ArchivDeutsches Ärzteblatt27/1996Gefährliche Frontschutzbügel an Geländefahrzeugen

VARIA: Auto und Verkehr

Gefährliche Frontschutzbügel an Geländefahrzeugen

Mertens, Stephan

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LNSLNS Immer mehr Geländefahrzeuge fahren auf Deutschlands Straßen. Viele dieser Fahrzeuge sind mit einem bis zu 15 kg schweren, massiven Frontschutzbügel ausgestattet. Das Bundesministerium für Verkehr hat die Bundesanstalt für Straßenwesen damit beauftragt zu klären, ob und wie diese Konstruktionen bei Kollisionen mit Fußgängern und Zweiradfahrern Art und Schwere der Verletzung beeinflussen. Der Untersuchung liegen unter anderem Daten der Medizinischen Hochschule Hannover und der in NordrheinWestfalen unfallbeteiligten Pkw eines Jahres zugrunde. Ferner wurden Tests an zwei gängigen Geländefahrzeugtypen mit und ohne Frontschutzbügel hinsichtlich der Verletzungsgefahr für Fußgänger durchgeführt und Vorschläge zur Prüfung von Frontschutzbügeln entwickelt.
Die Auswertung der Unfalldaten weist darauf hin, daß die Verletzungen durch den Anprall an Frontschutzbügeln verhältnismäßig schwer sind. Kinder sind bis zu einer Größe von 1,25 Meter hauptsächlich durch Kopfverletzungen gefährdet, während bei Erwachsenen eher Bein- und Beckenbrüche drohen. Bei Kollisionen ungeschützter Fußgänger mit Geländefahrzeugen, die mit Frontschutzbügeln ausgestattet sind, können bereits bei geringen Kollisionsgeschwindigkeiten komplizierte Frakturen auftreten. So ist nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen die Belastung eines Kopfanpralls bei einem Geländewagen mit Frontschutzbügel bei 20 km/h genauso hoch wie bei einem 30 km/h schnellen Geländewagen ohne Frontschutzbügel oder bei einem Pkw, der 40 km/h schnell fährt. Eine Verringerung des hohen Verletzungsrisikos ließe sich erzielen, wenn die Rohre der Frontbügel aus verformbarem Material angefertigt und die starren Trägerelemente mit einer stoßdämpfenden Schutzschicht überzogen wären. Me
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