ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2020PCR-Test: Preisabsenkung abgesegnet

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PCR-Test: Preisabsenkung abgesegnet

Maybaum, Thorsten

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Die Absenkung der Vergütung der PCR-Tests für SARS-CoV-2 durch den Erweiterten Bewertungsausschuss (EBA) ist nicht vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) beanstandet worden. Das hat das Ministerium auf Nachfrage bestätigt. Damit gilt zum 1. Juli der vom EBA abgesenkte Preis von 39,40 Euro statt zuvor 59 Euro pro Test im Rahmen einer Krankenbehandlung. Der EBA hatte die Vergütung für die Tests vor einigen Wochen neu festgelegt. Krankenkassen und unparteiische Mitglieder hatten für die Preissenkung gestimmt. Die Vertragsärzte waren dagegen. Wie das Ministerium weiter mitteilte, habe der Beschluss des EBA aber keine Auswirkung auf die „Verordnung zum Anspruch auf bestimmte Testungen für den Nachweis des Vorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2“. Für Tests, die auf Grundlage der Verordnung angeordnet würden, gelte weiterhin ein Laborpreis von 50,50 Euro. Das habe man GKV-Spitzenverband, Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und dem Bundesamt für Soziale Sicherung mitgeteilt. Der Preis von 50,50 Euro würde damit etwa Tests betreffen, die auf Anordnung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes erfolgen. Die Klage, die die KBV beim Landessozialgericht Berlin-Brandenburg gegen die Absenkung der Vergütung eingereicht hatte, ist inzwischen wieder zurückgezogen worden. Von der KBV hieß es, man habe die Gespräche über die Vergütung der Tests mit dem GKV-Spitzenverband wieder aufgenommen. Es gehe nun um eine Neubewertung der Kosten. may

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