ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2000Das rheinische Grundgesetz

VARIA: Schlusspunkt

Das rheinische Grundgesetz

Beikircher, Konrad

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Ja, es gibt es: das rheinische Grundgesetz. Es regelt seit Anbeginn der Zeiten das Leben im Rheinland, macht es schwerelos und leicht und wäre überhaupt eine Anregung für alle Völker dieser Erde. Es besteht aus fünf Artikeln. Sie lauten:
Artikel 1:
Et es wie’t es.
Artikel 2:
Et kütt wie’t kütt.
Artikel 3:
Et hätt noch immer jot jejange.
Artikel 4:
Der rheinische Entsorgungsartikel:
Wat fott es es fott.
Und den berühmten Unterartikel 4 a:
Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet.


Beispiel: Man hätt ja schon mal der Fall dat man operiert werden muss. Da wird man dann einjepinselt, grünes Mäntelchen drum erum, man wird also quasi waidgerecht aufbereitet. Dann wird man auf der Hochsitz jehoben und ereinjefahren in der OP-Saal, wo dat Jägerteam mit dem Hirschfänger schon am Warten es. - Jot. - Jetzt wird man dann von den Spezialisten waidmännisch aufjebrochen, ne, und dann kütt der Moment vom Artikel 4 a. Der Chirurg guckt einem in der Körper erein, um dann zu sagen: "Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet."
Artikel 5:
Das rheinische Universalgesetz:
Wat soll dä Quatsch.


Also - wenn Du dich dran häls,
lööf alles im Leeve wie jeschmiert.

Text frei nach Konrad Beikircher

Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote