ArchivDeutsches Ärzteblatt27-28/2020COVID-19: Institut verteidigt Tempo bei Impfstoffentwicklung

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COVID-19: Institut verteidigt Tempo bei Impfstoffentwicklung

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Klaus Cichutek ist Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts. Foto: picture alliance/dpa/Bernd von Jutrczenka
Klaus Cichutek ist Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts. Foto: picture alliance/dpa/Bernd von Jutrczenka

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat das hohe Tempo bei der Impfstoffentwicklung verteidigt. Die Bundesbehörde habe große Erfahrung bei der Bewertung von Impfstoffen, sagte PEI-Präsident Prof. Dr. rer. nat. Klaus Cichutek im Bayerischen Rundfunk. Es lasse dieselbe Sorgfalt walten wie sonst auch. Es müsse im Auge behalten werden, dass der Nutzen von Impfstoffen weit höher sei als die Gefahren durch Nebenwirkungen, sagte Cichutek. Für Pharmahersteller gebe es finanzielle Risiken. Bald würden Impfstoffprodukte in größerer Menge hergestellt, obwohl sie noch gar nicht zugelassen seien. Die rechtzeitige Produktion sei notwendig, um den vermutlich weltweit großen Bedarf zu decken, sagte Cichutek. Andererseits steige damit aber das Risiko, dass bei einer Nichtzulassung die Mittel ungenutzt vernichtet werden müssten. Cichutek erneuerte seine Prognose, wonach einzelne Entwickler „vielleicht gegen Ende des Jahres“ Zulassungsanträge auf einen Impfstoffkandidaten einreichen könnten. Erste Produkte dürften dann vermutlich Anfang kommenden Jahres im Einzelfall zugelassen werden. Weltweit gibt es derzeit rund 150 COVID-19-Impfstoffprojekte. Einige werden bereits an Menschen getestet. Das Tempo ist damit deutlich höher als bei anderen Impfstoffprojekten in der Vergangenheit. In Deutschland erlaubte das für solche Genehmigungen zuständige PEI jüngst den Unternehmen BioNTech aus Mainz und dem Tübinger Biotechunternehmen CureVac klinische Tests. afp

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