ArchivDÄ-TitelSupplement: ReisemagazinReisemagazin 1/2000Island: Auge in Auge mit den Buckelwalen

Supplement: Reisemagazin

Island: Auge in Auge mit den Buckelwalen

Dtsch Arztebl 2000; 97(10): [22]

Schacherl, Erich

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LNSLNS Mehr Wale als sonstwo in den Weltmeeren halten sich in den Sommermonaten in den Hoheitsgewässern Islands auf. Blauwale, Buckelwale, Zwergwale, Seiwale, Orkas und Delphine bevölkern das Meer und bieten den Touristen
einzigartige Beobachtungsmöglichkeiten. 1998 fand erstmals eine mehrtägige, spezielle Walbeobachtungsreise in Island für englisch sprechende Touristen statt, geleitet von den Experten Erich Hoyt und Mark Carwardine. In den zehn Tagen wurden mehr als hundert verschiedene Tiere gesichtet. Allein in zwei Tagen beobachtete die Reisegruppe bei Snaefellsness 15 Blauwale. Manche Begegnungen mit Buckelwalen zogen sich über Stunden, da die Tiere sich nicht vom Boot stören ließen. Immer wieder wurden Orka-Familien mit mehreren Männchen, Weibchen und vielen Jungtieren entdeckt. Unvergesslich bleiben die spielenden Delphine, die fast täglich zu sehen
waren. Selbst Erich Hoyt und Mark Carwardine hatten so etwas noch nicht erlebt.
Jetzt gibt es erstmals auch für die Freunde der Wale und Delphine im deutschsprachigen Raum ein ähnliches Reiseangebot: zehn Tage unter Walen und Delphinen rund um Island - ein exklusiver Urlaub der etwas anderen Art für Menschen, die Wale lieben und sich den Traum einer direkten Begegnung mit diesen faszinierenden Tieren erfüllen wollen.
Es ist eine Reise von Walexperten für Walliebhaber. Die Zusammenarbeit zwischen der Whale & Dolphin Conservation Society, vertreten durch Mark Carwardine und Erich Hoyt, und dem Campaigning Office, vertreten durch Nicolas Entrup, ermöglichte eine perfekte Organisation. Professionell ist der Reiseverlauf: In drei verschiedenen Gebieten finden die Bootsausflüge statt. Im Südwesten vor der Reykjanes-Halbinsel, im Westen um die Halbinsel Snaefellsness und im Norden in der Skjalfandi-Bucht vor Husavik, jenem Platz, wo vor wenigen Jahren die ersten Walbeobachtungsboote mit Touristen in See stachen. Spezielle Schiffe werden verwendet: ehemalige Fischer- oder Polizeiboote, die für Walbeobachtung umgebaut wurden, ebenso wie ein hochseetauglicher Katamaran. Jeder Teilnehmer findet auf den Booten ausreichend Platz, um zu beobachten, zu filmen oder zu fotografieren. Die Skipper sind ebenfalls Profis. Seit Jahren schon bei Walbeobachtungen kennen sie die Plätze, wo sich Wale und Delphine aufhalten. Sie wissen um die Notwendigkeit, diese Form des Tourismus sanft und ohne Beeinflussung der Tiere auszuüben, und sie kennen unzählige faszinierende Geschichten von und mit Walen.
Die Reise hat auch einen wichtigen Background: Jeder Reiseteilnehmer hilft den um Island lebenden Walen. Seit 1989 werden keine Wale gejagt, aber jedes Jahr gibt es im isländischen Parlament eine heftige Kontroverse zwischen Befürwortern und Gegnern des Walfangs mit einer Abstimmung zu diesem Thema. Bislang hatten die Wale Glück. Aber im Frühjahr 1998 konnten die Gegner des Walfanges nur mehr mit einigen wenigen Stimmen einen neuerlichen Beginn der Jagd auf die Meeressäuger verhindern. Die Walfanglobby wächst, und es ist zu befürchten, dass der Friede in den isländischen Gewässern bald vorbei ist. Erich Schacherl

Informationen:
c Campaigning Office Entrup & Richter, Nicolas Entrup, Schenkendorfgasse 13/1, A-1210 Wien; Telefon + Fax: +43/1/2 72 39 35, E-Mail: Nentrup@Coer.de
c Isländisches Fremdenverkehrsamt, Carl-Ulrich-Straße 11, 63263 Neu-Isenburg; Icelandair, Rossmarkt 10, 60311 Frankfurt/Main,
Telefon 0 69/29 99 77 N

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