ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2020Coronapandemie: Schutzschirm für Vertragsärzte in Westfalen-Lippe beschlossen

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Coronapandemie: Schutzschirm für Vertragsärzte in Westfalen-Lippe beschlossen

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Der Coronaschutzschirm für die mehr als 15 000 westfälischen Vertragsärzte und -psychotherapeuten ist aufgespannt. Die Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat einer entsprechenden Änderung des Honorarverteilungsmaßstabs zugestimmt.

Foto: lucadp/iStock
Foto: lucadp/iStock

Demnach sind den Niedergelassenen 90 Prozent des Honorars im Vergleich zum Vorjahresquartal sicher, auch wenn sie während der Pandemie sinkende Fallzahlen und damit Einnahmerückgänge verzeichnet haben. Zusätzlich sollen sie außerordentliche Kosten, die ihnen im Rahmen der Pandemiebekämpfung entstanden sind, erstattet bekommen.

Der Vorstandsvorsitzende der KVWL, Dr. med. Dirk Spelmeyer, geht davon aus, dass im ersten Quartal dieses Jahres zehn bis fünfzehn Prozent der westfälischen Praxen von Einnahmerückgängen betroffen sind. „Sie bekommen dann zusätzlich zu ihrer Abrechnung ein Schreiben, in dem wir ihnen mitteilen, dass sie Anspruch auf den Schutzschirm haben und wie hoch der Betrag sein wird“, erläuterte er das praktische Vorgehen. Davon abgezogen würden allerdings andere Hilfen wie etwa Kurzarbeitergeld und die finanzielle Unterstützung, die die NRW-Landesregierung Kleinunternehmern und Solo-Selbstständigen gewährt hat, sofern die Vertragsärzte sie in Anspruch genommen haben.

Voreilige und zu hohe Erwartungen an die Kostenerstattung dämpfte Spelmeyer. Mit den Kassen seien Durchschnittspreise für Atemmasken und andere Ausrüstungsgegenstände vereinbart worden. Vertragsärzte, die ihre Ausrüstung besonders teuer eingekauft haben, müssten unter Umständen einen Teil ihrer Kosten selbst tragen. ts

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