ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2020Influenza: Apotheken bereiten sich auf Impfungen vor

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Influenza: Apotheken bereiten sich auf Impfungen vor

Hillienhof, Arne

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Die Apotheker haben die Leitschnur für Grippeimpfungen in Apotheken geschaffen. Foto: picture alliance/MAXPPP
Die Apotheker haben die Leitschnur für Grippeimpfungen in Apotheken geschaffen. Foto: picture alliance/MAXPPP

Die Bundesapothekerkammer (BAK) hat eine Leitlinie zur Grippeschutzimpfung in öffentlichen Apotheken verabschiedet. Demnach dürfen Grippeschutzimpfungen in Vor-Ort-Apotheken ausschließlich von approbierten Mitarbeitern mit entsprechender zusätzlicher Qualifikation vorgenommen werden. Diese soll durch eine Schulung erworben werden. Nichtapprobiertes pharmazeutisches Personal soll Apotheker bei der Impfung unterstützen dürfen. Die Delegation der Tätigkeit an approbierte Mitarbeiter ohne entsprechende Qualifikation sei nicht gestattet, heißt es. Ein Infopaket der BAK enthält zudem Hilfen für die Impfungen in Apotheken und Vorgaben für die Schulungen der Apotheker. Die Leitlinie ist laut BAK die wissenschaftliche Grundlage für Verträge über Pilotprojekte zwischen Krankenkassen und Apothekerverbände auf Landesebene. „Bislang sind nur rund 35 Prozent der Bundesbürger ab 60 Jahren gegen Grippe geimpft“, sagte BAK-Präsident Andreas Kiefer. Wünschenswert wären allerdings 75 Prozent. Seit März 2020 dürfen Apotheker im Rahmen von Modellvorhaben Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung gegen Grippe impfen. Ärzteorganisationen, wie etwa die Kassenärztliche Bundesvereinigung, haben sich in den vergangenen Monaten immer wieder dagegen ausgesprochen. Auch der Deutsche Ärztetag lehnte Impfungen in Apotheken ab. hil

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