ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2020COVID-19-Infektionsschutz: Hygiene-Lotse
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Als ehemaliger Duisburger Kassenarzt und Diabetologe unterstütze ich die Bürgerplattform „DUaktiv“; dort arbeiten zivilgesellschaftliche Gruppen zusammen (community organizing), um Duisburg zu gestalten. Vor einigen Wochen hat die Kontaktsperre zu tiefen Wunden im gemeinschaftlichen Leben von Selbsthilfe-, Sport-, Nachbarschafts- und religiösen Gruppen geführt.

Um gemeinsame Aktivitäten zu fördern, habe ich damals einen Hygiene-Lotsen vorgeschlagen, eine geschulte Person in der betreffenden Gruppe, die die Sicherheit der Zusammenkünfte organisiert. Bei Tennis und Golf gibt es das zwischenzeitlich. Mit Blick auf eine zweite COVID-19-Welle und die Winterzeit sehe ich große Chancen für einen Hygiene-Lotsen als Teilbeitrag, die Pandemie in Deutschland zu kontrollieren.

Die jüngsten Lockerungen der Beschränkungen haben zu Leichtfertigkeit bei Begegnungen geführt. Ein Hygiene-Lotse wird in seiner sozialen Umwelt ständig werben und kann erreichen, was den Medien bisher nicht gelang. Ein Hygiene-Lotse befähigt seine Gruppe, unter Wahrung von Schutzmechanismen wieder zweckorientiert tätig zu werden.

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Dr. med. Ulrich Müller, 47198 Duisburg

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