erklären könnte (21). Neueste Daten weisen zudem darauf hin, dass die SARS-CoV-2-Infektion an sich mit mehr ACE2-positiven Zellen in der Lunge assoziiert ist und mit einer ausgeprägten Endotheliitis einhergeht (22).

Zerstörung von Inselzellen

Der Eintrittsmechanismus über ACE2 lässt es wahrscheinlich auch zu, dass das Virus direkt die Inselzellen des Pankreas infiziert – mit möglicherweise dramatischen Folgen: So deuten frühere Studien mit SARS-CoV-1 (dem Auslöser der SARS-Pandemie) darauf hin, dass Coronaviren humane Betazellen in der Bauchspeicheldrüse zerstören und zu einem manifesten insulinpflichtigen Diabetes führen können (23). „Dies könnte den erhöhten Insulinbedarf von COVID-19-Patienten erklären“, sagt Bornstein.

Die DDG bewertet auch hier die Gefahrenlage zurückhaltender: „Bislang hat man in retrospektiven Beobachtungsstudien keine ausgeprägte Insulinsekretionsstörung oder sogar ein erhöhtes Neuauftreten eines Typ-1-Diabetes bei einer COVID-19-Erkrankung beobachtet, die hier auf ein signifikant erhöhtes Risiko hinweist“, sagt Gallwitz. Tatsächlich ist dieser Zusammenhang für SARS-CoV-2 auch noch nicht eindeutig bewiesen.

Gleichwohl gibt es bereits einzelne Fallberichte über einen neu aufgetretenen post-COVID-19-Diabetes (24). „Diese Berichte haben uns veranlasst, über das Transcampus-Programm ein weltweites Register für diese Fälle zu erstellen. Die ersten Auswertungen erfolgen zurzeit“, berichtet Bornstein. Vor diesem Hintergrund ist es auch denkbar, dass COVID-19 über die Zerstörung von Inselzellen einen bestehenden Diabetes verschlechtern und durch die Hyperglykämie das Risiko eines schweren Verlaufs erhöhen kann.

RAA-Achse überaktiviert

Coronaviren verfügen schließlich noch über einen weiteren „ACE2-Trick“, der den Patienten mit Diabetes zum Verhängnis werden könnte. Von SARS-CoV-1 weiß man, dass es die Produktion von ACE2 herunterreguliert, sobald es eine Zelle infiziert hat (25). Eine zu niedrige ACE2-Expression im Körper stört die Balance zwischen ACE1 und ACE2, sodass es zu einer Überaktivierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) und damit zu einer proinflammatorischen und metabolisch ungünstigen Stoffwechsellage kommt – die ihrerseits das Risiko für ein ARDS (Acute Respiratory Distress Syndrome) erhöht (15, 26, 27). Bei Diabetikern wäre dieser Effekt noch einmal fataler, da ihr RAAS ohnehin schon im Ungleichgewicht ist (28). Ob SARS-CoV-2 ebenfalls die ACE2-Rezeptoren herunterreguliert, ist noch nicht erwiesen, aber naheliegend.

Fazit für Diabetespatienten

Fakt ist: In der aktuellen Situation lässt sich nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, ob ein isolierter Diabetes – sei es Typ-1 oder Typ-2 – einen Risikofaktor für einen schweren COVID-19-Verlauf darstellt oder nicht. Es gibt jedoch etliche Beobachtungen, die dafür sprechen: Einerseits kann die Insulinresistenz zu einer geschwächten Immunantwort führen, andererseits nutzt das Virus das höchstwahrscheinlich gestörte ACE1/ACE2-Gleichgewicht bei Diabetikern aus, um sich rasant zu vermehren, Inselzellen zu zerstören und das RAAS aus dem Takt zu bringen.

„Kommen dann noch Begleiterkrankungen wie Übergewicht, Steatosis hepatis, erhöhtes Viszeralfett, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder eine Nierenschwäche hinzu oder ist der Diabetes von vornherein schlecht eingestellt, dann erhöht sich das COVID-19-Risiko noch einmal deutlich“, schlussfolgert Scholl. Letzteres sieht auch die DDG so.

Vor diesem Hintergrund könnten Patienten mit Diabetes und deren behandelnde Ärzte es als widersprüchlich empfinden, wenn erklärt wird, dass ihr Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf nicht unbedingt erhöht sein muss. Auf Nachfrage sieht die DDG dennoch einen „gut eingestellten“ Diabetes weiterhin nicht als COVID-19-Risikofaktor: „Anhand von retrospektiven Analysen und Metaanalysen gibt es keine Hinweise darauf, dass Diabetes ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung darstellt“, so Gallwitz.

Dabei verweist die DDG als Beleg auf eine Publikation eines italienischen Autorenteams um den Endokrinologen Prof. Gian Paolo Fadini von der Universität Padua (29). In dessen Artikel wird allerdings lediglich festgehalten, dass die Wahrscheinlichkeit, sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren, bei einer Diabeteserkrankung nicht erhöht sei. Dass für die von Diabetes betroffenen Patienten jedoch mit einem schlechteren Outcome zu rechnen ist, wird von den Ärzten aus Padua ebenfalls nicht bestritten.

Scholl ist der Ansicht, dass Diabetiker auf ihr erhöhtes COVID-19-Risiko hingewiesen und in diesem Kontext ermutigt werden sollten, die aktuelle Krise zum Anlass zu nehmen, ihren Lebensstil grundlegend zu ändern – was zügige Effekte erwarten ließe. „Denn schon eine stoffwechselgerechte und kohlenhydratarme Ernährungstherapie kann die Insulinresistenz in wenigen Wochen verbessern“, so Scholl. „Die wissenschaftliche Evidenz dafür ist vorhanden.“ Weiterhin lässt sich durch regelmäßigen Kraft- und Ausdauersport die Insulinsensitivität erhöhen (30). All diese Maßnahmen können im besten Fall sogar eine Diabetesremission erzielen und dadurch einen entscheidenden Beitrag im Kampf gegen COVID-19 leisten.

Dr. med. Tim Hollstein

Literatur im Internet:
www.aerzteblatt.de/lit2620
oder über QR-Code.

ACE2, Diabetes mellitus und COVID-19-Verlauf

Die Tatsache, dass Diabetiker einen schwereren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung befürchten müssen, hängt auch mit den Andockstellen für das Virus an den Zellen zusammen: SARS-CoV-2 nutzt das Angiotensin-Converting-Enzym 2 (ACE2). ACE2 ist der Gegenspieler des besser bekannten ACE1, dass Angiotensin I zu Angiotensin II umwandelt und damit eine Blutdruckerhöhung bewirkt.

ACE2 bewirkt exakt das Gegenteil: Es macht Angiotensin I und II unschädlich, indem es sie zu Angiotensin (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9) und (Angiotensin 1–7) abbaut und damit indirekt einer Blutdruckerhöhung entgegenwirkt. ACE2 agiert also als eine Art natürlicher ACE-Hemmer.

Das Endprodukt von ACE2, Angiotensin (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7), besitzt zudem direkte vasodilatatorische und antiinflammatorische Effekte, reduziert das fibrotische Remodeling von Organen, verringert die Bildung schädlicher reaktiver Sauerstoffspezies und erhöht die Insulinsensitivität. Daher ist es nicht verwunderlich, dass ACE2 in Forscherkreisen als das „gute ACE“ gilt (15, 16).

1.
Verity R, Okell LC, Dorigatti I, et al.: Estimates of the severity of coronavirus disease 2019: a model-based analysis. The Lancet Infectious Diseases 2020; 20 (6): 669–77 20)30243-7">CrossRef
2.
Guan W-J, Ni Z-Y, Hu Y, et al.: Clinical Characteristics of Coronavirus Disease 2019 in China. New England Journal of Medicine 2020; 382 (18): 1708–20 CrossRef MEDLINE PubMed Central
3.
Huang C, Wang Y, Li X, et al.: Clinical features of patients infected with 2019 novel coronavirus in Wuhan, China. The Lancet 2020; 395(10223):497–506 20)30183-5">CrossRef
4.
Petrilli CM, Jones SA, Yang J, et al.: Factors associated with hospitalization and critical illness among 4,103 patients with COVID-19 disease in New York City. medRxiv 2020:2020.2004.2008.20057794. doi:10.1101/2020.04.08.20057794 (last accessed on 7 June 2020) CrossRef
5.
Chen Y, Gong X, Wang L, et al.: Effects of hypertension, diabetes and coronary heart disease on COVID-19 diseases severity: a systematic review and meta-analysis. medRxiv 2020:2020.2003.2025.20043133. doi:10.1101/2020.03.25.20043133 (last accessed on 7 June 2020) CrossRef
6.
Bornstein SR, Rubino F, Khunti K, et al.: Practical recommendations for the management of diabetes in patients with COVID-19. The Lancet Diabetes & Endocrinology 2020. doi:10.1016/s2213–8587(20)30152–2 (last accessed on 7 June 2020 20)30152-2">CrossRef
7.
Cariou B, Hadjadj S, Wargny M, et. al.: Phenotypic characteristics and prognosis of inpatients with COVID-19 and diabetes: the CORONADO study. Diabetologia 2020. doi:10.1007/s00125–020–05180-x (last accessed on 7 June 2020) CrossRef MEDLINE PubMed Central
8.
(DDG) DDG: Menschen mit Diabetes sind nicht grundsätzlich COVID-19-Risikopatienten: DDG warnt vor Stigmatisierung von Bevölkerungsgruppen während der Corona-Pandemie. 2020.
9.
Zoppini G, Fedeli U, Schievano E, et al.: Mortality from infectious diseases in diabetes. Nutr Metab Cardiovasc Dis 2018; 28 (5): 444–50 CrossRef MEDLINE
10.
Carey IM, Critchley JA, Dewilde S, et al.: Risk of Infection in Type 1 and Type 2 Diabetes Compared With the General Population: A Matched Cohort Study. Diabetes Care 2018; 41 (3): 513–21 CrossRef MEDLINE
11.
Tsai S, Clemente-Casares X, Zhou AC, et al.: Insulin Receptor-Mediated Stimulation Boosts T Cell Immunity during Inflammation and Infection. Cell Metabolism 2018; 28 (6): 922–34.e924 CrossRef MEDLINE
12.
Stegenga ME, Van Der Crabben SN, Blümer RME, et al.: Hyperglycemia enhances coagulation and reduces neutrophil degranulation, whereas hyperinsulinemia inhibits fibrinolysis during human endotoxemia. Blood 2008; 112 (1): 82–9 CrossRef MEDLINE PubMed Central
13.
Gerste RD: Thrombose-Pathogenese: Endotheldysfunktion bei COVID-19. Dtsch Arztebl 2020; 117 (22, 23): A-1165/B-1983 VOLLTEXT
14.
Donoghue M, Hsieh F, Baronas E, et al.: A Novel Angiotensin-Converting Enzyme–Related Carboxypeptidase (ACE2) Converts Angiotensin I to Angiotensin 1–9. Circulation Research 2000; 87 (5): e1-e9 CrossRef MEDLINE
15.
Batlle D, Jose Soler M, Ye M: ACE2 and Diabetes: ACE of ACEs? Diabetes 2010; 59 (12): 2994–6 CrossRef MEDLINE PubMed Central
16.
Simões E Silva A, Silveira K, Ferreira A, et al.: ACE2, angiotensin-(1, 2, 3, 4, 5, 6, 7) and Mas receptor axis in inflammation and fibrosis. British Journal of Pharmacology 2013; 169 (3): 477–92 CrossRef MEDLINE PubMed Central
17.
Tikellis C, Thomas MC: Angiotensin-Converting Enzyme 2 (ACE2) Is a Key Modulator of the Renin Angiotensin System in Health and Disease. International Journal of Peptides 2012; 2012:1–8 CrossRef MEDLINE PubMed Central
18.
Hamming I, Timens W, Bulthuis M, et al.: Tissue distribution of ACE2 protein, the functional receptor for SARS coronavirus. A first step in understanding SARS pathogenesis. The Journal of Pathology 2004; 203 (2): 631–7 CrossRef MEDLINE PubMed Central
19.
Roca-Ho H, Riera M, Palau V, et al.: Characterization of ACE and ACE2 Expression within Different Organs of the NOD Mouse. International Journal of Molecular Sciences 2017; 18 (3): 563 CrossRef MEDLINE PubMed Central
20.
Soro-Paavonen A, Gordin D, Forsblom C, et al.: Circulating ACE2 activity is increased in patients with type 1 diabetes and vascular complications. J Hypertens 2012; 30(2): 375–83 CrossRef MEDLINE
21.
Leung JM, Yang CX, Tam A, et al.: ACE-2 Expression in the Small Airway Epithelia of Smokers and COPD Patients: Implications for COVID-19. European Respiratory Journal 2020:2000688. doi:10.1183/13993003.00688–2020 (last accessed on 7 June 2020 CrossRef MEDLINE PubMed Central
22.
Ackermann M, Verleden SE, Kuehnel M, et al.: Pulmonary Vascular Endothelialitis, Thrombosis, and Angiogenesis in Covid-19. New England Journal of Medicine 2020. doi:10.1056/nejmoa2015432 (last accessed on 7 June 2020) CrossRef MEDLINE
23.
Yang J-K, Lin S-S, Ji X-J, et al.: Binding of SARS coronavirus to its receptor damages islets and causes acute diabetes. Acta Diabetologica 2010; 47 (3):193–9 CrossRef MEDLINE PubMed Central
24.
Tucker ME. COVID-19 and Diabetes: Known Mechanisms and a ‚New Beast‘? 2020. url:https://www.medscape.com/viewarticle/928629 (last accessed on 7 June 2020).
25.
Kuba K, Imai Y, Rao S, et al.: A crucial role of angiotensin converting enzyme 2 (ACE2) in SARS coronavirus-induced lung injury. Nature Medicine 2005; 11 (8): 875–9 CrossRef MEDLINE PubMed Central
26.
Bornstein SR, Dalan R, Hopkins D, et al.: Endocrine and metabolic link to coronavirus infection. Nature Reviews Endocrinology 2020; 16 (6): 297–8 CrossRef MEDLINE PubMed Central
27.
Ingraham NE, Barakat AG, Reilkoff R, et al.: Understanding the Renin-Angiotensin-Aldosterone-SARS-CoV-Axis: A Comprehensive Review. European Respiratory Journal 2020:2000912. doi:10.1183/13993003.00912–2020 (last accessed on 7 June 2020) CrossRef MEDLINE PubMed Central
28.
Srivastava P, Badhwar S, Chandran DS, et al.: Imbalance between Angiotensin II – Angiotensin (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7) system is associated with vascular endothelial dysfunction and inflammation in type 2 diabetes with newly diagnosed hypertension. Diabetes Metab Syndr 2019; 13 (3): 2061–8 CrossRef MEDLINE
29.
Fadini GP, Morieri ML, Longato E, et al.: Prevalence and impact of diabetes among people infected with SARS-CoV-2. Journal of Endocrinological Investigation 2020. doi:10.1007/s40618–020–01236–2 (last accessed on 7 June 2020) CrossRef MEDLINE PubMed Central
30.
Colberg SR, Sigal RJ, Fernhall B, et al.: Exercise and Type 2 Diabetes: The American College of Sports Medicine and the American Diabetes Association: joint position statement. Diabetes Care 2010; 33 (12): e147–e167 CrossRef MEDLINE PubMed Central
Mögliche Gründe, warum SARS-CoV-2 bei Diabetikern das Risiko eines schweren COVID-19-Verlaufs erhöhen könnte
Grafik
Mögliche Gründe, warum SARS-CoV-2 bei Diabetikern das Risiko eines schweren COVID-19-Verlaufs erhöhen könnte
1.Verity R, Okell LC, Dorigatti I, et al.: Estimates of the severity of coronavirus disease 2019: a model-based analysis. The Lancet Infectious Diseases 2020; 20 (6): 669–77 CrossRef
2.Guan W-J, Ni Z-Y, Hu Y, et al.: Clinical Characteristics of Coronavirus Disease 2019 in China. New England Journal of Medicine 2020; 382 (18): 1708–20 CrossRef MEDLINE PubMed Central
3.Huang C, Wang Y, Li X, et al.: Clinical features of patients infected with 2019 novel coronavirus in Wuhan, China. The Lancet 2020; 395(10223):497–506 CrossRef
4.Petrilli CM, Jones SA, Yang J, et al.: Factors associated with hospitalization and critical illness among 4,103 patients with COVID-19 disease in New York City. medRxiv 2020:2020.2004.2008.20057794. doi:10.1101/2020.04.08.20057794 (last accessed on 7 June 2020) CrossRef
5.Chen Y, Gong X, Wang L, et al.: Effects of hypertension, diabetes and coronary heart disease on COVID-19 diseases severity: a systematic review and meta-analysis. medRxiv 2020:2020.2003.2025.20043133. doi:10.1101/2020.03.25.20043133 (last accessed on 7 June 2020) CrossRef
6.Bornstein SR, Rubino F, Khunti K, et al.: Practical recommendations for the management of diabetes in patients with COVID-19. The Lancet Diabetes & Endocrinology 2020. doi:10.1016/s2213–8587(20)30152–2 (last accessed on 7 June 2020 CrossRef
7.Cariou B, Hadjadj S, Wargny M, et. al.: Phenotypic characteristics and prognosis of inpatients with COVID-19 and diabetes: the CORONADO study. Diabetologia 2020. doi:10.1007/s00125–020–05180-x (last accessed on 7 June 2020) CrossRef MEDLINE PubMed Central
8.(DDG) DDG: Menschen mit Diabetes sind nicht grundsätzlich COVID-19-Risikopatienten: DDG warnt vor Stigmatisierung von Bevölkerungsgruppen während der Corona-Pandemie. 2020.
9.Zoppini G, Fedeli U, Schievano E, et al.: Mortality from infectious diseases in diabetes. Nutr Metab Cardiovasc Dis 2018; 28 (5): 444–50 CrossRef MEDLINE
10. Carey IM, Critchley JA, Dewilde S, et al.: Risk of Infection in Type 1 and Type 2 Diabetes Compared With the General Population: A Matched Cohort Study. Diabetes Care 2018; 41 (3): 513–21 CrossRef MEDLINE
11.Tsai S, Clemente-Casares X, Zhou AC, et al.: Insulin Receptor-Mediated Stimulation Boosts T Cell Immunity during Inflammation and Infection. Cell Metabolism 2018; 28 (6): 922–34.e924 CrossRef MEDLINE
12.Stegenga ME, Van Der Crabben SN, Blümer RME, et al.: Hyperglycemia enhances coagulation and reduces neutrophil degranulation, whereas hyperinsulinemia inhibits fibrinolysis during human endotoxemia. Blood 2008; 112 (1): 82–9 CrossRef MEDLINE PubMed Central
13.Gerste RD: Thrombose-Pathogenese: Endotheldysfunktion bei COVID-19. Dtsch Arztebl 2020; 117 (22–23): A-1165/B-1983 VOLLTEXT
14.Donoghue M, Hsieh F, Baronas E, et al.: A Novel Angiotensin-Converting Enzyme–Related Carboxypeptidase (ACE2) Converts Angiotensin I to Angiotensin 1–9. Circulation Research 2000; 87 (5): e1-e9 CrossRef MEDLINE
15. Batlle D, Jose Soler M, Ye M: ACE2 and Diabetes: ACE of ACEs? Diabetes 2010; 59 (12): 2994–6 CrossRef MEDLINE PubMed Central
16.Simões E Silva A, Silveira K, Ferreira A, et al.: ACE2, angiotensin-(1–7) and Mas receptor axis in inflammation and fibrosis. British Journal of Pharmacology 2013; 169 (3): 477–92 CrossRef MEDLINE PubMed Central
17. Tikellis C, Thomas MC: Angiotensin-Converting Enzyme 2 (ACE2) Is a Key Modulator of the Renin Angiotensin System in Health and Disease. International Journal of Peptides 2012; 2012:1–8 CrossRef MEDLINE PubMed Central
18. Hamming I, Timens W, Bulthuis M, et al.: Tissue distribution of ACE2 protein, the functional receptor for SARS coronavirus. A first step in understanding SARS pathogenesis. The Journal of Pathology 2004; 203 (2): 631–7 CrossRef MEDLINE PubMed Central
19.Roca-Ho H, Riera M, Palau V, et al.: Characterization of ACE and ACE2 Expression within Different Organs of the NOD Mouse. International Journal of Molecular Sciences 2017; 18 (3): 563 CrossRef MEDLINE PubMed Central
20.Soro-Paavonen A, Gordin D, Forsblom C, et al.: Circulating ACE2 activity is increased in patients with type 1 diabetes and vascular complications. J Hypertens 2012; 30(2): 375–83 CrossRef MEDLINE
21.Leung JM, Yang CX, Tam A, et al.: ACE-2 Expression in the Small Airway Epithelia of Smokers and COPD Patients: Implications for COVID-19. European Respiratory Journal 2020:2000688. doi:10.1183/13993003.00688–2020 (last accessed on 7 June 2020 CrossRef MEDLINE PubMed Central
22.Ackermann M, Verleden SE, Kuehnel M, et al.: Pulmonary Vascular Endothelialitis, Thrombosis, and Angiogenesis in Covid-19. New England Journal of Medicine 2020. doi:10.1056/nejmoa2015432 (last accessed on 7 June 2020) CrossRef MEDLINE
23.Yang J-K, Lin S-S, Ji X-J, et al.: Binding of SARS coronavirus to its receptor damages islets and causes acute diabetes. Acta Diabetologica 2010; 47 (3):193–9 CrossRef MEDLINE PubMed Central
24.Tucker ME. COVID-19 and Diabetes: Known Mechanisms and a ‚New Beast‘? 2020. url:https://www.medscape.com/viewarticle/928629 (last accessed on 7 June 2020).
25.Kuba K, Imai Y, Rao S, et al.: A crucial role of angiotensin converting enzyme 2 (ACE2) in SARS coronavirus-induced lung injury. Nature Medicine 2005; 11 (8): 875–9 CrossRef MEDLINE PubMed Central
26.Bornstein SR, Dalan R, Hopkins D, et al.: Endocrine and metabolic link to coronavirus infection. Nature Reviews Endocrinology 2020; 16 (6): 297–8 CrossRef MEDLINE PubMed Central
27.Ingraham NE, Barakat AG, Reilkoff R, et al.: Understanding the Renin-Angiotensin-Aldosterone-SARS-CoV-Axis: A Comprehensive Review. European Respiratory Journal 2020:2000912. doi:10.1183/13993003.00912–2020 (last accessed on 7 June 2020) CrossRef MEDLINE PubMed Central
28.Srivastava P, Badhwar S, Chandran DS, et al.: Imbalance between Angiotensin II – Angiotensin (1–7) system is associated with vascular endothelial dysfunction and inflammation in type 2 diabetes with newly diagnosed hypertension. Diabetes Metab Syndr 2019; 13 (3): 2061–8 CrossRef MEDLINE
29.Fadini GP, Morieri ML, Longato E, et al.: Prevalence and impact of diabetes among people infected with SARS-CoV-2. Journal of Endocrinological Investigation 2020. doi:10.1007/s40618–020–01236–2 (last accessed on 7 June 2020) CrossRef MEDLINE PubMed Central
30.Colberg SR, Sigal RJ, Fernhall B, et al.: Exercise and Type 2 Diabetes: The American College of Sports Medicine and the American Diabetes Association: joint position statement. Diabetes Care 2010; 33 (12): e147–e167 CrossRef MEDLINE PubMed Central

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote