ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2020SARS-CoV-2-Infektion: Kinder reagieren auf Viren anders als Erwachsene

MEDIZINREPORT

SARS-CoV-2-Infektion: Kinder reagieren auf Viren anders als Erwachsene

Zylka-Menhorn, Vera; Grunert, Dustin

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Aktuelle Daten deuten auf eine geringere Rate symptomatischer Infektionen bei Kindern und Jugendlichen hin. Sie zeigen mehrheitlich entweder keine oder nur milde Symptome. In seltenen Fällen kann es jedoch zu schweren Verläufen kommen.

Foto: picture alliance/dpa/TASS Valery Sharifulin
Foto: picture alliance/dpa/TASS Valery Sharifulin

Seit einem halben Jahr hält SARS-CoV-2 die Welt in Atem. In dieser kurzen Zeit wurden Millionen Daten und klinische Befunde gesammelt, deren Menge selbst die Wissenschafts-gemeinde in Erstaunen versetzt. Doch sie betreffen mehrheitlich erwachsene Patienten. Das Wissen zu klinischem Verlauf, Komplikationen und Therapie von COVID-19 bei Kindern und Jugendlichen hingegen ist bisher begrenzt. Und die Daten, die international erhoben wurden, verdeutlichen einmal mehr, dass „Kinder keine kleinen Erwachsenen sind“. Denn das Infektionsgeschehen in dieser Altersklasse scheint sich von dem der älteren und Seniorenpatienten zum Teil deutlich zu unterscheiden.

Der erste pädiatrische Fall wurde am 20. Januar aus China berichtet: Betroffen war ein 10-jähriger Junge aus Shenzhen, der mit seiner Familie die Stadt Wuhan besucht hatte.

Epidemiologie

In der bislang größten Untersuchung von COVID-19-Patienten aus China, die PCR-gesicherte und -ungesicherte Fälle enthielt, wurden 72 314 Fälle vom Chinese Center for Disease Control and Prevention analysiert. Kinder unter 10 Jahren machten hier nur einen Anteil von ca. 1 % aus, Kinder zwischen 10 und 19 Jahren auch (1, 2).

Größere Kohortenanalysen aus Italien und den USA zeigen ebenfalls, dass lediglich 1–2 % aller COVID-19-Patienten unter 18 Jahre alt waren (3, 4). In Deutschland machen Kinder und Jugendliche unter 10 Jahren rund 2,6 % der bestätigten Infizierten aus, im Alter zwischen 10 und 19 Jahren sind es 4,9 % (Stand: 8. Juli 2020) (5).

Der Anteil an Todesfällen ist noch geringer: Von 9 063 Patienten, die seit Beginn der Pandemie in Deutschland an den Folgen von COVID-19 gestorben sind, waren nur 3 unter 18 Jahre alt (Stand 13. Juli). Damit unterscheidet sich die Altersverteilung bei COVID- 19-Patienten von der anderer Infektionskrankheiten. Dort gelten Kinder häufig als sogenannte Treiber des Infektionsgeschehens.

Klinik

Obwohl Kinder im Vergleich zur Influenza deutlich seltener und mit milderen Symptomen an COVID-19 erkranken als Erwachsene, sind in einigen Fällen auch schwere Krankheitsverläufe bis hin zu einem letalen Ausgang möglich, wie eine europaweite Studie zeigt (6). Die „Paediatric Tuberculosis Network European Trials Group“ hatte ihr Netzwerk in den ersten Aprilwochen für eine Umfrage an 128 Kinderkliniken in 31 europäischen Ländern genutzt. Von insgesamt 77 Zentren wurden Fälle gemeldet, was zeigt, dass die COVID-19-Pandemie Anfang April weite Teile des Kontinents erfasst hatte und überall auch Kinder erkrankt waren.

Von den 582 Kindern (davon 25 % mit Vorerkrankungen) waren viele, die „aus heiterem Himmel“ erkrankt waren. Das häufigste Symptom war Fieber (65 %); 54 % wiesen Zeichen einer Infektion der oberen Luftwege auf, 22 % litten unter gastrointestinalen Symptomen (teilweise ohne respiratorische Symptome). 16 % der Kinder hatten überhaupt keine Beschwerden, sie waren lediglich bei einer Kontaktuntersuchung aufgefallen und vorsichtshalber in die Klinik aufgenommen worden.

Nur 143 Kinder (25 %) litten an Infektionen der unteren Atemwege (davon 93 mit radiologisch bestätigter Pneumonie); 25 Kinder (4 %) mussten künstlich beatmet werden, die meisten über eine längeren Zeitraum (bis 34 Tage). 19 Kinder (3 %) benötigten positiv inotrope Medikamente zur Stabilisierung der Herzfunktion. Bei einem Kind wurde eine extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) notwendig. Insgesamt 4 Kinder (alle älter als 10 Jahre) starben an COVID-19. Von diesen waren 2 schwer vorerkrankt (u. a. Stammzelltransplantation).

In einer Datensammlung der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische Infektiologie (DGPI) wurden bislang deutschlandweit 180 stationäre Aufnahmen von COVID-19-erkrankten Kindern einbezogen (7). 22 (12 %) davon mussten auf der Intensivstation behandelt werden, es gab einen Todesfall. Fast 2/3 (63,9 %) der eingewiesenen Kinder waren in einem Alter von unter 6 Jahren. 83,3 % der Kinder waren symptomatisch. Das klinische Bild umfasste:

  • Fieber und/oder Allgemeinsymptome 68 %
  • Infektion obere Atemwege 38 %
  • Gastrointestinale Symptome 21 %
  • Bronchitis/Bronchiolitis 11 %
  • Pneumonie (radiologisch gesichert) 11 %
  • Sepsis (+ sepsisähnliches Krankheitsbild) 8 %

25,5 % der Patienten auf der Normalstation waren vorerkrankt, auf der Intensivstation 52,6 %. Am häufigsten waren dabei pulmonale, kardiale, neurologische/neuromuskuläre sowie hämatologische/onkologische Vorerkrankungen. Nach einer medianen Hospitalisierungsdauer von 4 Tagen (range: 1–27) konnten 91 % (n = 163) der Kinder wieder entlassen werden, davon waren 77,4 % komplett genesen. Der Rest (22 %) hatte nur noch leichte Symptome.

In einer Stellungnahme (8) weist die DGPI gemeinsam mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (bvkj e.V.) daraufhin, dass die SARS-CoV-2-Infektion bei Kindern klinisch nicht von anderen Atemwegsinfektionen unterschieden werden. „Grundsätzlich wurde in vielen publizierten Fällen zur Diagnose beziehungsweise zum Ausschluss einer Pneumonie die Computertomografie sehr extensiv eingesetzt.“ – Auch bei Kindern mit milder Symptomatik. Dies wertet die Fachgesellschaft als kritisch. Die computertomografische Diagnostik des Thorax sei kein Routineverfahren und sollte nur ausgewählten, kritischen Indikationen vorbehalten bleiben, wenn dies für die Behandlung eine wesentliche Konsequenz hat.

Hinsichtlich der Therapie von COVID-19 gibt es derzeit – auch bei Kindern – keinen Standard. Welches Prozedere bei pädiatrischen Patienten bislang verfolgt wurde, wird im wöchentlich aktualisierten COVID-19-Survey-Update der DGPI aufgezeigt (Grafik) (9).

Verteilung der COVID-19-Therapien bei Kindern (18. März bis 5. Juli 2020)
Grafik
Verteilung der COVID-19-Therapien bei Kindern (18. März bis 5. Juli 2020)

Pathophysiologie

Doch warum gibt es überhaupt Unterschiede in der Zahl und Art der Erkrankungen zwischen Erwachsenen und Kindern? Welche virologischen und immunologischen Erkenntnisse gibt es bereits, die diese Phänomene erklären könnten? Nach Ansicht von Prof. Dr. med. Ulrike Protzer, Direktorin des Instituts für Virologie an der Technischen Universität München (TUM) und am Helmholtz Zentrum München, gibt es für den Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen 2 Theorien: Eine besagt, dass es je nach Alter eine unterschiedliche Dichte an ACE2-Rezeptoren auf Lungenepithelzellen, dem Nasen-Rachen-Epithel und dem Darmepithel gibt. Die ACE2-Rezeptoren sind die entscheidenden „Kontaktstellen“ für SARS-CoV-2, um in die Zellen des menschlichen Organismus einzudringen.

Die andere Theorie, die laut Protzer vielleicht sogar wahrscheinlicher ist, stellt eine spezielle B-Zellfraktion in den Fokus: „Kinder haben im Vergleich zu Erwachsenen mehr Gedächtnis-B-Zellen, die breiter wirksame Antikörper vom IgM-Typ bilden und somit Kinder vor schweren Erkrankungsverläufen schützen können. Bei Erwachsenen shiftet die B-Zellen-Antwort. Sie reagieren spezifischer auf Erreger, mit denen der Körper sich schon einmal auseinandergesetzt hat – zum Beispiel durch Impfungen.“

Evolutionär sei das Immunsystem in jungen Jahren darauf ausgerichtet, dass Kinder überleben: Der erste Antikörper-Schutz komme von der Mutter (zunächst plazentar, dann über die Muttermilch), sodass der kindliche Organismus auf Erreger reagieren kann, mit dem sein Immunsystem vorher noch nie konfrontiert worden war. „Je länger man lebt, umso mehr shiftet diese Immunantwort in eine sehr erregerspezifische Reaktion“, so Protzer.

Prof. Dr. Philipp Henneke, Leiter der Sektion für Pädiatrische Infektiologie und Rheumatologie am Universitätsklinikum Freiburg, betont, dass Coronaviren nicht die ersten Viren seien, die je nach Alter des Menschen unterschiedliche Reaktionen im Wirtsorganismus hervorrufen. „Seit Jahrzehnten beschäftigen wir uns beispielsweise mit den Fragen: Warum verlaufen Influenza-Infektionen anders? Warum sind sogenannte RS-Viren (Respiratory-Syncytial-Virus) so wichtig bei Kindern?“

Auffallend sei, dass das Mikrobiom in den ersten 3 Lebensjahren anders zusammengesetzt ist als später. „Dann kämpft die normale Körperflora gegen irgendwelche Eindringlinge von außen. Und beide Parteien versuchen sich gegenseitig zu kontrollieren. Das heißt, es existieren viele Ebenen, die immunologische Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen terminieren. Welche Rolle hierbei SARS-CoV-2 spielt, ist unklar. Es wird daher keine einfache Erklärung dafür geben“, so Henneke.

Und Protzer ergänzt: „Es gibt mehrere Infektionen im frühen Lebensalter, die mit sehr hohen Viruslasten einhergehen, obwohl die Kinder klinisch gesund sind. Das gilt zum Beispiel für HIV.“ Dennoch stelle sich die Frage: Wenn die Viruslast bei Kindern sogar höher als bei den Erwachsenen, können sie andere Menschen schneller oder stärker anstecken können? Dazu Protzer: „Nicht unbedingt, weil die Wahrscheinlichkeit einer Infektion auch von der Dauer und der Nähe des Kontakt abhängt.“

Die Übertragung der SARS-CoV-2-Infektion erfolgt laut einer chinesischen Erhebung hauptsächlich durch Erwachsene, insbesondere durch Haushaltskontakte (10). Eine Studie hat gezeigt, dass dem Symptombeginn bei 7 infizierten Kindern eine nachgewiesene COVID-19-Infektion bei erwachsenen Familienmitgliedern vorausging (11). In einer weiteren Studie fanden sich bei 28 von 31 infizierten Kindern weitere erkrankte Familienmitglieder (12).

Die sogenannte Heinsberg-Studie (13) berichtet hingegen über einen deutlichen Anstieg des Infektionsrisikos für andere Familienmitglieder, wenn ein infiziertes Kind im Haushalt lebt.

Infektiosität

Daten aus Deutschland zeigen, dass bei symptomatischen Kindern die SARS-CoV-2-Viruslast zum Zeitpunkt der Diagnose mit der von Erwachsenen vergleichbar ist (14). Eine Erhebung aus der Schweiz belegt, dass symptomatische Kinder jeden Alters (n = 23) in der Frühphase der Erkrankung infektiöse Viren abgeben (15).

Säuglinge scheiden nach einer Studie des Ann & Robert H. Lurie Children’s Hospital in Chicago größere Virusmengen aus. Dies belegen die Autoren mit einer Labor-Besonderheit: Die Proben der Säuglinge wiesen in der Polymerase-Ketten-Reaktion einen niedrigen „Ct-Wert“ auf. Der Ct-Wert gibt die Zahl der Vermehrungszyklen an, die notwendig sind, um Virusgene nachzuweisen. Ein niedriger Ct-Wert entspricht einer hohen Viruslast. „Die Ct-Werte waren bei den Säuglingen ungewöhnlich niedrig“, heißt es in der Publikation. Bei einem Säugling musste der Testansatz sogar verdünnt werden, um einen Ct-Wert überhaupt bestimmen zu können (16).

Bei 18 der unter 90 Tage alten Säuglinge war die Infektion eher zufällig entdeckt worden. Der Anlass war nach Angabe der Pädiaterin Leena Mithal häufig die Tatsache, dass es in der Familie weitere Erkrankungen gegeben hatte. Alle Säuglinge waren nur leicht erkrankt: 14 hatten Fieber, 8 husteten, 6 hatten gastrointestinale Symptome (Erbrechen und Durchfall).

Die bislang international veröffentlichten Studienergebnisse zur SARS-CoV-2-Infektion bei Kindern sind allerdings teilweise widersprüchlich. Zur Erinnerung: Auch der Berliner Virologe Prof. Dr. med. Christian Drosten (17) hatte in einer viel diskutierten Vorveröffentlichung einer Studie gezeigt, dass es keinen signifikanten Unterschied zwischen der Viruslast bei Personen im Alter von 1–20 Jahren im Vergleich zu Erwachsenen gibt (17).

Jedoch ist die reine Anwesenheit von Viren in den Atemwegen noch kein Beweis dafür, dass diese auch stark weiter verbreitet werden. So hat ein mit SARS-CoV-2-infizierter 9-jähriger Junge die Infektion trotz zahlreicher sozialer Kontakte nicht weitergegeben (18). Die Infektiosität von mit SARS-CoV-2-infizierten Kindern unterliegt möglicherweise starken interindividuellen Schwankungen.

Darüber hinaus ist nicht auszuschließen, dass Kinder in „Lockdown“-Situationen weniger Expositionen außerhalb des Haushaltes hatten als Erwachsene. Zudem besteht die Möglichkeit, dass sich Kinder bereits im Vorfeld unbemerkt infiziert hatten und somit zum Zeitpunkt der Untersuchung immun waren (19).

Der „COVID-19-Kinder-Studie“ aus Baden-Württemberg zufolge stecken sich Kinder seltener mit dem Coronavirus an als ihre Eltern (20). Sie seien daher nicht als Treiber der Infektionswelle anzusehen, sagte Prof. Dr. med. Klaus-Michael Debatin, Ulm. Es wurden Kinder im Alter von 1–10 Jahren und jeweils ein Elternteil auf aktuelle oder bereits überstandene SARS-CoV-2-Infektionen untersucht.

Die gesamte Studienpopulation umfasste 5 042 Probanden (2 521 Kinder und 2 521 entsprechende Eltern). Die vorliegende Zwischenanalyse wurde an 4 932 Probanden durchgeführt. Hierbei wurde nur ein Eltern-Kind-Paar positiv auf SARS-CoV-2-RNA getestet (0,04 %); sie wiesen nur leichte Symptome auf.

Kinder selten seropositiv

64 Getestete hatten IgG-Antikörper gebildet und die Infektion weitgehend unbemerkt durchlaufen, was einer Seroprävalenz von 1,3 % entspricht (95 %-KI 1,0–1,7 %). Insgesamt waren 19 Kinder (0,8 %; 95 %-KI 0,5–1,2 %) und 45 Eltern (1,8 %; 95 % KI 1,3–2,4 %) seropositiv. Der Unterschied in der Antikörperbildung zwischen Kindern und Erwachsenen ist statistisch hoch signifikant. Die Seroprävalenz unterschied sich je nach Altersgruppe (1–5 Jahre: 0,6 %; 6–10 Jahre: 0,9 %; Elterngruppe: 1,8 %). Die getesteten Kinder waren also seltener infiziert als Erwachsene. Die Frage, wie infektiös Kinder sind, beantwortet die Studie nicht.

Zu beachten sei auch, dass die Ergebnisse nicht unmittelbar auf die Gesamtbevölkerung übertragbar sind, da die Teilnehmer nicht zufällig ausgewählt worden waren, so Debatin. „Insgesamt scheinen Kinder demnach nicht nur seltener an COVID-19 zu erkranken, sondern auch seltener durch das SARS-CoV-2-Virus infiziert zu werden.“ Die Ergebnisse der Studie erlaubten auch keine Aussage darüber, wer sich in einer Familie zuerst angesteckt hat.

Laut einer aktuellen Studie (21) der Rostocker Universitätsmedizin um den Infektiologen Prof. Dr. med. Emil Reisinger ist das Risiko für Kinder, sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren, offenbar geringer als für Erwachsene. Da Infektionen von Kindern meist mit Infektionen der Eltern einhergehen, hatte Reisinger, Leiter der Abteilung für Tropenmedizin und Infektionskrankheiten, mit seinem Team 401 Mütter von insgesamt 666 Kindern zwischen 0 und 17 Jahren untersucht. Alle Rachenabstriche und Antikörpertests der Mütter waren negativ. Zu ähnlichen Schlüssen seien bereits Studien aus China, England und USA gekommen. „Kollegen in Shanghai und Wuhan fanden heraus, dass Kinder unter 15 Jahren nur etwa ein Drittel so empfänglich für den Erreger sind wie Erwachsene“, so Reisinger.

Den Antikörperstatus von Kindern untersuchte die Studie „C19.CHILD Hamburg“, die vom 11. Mai bis Ende Juni an allen Kinderkliniken der Hansestadt und am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) durchgeführt wurde. Nach einer Zwischenauswertung weisen ältere Kinder häufiger Antikörper gegen SARS-CoV-2 auf. Bis zur Zwischenauswertung am 5. Juni waren 3 107 Abstriche entnommen worden, in keinem wurden Virusgene nachgewiesen. Von 2 436 Antikörpertests fielen 36 positiv aus, was einer Seroprävalenz von im Mittel 1,48 % entspricht. Unter den 0–9 Jährigen beträgt sie 1 %, unter den 10–18 Jährigen 2 % (22).

In einer von Prof. Dr. med. Reinhard Berner, Dresden, vorgestellten Studie aus Sachsen zeigte sich, dass bisher unter älteren Schülern und Lehrern kaum Coronavirusinfektionen aufgetreten sind. Es wurden 1 500 Schüler im Alter zwischen 14 und 18 Jahren sowie 500 Lehrer in 13 Schulen auf Sars-CoV-2-Antikörper untersucht. Unter den Probanden gab es nur 12 (0,6 %), die seropositiv waren. Nur 7 war ihre Infektion nicht bekannt, weshalb die Studienautoren von einer geringen Dunkelziffer ausgehen. Es waren zudem insgesamt 24 Infektionen in Haushalten bekannt. Daraus resultierte aber nur ein seropositiver Proband. Da es in Sachsen allgemein wenige Sars-CoV-2-Infektionen gab, hatten die Forscher bereits mit wenigen positiv getesteten Schülern und Lehrern gerechnet. Sie zeigten sich dennoch überrascht über eine so geringe Zahl, insbesondere weil 80 % der Schüler angaben, auch Kontakte außerhalb der Schule und des Haushalts gehabt zu haben.

Auch eine flächendeckende Langzeitstudie in Bayern (23), die „COVID Kids Bavaria“-Studie, soll das SARS-CoV-2-Infektionsrisiko von Kindern klären helfen. Zwar gebe es Hinweise, dass Kinder weniger häufig und weniger schwer erkrankten als Erwachsene, sagte Prof. Dr. med. Johannes Hübner, stellvertretender Direktor der Kinderklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital der LMU München.

Doch die bisherigen Untersuchungen seien zumeist unter Lockdown-Bedingungen durchgeführt worden. Daher werden 6 Universitätskinderkliniken bis voraussichtlich Januar 2021 die Öffnung von Schulen und Kitas im Freistaat wissenschaftlich begleiten. Zusätzlich zu 4 PCR-Tests werden Antikörpertestungen stattfinden und der Gesundheitszustand der Kinder mittels validierter Fragebögen ermittelt.

Alle nationalen und internationalen Erhebungen deuten letztendlich daraufhin, dass die Übertragung von Viren eine komplexe Funktion von biologischen, Verhaltens- und Kontextfaktoren ist. Dies bestätigt auch eine Analyse des Epidemiologen Jay S. Kaufman von der McGill University in Montreal, deren Veröffentlichung im Medizinisch-Wissenschaftlichen Teil des Deutschen Ärzteblatt in Vorbereitung ist.

Danach sind sowohl Labor- als auch epidemiologische Studien erforderlich, um wesentliche wissenschaftliche Fragen zur COVID-19-Pandemie zu beantworten und Entscheidungen über die optimalen Maßnahmen zur Verbesserung des Wohlbefindens von Kindern und Erwachsenen zu treffen. Denn die Übertragungsdynamik ändere sich im Laufe der Zeit und hänge von den Eigenschaften des Kontakts, des anfälligen und infizierten Wirts, des Virus und der Umgebung ab.

Komplikationen (MIS-C)

Obwohl Komplikationen im Zuge von COVID-19 bei Kindern selten auftreten, können sie im Einzelfall schwerwiegend sein. So hatten britische Pädiater Ende April erstmals über Kinder berichtet, die nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 an einer Multisystem-Entzündung erkrankten, die einem Kawasaki-Syndrom ähnelt, welches auf Empfehlung der WHO inzwischen als „multisystem inflammatory syndrome in children“ (MIS-C) bezeichnet wird.

Später berichtete Elizabeth Dufort von der New Yorker Gesundheitsbehörde über 191 MIS-C-Fälle, Daten von weiteren 186 Patienten lieferte Adrienne Randolph vom Boston Children’s Hospital. Danach tritt MIS-C 2-4 Wochen nach der Infektion mit SARS-CoV-2 auf. Dufort gibt die Inzidenz mit 2 auf 100 000 Personen unter 21 Jahre an – bei einer Häufigkeit von COVID-19 in der gleichen Altersgruppe in New York von 322 auf 100 000. Von den wenigen Kindern und Jugendlichen, die nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 klinisch auffällig werden, erkranken demnach weniger als 1 %. Es gibt allerdings auch Fälle, bei denen erst die Diagnose von MIS-C auf eine frühere asymptomatische Infektion mit SARS-CoV-2 hinweist.

Bei allen Patienten beginnt die Erkrankung mit hohem Fieber über mindestens 24 Stunden, meist aber über mehr als 5 Tage. Während dieser Zeit entwickelten 97 % der Patienten eine Tachykardie, 80 % hatten gastrointestinale Symptome, 60 % einen Hautausschlag, 56 % konjunktivale Injektionen und 27 % Schleimhautveränderungen. Die Laboruntersuchungen zeigten bei 100 % ein erhöhtes C-reaktives Protein, 91 % hatten erhöhte D-Dimer-Werte und 71 % einen Anstieg des Troponins.

Die meisten Kinder erkrankten schwer: 62 % benötigten Vasopressoren zur Stützung des Kreislaufs, 53 % hatten Anzeichen einer Myokarditis, 80 % wurden auf eine Intensivstation überwiesen, 2 Kinder starben. Die mittlere Kranken­haus­auf­enthaltsdauer betrug 6 Tage.

Randolph berichtet, dass bei 92 % der Kinder das Magen-Darm-System und bei 80 % das Herz-Kreislauf-System betroffen war. Bei 76 % gab es Veränderungen im Blutbild, 74 % hatten mukokutane und 70 % respiratorische Störungen. Die mediane Dauer des Kranken­haus­auf­enthaltes betrug in dieser Kohorte 7 Tage. Insgesamt 80 % der Patienten wurden auf Intensivstation behandelt, 20 % wurden mechanisch beatmet und bei 48 % musste der Kreislauf medikamentös gestützt werden. 4 Patienten starben.

Aneurysmen an der Koronararterie, eine gefürchtete Langzeitfolge des Kawasaki-Syndroms, wurden in beiden Gruppen bei fast jedem 10. Patienten dokumentiert. Die Patienten mit MIS-C sind in der Regel älter als beim klassischen Kawasaki-Syndrom, sie haben stärkere Entzündungszeichen und eine stärkere Schädigung des Herzmuskels (24).

Seit Kurzem häufen sich zudem Meldungen über neurologische Auffälligkeiten im Zusammenhang mit SARS-CoV-2. In einer kleinen retrospektiven Fallserie, die aktuell in JAMA Neurology veröffentlicht wurde, zeigten Kinder mit MIS-C neue neurologische Symptome im Zusammenhang mit Läsionen des Splenium des Corpus Collosum.

Die Fallserie umfasste 4 Kinder < 18 Jahre (von n = 27 mit MIS-C), die zwischen dem 1. März und dem 8. Mai in einem Kinderkrankenhaus in London mit einer später bestätigten SARS-CoV-2-Infektion vorgestellt wurden. Alle zeigten neue neurologische Symptome – einschließlich Enzephalopathie, Kopfschmerzen, Hirnstamm- und Kleinhirnsymptomen, Muskelschwäche und verminderten Reflexen.

Bei allen 4 Kindern war eine Intensivbehandlung erforderlich, um MIS-C zu behandeln. Das MRT des Gehirns ergab Signale im SCC aller Patienten. Der Liquor war bei den 2 Patienten, die lumbalpunktiert wurden, azellulär mit normalen Glukose- und Proteinspiegeln. Bei diesen Patienten beobachteten die Forscher auch negative Ergebnisse für oligoklonale Banden, Bakterienkulturen sowie virale und bakterielle PCR, einschließlich negativer Ergebnisse für SARS-CoV-2.

Negativ fielen die Testergebnisse für den N-Methyl-D-Aspartat-Rezeptor, das Myelin-Oligodendrozyten-Glykoprotein und den Aquaporin-4-Autoantikörper auf. Bei 3 Patienten wurde im EEG ein allgemein verlangsamter Grundrhythmus beobachtet.

Bei 3 Patienten, bei denen Nervenleitungsuntersuchungen sowie eine Elektromyografie durchgeführt wurden, wurden leichte myopathische und neuropathische Veränderungen beobachtet. Ebenfalls 3 Patienten wurden mit immunmodulatorischen Therapien behandelt gegen MIS-C behandelt. Kein Kind erhielt eine antivirale Therapie.

2 Patienten wurden nach einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 18 (Bereich 11–32) Tagen vollständig genesen aus dem Krankenhaus entlassen. Alle Patienten zeigten eine neurologische Besserung. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung waren die verbleibenden 2 Patienten von der Intensivstation entlassen worden und blieben in stationärer Behandlung. Beide Patienten waren zum Zeitpunkt der Datenveröffentlichung rollstuhlpflichtig, aber zeigten eine klinische Verbesserung.

Die Forscher empfehlen, dass Ärzte „SARS-CoV-2 zu ihrer Differenzialdiagnose für Kinder mit neuen neurologischen Symptomen hinzufügen sollten“, wobei weiterhin andere mögliche Ursachen in Betracht gezogen werden müssen (25).

Fazit

Es gibt derzeit keinen Standard für das Management von SARS-CoV-2-Infektionen bei Kindern. Weitere Untersuchungen werden benötigt, um altersspezifische Unterschiede der klinischen Merkmale von COVID-19-Erkrankungen sowie die Rolle der Kinder hinsichtlich der Infektionsübertragung bewerten zu können. Atypische und/oder nur milde Symptome können die COVID-19-Diagnose verzögern, was für das betroffene Kind letztlich zu ungünstigen Verläufen führen kann, für die Gesellschaft aber ein potenzielles Infektionsrisiko darstellt. Dr. med.Vera Zylka-Menhorn

Dustin Grunert

Literatur im Internet:
www.aerzteblatt.de/lit2920
oder über QR-Code.

1.
Wu Z, et al.: Characteristics of and Important Lessons From the Coronavirus Disease 2019 (COVID-19) Outbreak in China. JAMA 2020; 323 (13): 1239–42. doi: 10.1001/ja ma.2020.2648 CrossRef MEDLINE
2.
Novel Coronavirus Pneumonia Emergency Response Epidemiology T: [The epidemiological characteristics of an outbreak of 2019 novel coronavirus diseases (COVID-19) in China]. Zhonghua Liu Xing Bing Xue Za Zhi 2020, 41: 145–51.
doi: 10.3760/cma.j.issn.0254–6450.2020.02.003.
3.
Livingston E, at al.: Coronavirus Disease 2019 (COVID-19) in Italy. JAMA 2020; 323 (14): 1335. doi: 10.1001/jama.2020.4344 CrossRef MEDLINE
4.
Bielke S, et al.: Coronavirus Disease 2019 in Children – United States, February 12–April 2, 2020. MMWR 2020; 69 (14): 422–6 CrossRef MEDLINE PubMed Central
5.
Robert Koch-Institut: Täglicher Lagebericht des RKI zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) [COVID-19-Dashboard], Stand: 08. Juli 2020. https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/2020-07-08-de.pdf?__blob=publicationFile (last accessed on 8 July 2020).
6.
Götzinger F, Santiago-García B, et al.: COVID-19 in children and adolescents in Europe: a multinational, multicentre cohort study. Lancet Child Adolesc Health 2020. doi: 10.1016/S2352-4642(20)30177-2 20)30177-2">CrossRef
7.
DGPI und bvkj: SARS-CoV-2 und COVID-19 (Erkrankung an SARS-CoV-2) in der ambulanten Kinder- und Jugendmedizin. https://dgpi.de/sars-cov-2-und-covid-19-erkrankung-an-sars-cov-2-in-der-ambulanten-kinder-und-jugendmedizin/ (last accessed on 10 July 2020).
8.
DGPI: News-Archiv. https://dgpi.de/aktuelles/news-archiv/ (last accessed on 10 July 2020).
9.
DGPI: COVID-19 Survey-Update: KW27 – nur eine neue Aufnahmemeldung. https://dgpi.de/covid-19-survey-update-kw27/ (last accessed on 10 July 2020).
10.
Choi SH, Kim HW, Kam JM, et al.: Epidemiology and clinical features of coronavirus disease 2019 in children. CEP 2020; 63: 125–32. doi: 10.3345/cep.2020.00535 CrossRef MEDLINE PubMed Central
11.
Han YN, Feng ZW, Sun LN, et al.: A comparative-descriptive analysis of clinical characteristics in 2019-coronavirus-infected children and adults. J Med Virol 2020; 92: 1–7. doi: 10.1002/jmv.25835 CrossRef MEDLINE
12.
Wang D, Ju XL, Xie F, et al.: Clinical analysis of 31 cases of 2019 novel coronavirus infection in children from six provinces (autonomous region) of northern China. Zhonghua Er Ke Za Zhi 2020; 58: 269–74. doi:10.3760/cma.j.cn112140–20200225–00138.
13.
Streeck H, Schulte B, Kümmerer BM, et al.: Infection fatality rate of SARS-CoV-2 infection in a German community with a super-spreading event. doi: 10.1101/2020.05.04.20090076 CrossRef
14.
Wölfel R, Corman VM, Guggemos W, et al.: Virological assessment of hospitalized patients with COVID-2019. Nature 2020; 581 (7809): 465–9. doi: 10.1038/s41586–020–2196-x CrossRef MEDLINE
15.
L’Huillier AG, Torriani G, Pigny F, Kaiser L, Eckerle I: Shedding of infectious SARS-CoV-2 in symptomatic neonates, children and adolescents. medRxiv 2020. doi: 10.1101/2020.04.27.20076778 CrossRef
16.
Mithal LD, Machut KZ, Muller WJ, Kociolek LK: SARS-CoV-2 Infection in Infants Less than 90 Days Old. J Pediatr 2020. doi: 10.1016/j.jpeds.2020.06.047 CrossRef MEDLINE PubMed Central
17.
Jones TC, et al.: An analysis of SARS-CoV-2 viral load by patient age. 2020. https://zoonosen.charite.de/fileadmin/user_upload/microsites/m_cc05/virologie-ccm/dateien_upload/Weitere_Dateien/analysis-of-SARS-CoV-2-viral-load-by-patient-age.pdf (last accessed on 13 July 2020) CrossRef
18.
Danis K, Epaulard O, Bénet T, et al.: Cluster of Coronavirus Disease (COVID-19) in the French Alps, 2020. Clin Infect Dis 2020; 69: ciaa424. https://doi.org/10.1093/cid/ciaa424 CrossRef MEDLINE PubMed Central
19.
Robert Koch-Institut: SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19). https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText5 (last accessed on 10 July 2020).
20.
Debatin KM, et al.: Prevalence of COVID-19 in children in Baden-Württemberg – Preliminary study report. https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/pressestelle/Kinderstudie/Prevalence_of_COVID-19_in_BaWu__.pdf (last accessed on 9 July 2020).
21.
Reisinger EC, et al.: Mütter-Screening in einem COVID-19-Niedrig-Pandemiegebiet: Bestimmung SARS-CoV-2-spezifischer Antikörper bei 401 Rostocker Müttern mittels ELISA und Immunfluoreszenz-Bestätigungstest. https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/pdf/10.1055/a-1197–4293.pdf (last accessed on 9. July 2020) CrossRef MEDLINE
22.
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf: C19.CHILD Hamburg: Ältere Kinder haben häufiger Antikörper gegen SARS-CoV-2. Pressemitteilung vom 19. Juni 2020. https://www.uke.de/allgemein/presse/pressemitteilungen/detailseite_95874.html (last accessed on 13 July 2020).
23.
Deutsches Ärzteblatt: Langzeitstudie zu Infektiosität und psychischer Gesundheit bei Kindern startet. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/COVID-19?s=bayern&n=1&nid=114423 (last accessed on 9 July 2020).
24.
Dufort E M, Koumans E H, Chow E J, et al.: Multisystem Inflammatory Syndrome in Children in New York State. NEJM 2020. https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2021756 CrossRef MEDLINE PubMed Central
25.
Abdel-Mannan O, Eyre M, Löbel U: Neurologic and Radiographic Findings Associated With COVID-19 Infection in Children. JAMA Neurol 2020. doi: 10.1001/jamaneurol. 2020.2687 CrossRef MEDLINE
Verteilung der COVID-19-Therapien bei Kindern (18. März bis 5. Juli 2020)
Grafik
Verteilung der COVID-19-Therapien bei Kindern (18. März bis 5. Juli 2020)
1.Wu Z, et al.: Characteristics of and Important Lessons From the Coronavirus Disease 2019 (COVID-19) Outbreak in China. JAMA 2020; 323 (13): 1239–42. doi: 10.1001/ja ma.2020.2648 CrossRef MEDLINE
2.Novel Coronavirus Pneumonia Emergency Response Epidemiology T: [The epidemiological characteristics of an outbreak of 2019 novel coronavirus diseases (COVID-19) in China]. Zhonghua Liu Xing Bing Xue Za Zhi 2020, 41: 145–51.
doi: 10.3760/cma.j.issn.0254–6450.2020.02.003.
3.Livingston E, at al.: Coronavirus Disease 2019 (COVID-19) in Italy. JAMA 2020; 323 (14): 1335. doi: 10.1001/jama.2020.4344 CrossRef MEDLINE
4.Bielke S, et al.: Coronavirus Disease 2019 in Children – United States, February 12–April 2, 2020. MMWR 2020; 69 (14): 422–6 CrossRef MEDLINE PubMed Central
5.Robert Koch-Institut: Täglicher Lagebericht des RKI zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) [COVID-19-Dashboard], Stand: 08. Juli 2020. https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/2020-07-08-de.pdf?__blob=publicationFile (last accessed on 8 July 2020).
6.Götzinger F, Santiago-García B, et al.: COVID-19 in children and adolescents in Europe: a multinational, multicentre cohort study. Lancet Child Adolesc Health 2020. doi: 10.1016/S2352-4642(20)30177-2 CrossRef
7.DGPI und bvkj: SARS-CoV-2 und COVID-19 (Erkrankung an SARS-CoV-2) in der ambulanten Kinder- und Jugendmedizin. https://dgpi.de/sars-cov-2-und-covid-19-erkrankung-an-sars-cov-2-in-der-ambulanten-kinder-und-jugendmedizin/ (last accessed on 10 July 2020).
8.DGPI: News-Archiv. https://dgpi.de/aktuelles/news-archiv/ (last accessed on 10 July 2020).
9.DGPI: COVID-19 Survey-Update: KW27 – nur eine neue Aufnahmemeldung. https://dgpi.de/covid-19-survey-update-kw27/ (last accessed on 10 July 2020).
10.Choi SH, Kim HW, Kam JM, et al.: Epidemiology and clinical features of coronavirus disease 2019 in children. CEP 2020; 63: 125–32. doi: 10.3345/cep.2020.00535 CrossRef MEDLINE PubMed Central
11.Han YN, Feng ZW, Sun LN, et al.: A comparative-descriptive analysis of clinical characteristics in 2019-coronavirus-infected children and adults. J Med Virol 2020; 92: 1–7. doi: 10.1002/jmv.25835 CrossRef MEDLINE
12.Wang D, Ju XL, Xie F, et al.: Clinical analysis of 31 cases of 2019 novel coronavirus infection in children from six provinces (autonomous region) of northern China. Zhonghua Er Ke Za Zhi 2020; 58: 269–74. doi:10.3760/cma.j.cn112140–20200225–00138.
13.Streeck H, Schulte B, Kümmerer BM, et al.: Infection fatality rate of SARS-CoV-2 infection in a German community with a super-spreading event. doi: 10.1101/2020.05.04.20090076 CrossRef
14.Wölfel R, Corman VM, Guggemos W, et al.: Virological assessment of hospitalized patients with COVID-2019. Nature 2020; 581 (7809): 465–9. doi: 10.1038/s41586–020–2196-x CrossRef MEDLINE
15.L’Huillier AG, Torriani G, Pigny F, Kaiser L, Eckerle I: Shedding of infectious SARS-CoV-2 in symptomatic neonates, children and adolescents. medRxiv 2020. doi: 10.1101/2020.04.27.20076778 CrossRef
16.Mithal LD, Machut KZ, Muller WJ, Kociolek LK: SARS-CoV-2 Infection in Infants Less than 90 Days Old. J Pediatr 2020. doi: 10.1016/j.jpeds.2020.06.047 CrossRef MEDLINE PubMed Central
17.Jones TC, et al.: An analysis of SARS-CoV-2 viral load by patient age. 2020. https://zoonosen.charite.de/fileadmin/user_upload/microsites/m_cc05/virologie-ccm/dateien_upload/Weitere_Dateien/analysis-of-SARS-CoV-2-viral-load-by-patient-age.pdf (last accessed on 13 July 2020) CrossRef
18.Danis K, Epaulard O, Bénet T, et al.: Cluster of Coronavirus Disease (COVID-19) in the French Alps, 2020. Clin Infect Dis 2020; 69: ciaa424. https://doi.org/10.1093/cid/ciaa424 CrossRef MEDLINE PubMed Central
19.Robert Koch-Institut: SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19). https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText5 (last accessed on 10 July 2020).
20.Debatin KM, et al.: Prevalence of COVID-19 in children in Baden-Württemberg – Preliminary study report. https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/pressestelle/Kinderstudie/Prevalence_of_COVID-19_in_BaWu__.pdf (last accessed on 9 July 2020).
21.Reisinger EC, et al.: Mütter-Screening in einem COVID-19-Niedrig-Pandemiegebiet: Bestimmung SARS-CoV-2-spezifischer Antikörper bei 401 Rostocker Müttern mittels ELISA und Immunfluoreszenz-Bestätigungstest. https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/pdf/10.1055/a-1197–4293.pdf (last accessed on 9. July 2020) CrossRef MEDLINE
22.Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf: C19.CHILD Hamburg: Ältere Kinder haben häufiger Antikörper gegen SARS-CoV-2. Pressemitteilung vom 19. Juni 2020. https://www.uke.de/allgemein/presse/pressemitteilungen/detailseite_95874.html (last accessed on 13 July 2020).
23.Deutsches Ärzteblatt: Langzeitstudie zu Infektiosität und psychischer Gesundheit bei Kindern startet. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/COVID-19?s=bayern&n=1&nid=114423 (last accessed on 9 July 2020).
24.Dufort E M, Koumans E H, Chow E J, et al.: Multisystem Inflammatory Syndrome in Children in New York State. NEJM 2020. https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2021756 CrossRef MEDLINE PubMed Central
25. Abdel-Mannan O, Eyre M, Löbel U: Neurologic and Radiographic Findings Associated With COVID-19 Infection in Children. JAMA Neurol 2020. doi: 10.1001/jamaneurol. 2020.2687 CrossRef MEDLINE

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote