ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2020Einfluss des Wochentags auf Morbidität und Mortalität nach Kolorektal- und Pankreaschirurgie
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hintergrund: Verschiedene Studien zeigen eine erhöhte postoperative Mortalität nach Operationen gegen Ende der Woche. Ob ein solcher „Wochentags-Effekt“ nach viszeral-onkologischen Eingriffen in Deutschland existiert, ist ungeklärt.

Methoden: Es wurden prospektiv erhobene Daten von Kolon-, Rektum- (2010–2017) und Pankreaskopfkarzinomresektionen (2014–2017) (n = 19 703) aus dem Studien-, Dokumentations- und Qualitätszentrum der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie in Abhängigkeit vom Wochentag der Operation analysiert. Primärer Endpunkt war die postoperative 30-Tage-Mortalität; sekundäre Endpunkte waren Komplikationen, Liegedauer und MTL30 (Mortalität/Transfer/Liegedauer innerhalb von 30 Tagen nach dem Indexeingriff).

Ergebnisse: Kolonkarzinomoperationen an einem Montag hatten ein höheres Tumorstadium (T4: 18,4 % versus 15,7 %, p < 0,001), eine erhöhte 30-Tage-Mortalität (3,5 % versus 2,3 %, p = 0,004) und häufiger einen positiven MTL30 (10,5 % versus 8,5 %, p = 0,004). Nach Pankreaskopfresektionen zeigte sich eine erhöhte Mortalität für Patienten, die an einem Dienstag operiert wurden (6,2 % versus 3,8 %; p = 0,021). Für Rektumkarzinomoperationen blieb die postoperative Sterblichkeit ohne signifikanten Unterschied zwischen den Wochentagen. Multivariat waren die Kolonresektion an einem Montag (Odds Ratio [OR]: 1,45; 95-%-Konfidenzintervall: [1,11; 1,92], p = 0,008) und die Pankreaskopfresektion an einem Dienstag (OR: 1,88 [1,18; 2,91], p = 0,006) unabhängige Risikofaktoren für die postoperative Mortalität.

Schlussfolgerung: Die elektive Kolon- und Pankreaskopfkarzinomchirurgie ist zu Beginn der Woche mit einer leicht erhöhten postoperativen Mortalität assoziiert. Auf die Ergebnisse der Rektumoperation hat der Wochentag keinen Einfluss.

LNSLNS

Ob und inwiefern das Ergebnis elektiver Viszeralchirurgie durch den Wochentag, an dem die Operation stattfindet, beeinflusst wird, unterliegt einer kontroversen Debatte. Eine Reihe von retrospektiven Studien zeigen ein schlechteres Outcome nach Operationen gegen Ende der Woche (1, 2, 3, 4). Diese Beobachtungen stammen nicht aus dem deutschen Gesundheitssystem und zeigen eine deutliche Heterogenität in Bezug auf die Akut- und Krankenhausversorgung, was ihre Vergleichbarkeit und speziell Übertragbarkeit deutlich einschränkt (5, 6).

Das deutsche Studien-, Dokumentations- und Qualitätszentrum (StuDoQ) wurde 2010 von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) zur Qualitätssicherung und Identifikation von Risikofaktoren bei Operationen in Abhängigkeit der zugrundeliegenden Erkrankung initiiert. Ziel dieser Arbeit war es, anhand der StuDoQ-Daten zu überprüfen, ob der Wochentag, an dem onkologische Kolon-, Rektum- oder Pankreaskopfresektionen durchgeführt wurden, die postoperative Mortalität und Morbidität beeinflusste. Es handelt sich hierbei um repräsentative und standardisierte viszeral-onkologische Eingriffe mit einer hohen Fallzahl pro Entität in Deutschland (7).

Methoden

Datenquelle

Die Patientendaten wurden aus dem StuDoQ (www.dgav.de/studoq; www.en.studoq.de) bezogen; dieses prospektive Register enthält anonymisierte Daten von Patienten mit einer Erkrankung an Kolon, Rektum oder Pankreas, die in deutschen Krankenhäusern behandelt wurden. Die Daten werden von den teilnehmenden Kliniken (150 für Kolon und Rektum, 70 für Pankreas) in pseudonymisierter Form eingegeben und automatischen Plausibilitätskontrollen unterzogen. Die Teilnahme der Kliniken an den Registern ist freiwillig. Die Kliniken erhalten anhand der Daten einen spezifischen Qualitätsbericht über ihre Versorgung im Vergleich zu den anderen in das Register eingebenden Kliniken. Die Eingabe in das Register ist Voraussetzung für den Zertifizierungsprozess der jeweiligen Klinik durch die DGAV. Eine Validierung durch Gegenprobe mit institutionellen medizinischen Kontrolldaten ist Teil des jährlichen Zertifizierungsprozesses. Die Publikationsrichtlinien wurden von der DGAV (www.dgav.de/studoq/datenschutzkonzept-und-publikationsrichtlinien.html) erstellt; das Datensicherheitskonzept wurde von der Gesellschaft der Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e. V. (www.tmf-ev.de) etabliert.

Studienpopulation

Alle Patienten, die im StuDoQ von 2010 bis 2017 unter kolorektale Chirurgie (n = 19 708) und von 2014 bis 2017 unter Pankreaschirurgie (n = 11 932) erfasst worden waren, wurden für einen möglichen Studieneinschluss herangezogen. Der Unterschied in den Einschlusszeiträumen ist auf den späteren Rekrutierungsstart des Pankreasregisters zurückzuführen. Eingeschlossen wurden Patienten mit der gesicherten Diagnose eines kolorektalen Karzinoms (KRK) und Patienten nach partieller Duodenopankreatektomie (Pylorus resezierend oder Pylorus erhaltend) aufgrund eines Adenokarzinoms des Pankreaskopfes. Ziel war es, ein homogenes Patientenkollektiv zu definieren, das deutschlandweit onkologische und standardisierte chirurgische Eingriffe erhält. Patienten mit simultaner Lebermetastasenresektion, endoskopischer Tumorresektion, fehlender Information über die durchgeführte Operation oder über die Lokalisation des Primarius wurden von der Studie ausgeschlossen. Ausgeschlossen wurden Patienten, die an einem Wochenende oder gesetzlichen Feiertag operiert wurden. Patienten, die einen Notfalleingriff unter der Woche erhalten hatten, wurden gesondert analysiert. Dabei wurden die Patienten von den registerspeisenden Kliniken im Rahmen der Eingabe als Notfall deklariert (Grafik). Details zu den erhobenen Parametern finden sich im eKasten.

Statistische Analyse und Studienendpunkte

Der Einfluss des Operationstages wurde in einem dreistufigen Ansatz und aufgrund der bekannten Unterschiede bei Patientencharakteristika und operationsassoziierten Risikofaktoren separat für Kolon-, Rektum- und Pankreaskopfresektionen durchgeführt. Zuerst wurden die Patientencharakteristika und Zielparameter in Abhängigkeit vom Operationstag mit dem Chi-Quadrat-Test, dem t-Test oder der einfaktoriellen Varianzanalyse (one way ANOVA) verglichen. In einem zweiten Schritt wurden die Wochentage anhand der im ersten Schritt auffälligen Daten in zwei Kategorien, nämlich Montag versus Dienstag–Freitag oder Dienstag versus Montag und Mittwoch–Freitag geteilt und miteinander verglichen. Assoziationen zwischen dem Wochentag und den Zielparametern der Studien wurden hinsichtlich bekannter prognoserelevanter Co-Variablen in einer multivariaten logistischen Regression adjustiert.

Der primäre Studienendpunkt war die postoperative 30-Tages-Mortalität für onkologische kolorektale Resektionen und die postoperative Krankenhaussterblichkeit („in-house mortality“) für Pankreaskopfresektionen, da Letztere den komplikativen postoperativen Verlauf nach einer Pankreaskopfresektion besser erfasst. Sekundäre Endpunkte waren die Operationszeit, die Anzahl resezierter Lymphknoten, die Gesamtmorbidität und spezifische postoperative Komplikationen, die Kranken­haus­auf­enthaltsdauer und der MTL30-Status. Der MTL30 ist ein validierter Endpunkt, der die postoperative Mortalität, die Verlegung in ein Krankenhaus mit höherer Versorgungsstufe und den Kranken­haus­auf­enthalt über 30 Tage kombiniert (8). Weitere Details zur statistischen Analyse und zu den Studienendpunkten werden im eKasten aufgeführt.

Ergebnisse

Patientencharakteristika

17 204 Patienten mit der Diagnose eines kolorektalen Karzinoms (11 462 [66,6 %] Kolonresektionen, 5 742 [33,4 %] Rektumresektionen) und 2 499 Pankreaskopfresektionen bei Patienten mit Pankreaskarzinom (PK) wurden eingeschlossen. 56,1 % der Patienten mit KRK waren männlich, das mittlere Alter betrug 69,5 ± 11,8 Jahre, der durchschnittliche Body-Mass-Index (BMI) 26 ± 5 kg/m2. Patienten mit PK waren zu 54,0 % männlich, im Durchschnitt 68,8 ± 10,4 Jahre alt, der durchschnittliche BMI betrug 25,6 ± 4 kg/m2 (eTabelle 1).

Elektive Kolonresektionen

Bei Patienten mit einer Kolonresektion ließ sich ein statistisch signifikanter Unterschied in Abhängigkeit vom Operationstag für ein höheres Patientenalter (p = 0,047) und eine kürzere Operationszeit (p = 0,006) an einem Montag gegenüber dem Rest der Woche nachweisen. Es zeigte sich ein höheres T-Stadium (T4 18,4 % vs. 15,7 %, p < 0,001), eine höheres UICC-Stadium (p < 0,001) und eine höhere Rate an Patienten mit Fernmetastasierung (p = 0,008) an Montagen. Es bestand kein Unterschied im N- oder lokalen R-Status. (eTabelle 2).

Kolonresektionen, die an einem Montag durchgeführt wurden, resultierten in einer statistisch signifikant höheren Mortalitätsrate im Vergleich zu anderen Wochentagen (3,5 % versus 2,3 %, p = 0,004). Der MTL30-Status trat signifikant häufiger bei Patienten ein, die montags eine Kolonresektion erhalten hatten (10,5 % versus 8,5 %, p = 0,004). Die Gesamtmorbidität nach Kolonresektion zeigte keinen signifikanten Unterschied. Die Anzahl der Patienten mit weniger als zwölf resezierten Lymphknoten zeigte einen statistisch signifikanten Unterschied in Abhängigkeit vom Wochentag (p = 0,007), jedoch ohne Tendenz über den Verlauf der Woche (Tabelle 1).

Elektive Rektumresektionen

Für Patienten mit einer Rektumresektion zeigten sich statistisch signifikante Unterschiede in Abhängigkeit vom Tag der Operation bei präoperativer Pflegebedürftigkeit (p = 0,010), koronarer Herzerkrankung (KHK) (p = 0,002), metastasiertem Karzinom (p = 0,025), neoadjuvanter Behandlung (p < 0,001), Höhe des Rektumkarzinoms (p < 0,001) und Anastomosentechnik (p = 0,005). Es bestand kein Trend über die Woche. Ebenfalls kein Unterschied in Abhängigkeit vom Operationstag bestand in den pathologischen Befunden (eTabelle 3). Die postoperative 30-Tages-Mortalität, der MTL30-Status wie auch die Gesamtmorbidität zeigten keinen signifikanten Unterschied in Abhängigkeit vom Operationstag (Tabelle 1).

Elektive Pankreaskopfresektionen

Bei elektiven Pankreaskopfresektionen aufgrund eines PK zeigten sich statistisch signifikante Unterschiede in Abhängigkeit vom Operationstag für den BMI (p = 0,011) und einen präoperativen Verlust von mehr als 10 % des Körpergewichts (p = 0,004) an einem Dienstag gegenüber dem Rest der Woche. Es bestanden keine Unterschiede in den pathologischen Befunden und UICC-Stadien (eTabelle 4).

Patienten, die aufgrund eines PK eine elektive Pankreaskopfresektion erhalten hatten, wiesen in Abhängigkeit vom Wochentag eine statistisch signifikant unterschiedliche Krankenhaussterblichkeit auf (p = 0,031). Dabei war die postoperative Mortalität von Montag bis Mittwoch höher als am Donnerstag und Freitag (5,3 % versus 2,8 %). Im Vergleich eines einzelnen Tages gegenüber dem Rest der Woche zeigte sich ein statistisch signifikanter Unterschied in der postoperativen Mortalität zuungunsten des Dienstags (6,2 % versus 3,8 %; p = 0,021). Es bestanden keine Unterschiede in der postoperativen Komplikationsrate, bei spezifischen postoperativen Komplikationen oder der Liegedauer der Patienten. Der MTL30-Status zeigte keinen Unterschied im Vergleich der Wochentage untereinander (Tabelle 1).

Notfallresektionen kolorektaler Karzinome

Bei den Notfallresektionen kolorektaler Karzinome wiesen die montags operierten Patienten eine statistisch signifikant niedrigere Rate koronarer Herzkrankheiten (KHK) auf (15,1 % versus 21,3 %, p = 0,041); die Konversionsrate bei primär laparoskopisch begonnenem Eingriff war statistisch signifikant höher (8,5 % versus 6,8 %, p = 0,030) (eTabelle 5). Keine Unterschiede in Abhängigkeit der Operationstage zeigten sich bei der Tumorlokalisation, dem durchgeführten Eingriff, den pathologischen Befunden und im postoperativen Verlauf (eTabelle 6).

Multivariate Analyse

In einer multivariaten Regressionsanalyse ließ sich die elektive Kolonkarzinomresektion an einem Montag als unabhängiger Risikofaktor für die postoperative 30-Tages-Mortalität (Odds Ratio [OR]: 1,45; 95-%-Konfidenzintervall: [1,10; 1,90], p = 0,008) sowie für einen positiven MTL30 (OR: 1,23 [1,04; 1,44], p = 0,012) identifizieren. Weitere unabhängige Risikofaktoren für ein postoperatives Versterben innerhalb von 30 Tagen waren der ASA-Status (OR: 4,01 [3,23; 4,97], p < 0,001) und das UICC-Stadium (OR: 1,27 [1,12; 1,44], p < 0,001).

Unabhängiger Risikofaktor für die postoperative Mortalität beziehungsweise einen positiven MTL30 nach elektiver Rektumkarzinomresektion war der ASA-Status des Patienten (OR: 2,30 [1,5; 3,49], p < 0,001 und OR: 2,13 [1,82; 2,52], p < 0,001).

Für die postoperative Mortalität beziehungsweise einen positiven MTL30 nach Pankreaskopfresektion konnten folgende unabhängige Risikofaktoren identifiziert werden:

  • Patientenalter (OR: 1,05 [1,03; 1,07], p < 0,001 beziehungsweise OR: 1,03 [1,02; 1,05], p < 0,001)
  • vollständige präoperative Pflegebedürftigkeit des Patienten (OR: 16,6 [5,39; 48,5], p < 0,001 beziehungsweise OR: 23,4 [7,31; 103,9], p < 0,001) oder
  • partielle präoperative Pflegebedürftigkeit des Patienten (OR: 2,93 [1,45; 5,59], p = 0,002 beziehungsweise OR: 2,07 [1,28; 3,28], p = 0,002) und
  • Operationsdauer (OR: 1,01 [1,00; 1,01], p < 0,001 beziehungsweise OR: 1,00 [1,00; 1,01], p < 0,001).

Weiter war der präoperative BMI ein unabhängiger Risikofaktor für das Eintreten des MTL30 nach Pankreaskopfresektion (OR: 1,03 [1,01; 1,06], p = 0,018). Dienstag als Operationstag war ein unabhängiger Risikofaktor für die postoperative Mortalität (OR: 1,88 [1,18; 2,91], p = 0,006) (Tabelle 2).

Als unabhängige Risikofaktoren für die 30-Tages-Mortalität nach notfallmäßiger Resektion eines kolorektalen Karzinoms ließen sich das Alter des Patienten (OR: 1,04 [1,005; 1,07], p = 0,02) und der ASA-Status (OR: 4,1 [2,68; 6,14], p < 0,001) identifizieren. Risikofaktoren für einen positiven MTL30 waren der ASA-Status des Patienten (OR: 2,29 [1,81; 2,89], p < 0,001) und das Vorliegen einer KHK (OR: 1,58 [1,09; 2,27], p = 0,014) (eTabelle 7).

Diskussion

In der vorliegenden Studie konnten wir anhand prospektiver Registerdaten eine erhöhte postoperative Mortalität nach elektiver onkologischer Kolon- und Pankreaskopfresektion zu Beginn der Woche nachweisen. Dabei konnte für die Kolonresektion die Operation an einem Montag und für die Pankreaskopfresektion die Operation an einem Dienstag als unabhängiger Risikofaktor für ein postoperatives Versterben identifiziert werden. Auf den postoperativen Verlauf nach elektiven Rektumkarzinomresektionen oder notfallmäßigen kolorektalen Resektionen hatte der Wochentag keinen Einfluss. Es besteht somit ein „Wochentags-Effekt“ in Teilbereichen der in Deutschland durchgeführten elektiven onkologischen Viszeralchirurgie.

Im Gegensatz zu bisher publizierten Studien zu diesem Thema (1, 2, 3, 4) zeigt diese Studie ein gesteigertes Risiko für ein postoperatives Versterben während des Kranken­haus­auf­enthalts für Operationen gegen Anfang anstatt gegen Ende der Woche. Vorherige Studien beschreiben bei onkologischen Resektionen in der zweiten Wochenhälfte nicht nur eine Erhöhung der unmittelbaren postoperativen Mortalität, sondern auch ein reduziertes Langzeitüberleben der Patienten (2, 9, 10). Dieser Einfluss ist allerdings nicht konsistent in der Literatur (11, 12, 13), was die Identifikation möglicher Ursachen deutlich erschwert. Im Hinblick auf kolorektale Resektionen scheint die erhöhte postoperative Mortalität von Patienten, die an einem Freitag operiert wurden, durch eine Patientenselektion und nicht durch unterschiedliche Krankenhausfaktoren erklärbar (14). In einer aktuellen niederländischen Studie war nach Risikoadjustierung kein Einfluss des Wochentags auf die Ergebnisse elektiver kolorektaler Chirurgie nachweisbar (15). Auch bei Patienten, die im Rahmen einer kolorektalen Operation nach dem ERAS-Protokoll (ERAS, „early recovery after surgery“) behandelt wurden, zeigte sich kein Unterschied in der postoperativen Mortalität sowie der Krankenaufenthaltsdauer in Abhängigkeit vom Wochentag der Operation (16). Des Weiteren konnte, zumindest für onkologische Ösophagus- oder Magenresektionen, kein Unterschied in der chirurgischen Qualität in Abhängigkeit vom Wochentag gezeigt werden (11, 12, 13). Eine der bisherigen Hypothese für das schlechtere Outcome gegen Ende der Woche war, dass die ersten 48 Stunden postoperativer Überwachung und Pflege die kritische und prognosebestimmende Zeitspanne für den hospitalisierten Patienten darstellen (4, 5, 17). Diese Hypothese wurde 2011 durch eine Klinikumfrage in Großbritannien, nach der weniger als die Hälfte viszeralchirurgisch versorgter und postoperativ verstorbener Patienten eine akzeptable medizinische Versorgung am Wochenende erhalten hatten, unterstützt (18). In der hier vorgelegten Studie scheinen Patienten nach der komplikationsträchtigen Pankreaskopfresektion, die im deutschlandweiten Durchschnitt mit einer postoperativen Mortalitätsrate von 7,7 % verbunden ist (19), bei einer Operation unmittelbar vor dem Wochenende über das Wochenende gut betreut worden zu sein.

Prognoserelevante Komplikationen, wie die Anastomoseninsuffizienz nach kolorektaler Chirurgie, entstehen meist zeitlich verzögert (20, 21, 22, 23, 24). Sparreboom et al. bestimmten in einer großen Registerstudie die Zeitspanne zwischen kolorektaler Chirurgie und einer Anastomoseninsuffizienz im Median mit sechs Tagen (25). Es besteht somit die Möglichkeit, dass die Versorgung der mortalitätsrelevanten Komplikationen bei einer Operation zu Beginn der Woche auf das darauf folgende Wochenende fällt. Dies würde die Tatsache erklären, dass trotz gleicher Komplikationsrate die Mortalität nach Operationen zu Beginn der Woche erhöht ist. Dieser „failure to rescue“ ist sowohl für das Kolon- und Rektumkarzinom als auch für die Pankreaskopfresektion in Abhängigkeit der jährlichen Fallzahl pro Krankenhaus in Deutschland bereits publiziert (26, 27, 28). Diese Arbeit liefert nun Anhaltspunkte für eine Konzentration des „failure to rescue“ für die onkologischen Kolon- und Pankreaskopfresektionen über das Wochenende. Damit wäre die strukturelle (apparative und personelle) Ausstattung der Krankenhäuser außerhalb der Regelarbeitszeit entscheidend für die Versorgung der Patienten. Allerdings wirken sich diese Faktoren nicht auf die Ergebnisse der Notfallresektionen kolorektaler Karzinome unter der Woche aus, was an der insgesamt geringen Fallzahl liegen kann. Die Daten des StuDoQ-Registers lassen keinen Rückschluss auf die einspeisende Klinik zu, sodass diese Hypothese anhand der vorliegenden Daten nicht bewiesen werden kann. Die Tatsache, dass Patienten nach Rektumresektionen keinen „Wochentags-Effekt“ zeigen, kann damit zusammenhängen, dass 63,4 % der Patienten mit einer Rektumresektion ein protektives Stoma erhielten, sodass die Entwicklung einer Anastomoseninsuffizienz während des Wochenendes möglicherweise ohne Einfluss auf die Mortalität blieb (29).

Interessanterweise beschreibt Ruiz et al. in der „Global Comparator Study“ eine relative Risikoreduktion der postoperativen 30-Tages-Mortalität bei Patienten, die an einem Dienstag in einem englischen oder niederländischen Krankenhaus operiert wurden, gegenüber Patienten, die an einem Montag in den USA elektiv operiert wurden (5). Dieser Effekt ist jedoch in den einzelnen Länder nicht nachvollziehbar, und das Risiko für ein postoperatives Versterben steigt mit dem Operationstag über den Verlauf der Woche an (5). Die postoperative Mortalitätsrate nach Rektumkarzinomresektionen in Abhängigkeit vom Operationstag stieg in dieser Studie ebenfalls über den Verlauf der Woche an, blieb aber ohne statistisch signifikanten Unterschied und im internationalen Vergleich sehr niedrig (30, 31, 32). Auffällig sind die freitags deutlich reduzierten Operationszahlen in Studien, die eine erhöhte postoperative Mortalität nach Operation an diesem Tag beschreiben. Dies suggeriert eine andere Arbeitsplanung an diesem Tag (2, 5, 14). In unsere Analyse war die Zahl der Eingriffe bei Kolonkarzinom oder bei Pankreaskarzinom gleichmäßig über die Woche verteilt. Dagegen wurde die Mehrzahl der Patienten mit einem Rektumkarzinom Dienstag bis Donnerstag operiert, was auf eine andere Planung dieser Eingriffe gegenüber den Kolonresektionen schließen lässt.

Eine Limitation der Studie liegt in der Tatsache, dass die registerspeisenden Kliniken mit ihrer Dateneingabe meist eine Zertifizierung durch die DGAV anstreben. Damit bilden diese Daten nicht den bundesweiten Durchschnitt, sondern die Ergebnisse von Kliniken mit einem nachweislich hohen Versorgungsstandard ab. So ist die Mortalität nach Kolon- und Pankreaskopfresektionen in dieser Studie deutlich niedriger als in deutschlandweiten Analysen (19, 26, 27). Die Verwendung von jährlich validierten und prospektiv akquirierten klinischen Daten stellt wiederum eine deutliche Stärke gegenüber Studien mit größeren Patientenzahlen, aber administrativ gewonnenen Daten dar – insbesondere bei der Feststellung unabhängiger Faktoren im Rahmen der Risikoadjustierung. Zudem haben wir eine strenge Definition der separat analysierten Patientenkollektive vorgenommen, um den unterschiedlichen Patientencharakteristika, postoperativen Komplikationsrisiken und klinischen Resultaten Rechnung zu tragen. Durch die getrennte Auswertung liefert diese Studie eine besonders akkurate Darstellung des Wochentags-Effekts, der bei der elektiven Rektumkarzinomchirurgie nicht vorzufinden ist.

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 31. 10. 2019, revidierte Fassung angenommen: 7. 5. 2020

Anschrift für die Verfasser
PD Dr. med. Armin Wiegering
Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Transplantations-,
Gefäß- und Kinderchirurgie
Universitätsklinikum Würzburg
Oberdürrbacher Str. 6, 97080 Würzburg
wiegering_a@ukw.de

Zitierweise
Anger F, Wellner U, Klinger C, Lichthardt S, Haubitz I, Löb S, Keck T,
Germer CT, Buhr HJ, Wiegering A: The effect of day of the week on morbidity and mortality from colorectal and pancreatic surgery—an analysis from the German StuDoQ register. Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 521–7. DOI: 10.3238/arztebl.2020.0521

1.
Zare MM, Itani KM, Schifftner TL, Henderson WG, Khuri SF: Mortality after nonemergent major surgery performed on Friday versus Monday through Wednesday. Ann Surg 2007; 246: 866–74 CrossRef MEDLINE
2.
Lagergren J, Mattsson F, Lagergren P: Weekday of cancer surgery in relation to prognosis. Br J Surg 2017; 104: 1735–43 CrossRef MEDLINE
3.
Smith SA, Yamamoto JM, Roberts DJ, et al: Weekend surgical care and postoperative mortality: a systematic review and meta-analysis of cohort studies. Med Care 2018; 56: 121–9 CrossRef MEDLINE PubMed Central
4.
Aylin P, Alexandrescu R, Jen MH, Mayer EK, Bottle A: Day of week of procedure and 30 day mortality for elective surgery: retrospective analysis of hospital episode statistics. BMJ 2013; 346: f2424 CrossRef MEDLINE PubMed Central
5.
Ruiz M, Bottle A, Aylin PP: The Global Comparators project: international comparison of 30-day in-hospital mortality by day of the week. BMJ Qual Saf 2015; 24: 492–504 CrossRef MEDLINE PubMed Central
6.
Lilford RJ, Chen YF: The ubiquitous weekend effect: moving past proving it exists to clarifying what causes it. BMJ Qual Saf 2015; 24: 480–2 CrossRef MEDLINE
7.
Baum P, Diers J, Lichthardt S, et al.: Mortality and complications following visceral surgery – a nationwide analysis based on the diagnostic categories used in German hospital invoicing data. Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 739–46 VOLLTEXT
8.
Wiegering A, Wellner U, Seyfried F, et al: MTL30 as surrogate parameter for quality of surgically treated diseases: establishment based on the StuDoQ register of the German Society for General and Visceral Surgery. Chirurg 2017; 88: 977–82 CrossRef MEDLINE
9.
Lagergren J, Mattsson F, Lagergren P: Weekday of esophageal cancer surgery and its relation to prognosis. Ann Surg 2016; 263: 1133–7 CrossRef MEDLINE
10.
Li R, Leng AM, Liu T, et al: Weekday of surgery affects postoperative complications and long-term survival of Chinese gastric cancer patients after curative gastrectomy. Biomed Res Int 2017; 2017: 5090534 CrossRef MEDLINE PubMed Central
11.
Visser E, van Rossum PSN, Verhoeven RHA, Ruurda JP, van Hillegersberg R: Impact of weekday of esophagectomy on short-term and long-term oncological outcomes: a nationwide population-based cohort study in the Netherlands. Ann Surg 2017; 266: 76–81 CrossRef MEDLINE
12.
Visser E, Brenkman HJF, Verhoeven RHA, Ruurda JP, van Hillegersberg R: Weekday of gastrectomy for cancer in relation to mortality and oncological outcomes—
a Dutch population-based cohort study. Eur J Surg Oncol 2017; 43: 1862–8 CrossRef MEDLINE
13.
Berlth F, Messerle K, Plum PS, et al: Impact of the weekday of surgery on outcome in gastric cancer patients who underwent D2-gastrectomy. World J Surg 2018; 42: 1811–8 CrossRef MEDLINE
14.
Vohra RS, Pinkney T, Evison F, et al: Influence of day of surgery on mortality following elective colorectal resections. Br J Surg 2015; 102: 1272–7 CrossRef MEDLINE
15.
Huijts DD, Guicherit OR, Dekker JWT, et al: Do outcomes in elective colon and rectal cancer surgery differ by weekday? An observational study using data from the Dutch ColoRectal Audit. J Natl Compr Canc Netw 2019; 17: 821–8 CrossRef MEDLINE
16.
Romain B, Grass F, Addor V, Demartines N, Hubner M: Impact of weekday surgery on application of enhanced recovery pathway: a retrospective cohort study. BMJ Open 2016; 6: e011067 CrossRef MEDLINE PubMed Central
17.
Cavaliere F, Conti G, Costa R, Masieri S, Antonelli M, Proietti R: Intensive care after elective surgery: a survey on 30-day postoperative mortality and morbidity. Minerva Anestesiol 2008; 74: 459–68.
18.
Cain D, Ackland G: Knowing the risk? NCEPOD 2011: a wake-up call for perioperative practice. Br J Hosp Med (Lond) 2012; 73: 262–4 CrossRef MEDLINE
19.
Nimptsch U, Krautz C, Weber GF, Mansky T, Grutzmann R: Nationwide in-hospital mortality following pancreatic surgery in Germany is higher than anticipated. Ann Surg 2016; 264: 1082–90 CrossRef MEDLINE
20.
Choi SH, Moon HJ, Heo JS, Joh JW, Kim YI: Delayed hemorrhage after pancreaticoduodenectomy. J Am Coll Surg 2004; 199: 186–91 CrossRef MEDLINE
21.
Wente MN, Veit JA, Bassi C, et al: Postpancreatectomy hemorrhage (PPH): an International Study Group of Pancreatic Surgery (ISGPS) definition. Surgery 2007; 142: 20–5 CrossRef MEDLINE
22.
Schafer M, Heinrich S, Pfammatter T, Clavien PA: Management of delayed major visceral arterial bleeding after pancreatic surgery. HPB (Oxford) 2011; 13: 132–8 CrossRef MEDLINE PubMed Central
23.
Hyman N, Manchester TL, Osler T, Burns B, Cataldo PA: Anastomotic leaks after intestinal anastomosis: it‘s later than you think. Ann Surg 2007; 245: 254–8 CrossRef MEDLINE PubMed Central
24.
Park JS, Huh JW, Park YA, et al: Risk factors of anastomotic leakage and long-term survival after colorectal surgery. Medicine (Baltimore) 2016; 95: e2890 CrossRef MEDLINE PubMed Central
25.
Sparreboom CL, van Groningen JT, Lingsma HF, et al: Different risk factors for early and late colorectal anastomotic leakage in a nationwide audit. Dis Colon Rectum 2018; 61: 1258–66 CrossRef MEDLINE
26.
Diers J, Wagner J, Baum P, et al: Nationwide in-hospital mortality following colonic cancer resection according to hospital volume in Germany. BJS Open 2019; 3: 672–7 CrossRef MEDLINE PubMed Central
27.
Diers J, Wagner J, Baum P, et al: Nationwide in-hospital mortality rate following rectal resection for rectal cancer according to annual hospital volume in Germany. BJS Open 2020; 4: 310–9 CrossRef MEDLINE PubMed Central
28.
Krautz C, Nimptsch U, Weber GF, Mansky T, Grutzmann R: Effect of hospital volume on in-hospital morbidity and mortality following pancreatic surgery in Germany. Ann Surg 2018; 267: 411–7 CrossRef MEDLINE
29.
Matthiessen P, Hallbook O, Rutegard J, Simert G, Sjodahl R: Defunctioning stoma reduces symptomatic anastomotic leakage after low anterior resection of the rectum for cancer: a randomized multicenter trial. Ann Surg 2007; 246: 207–14 CrossRef MEDLINE PubMed Central
30.
Rutegard M, Haapamaki M, Matthiessen P, Rutegard J: Early postoperative mortality after surgery for rectal cancer in Sweden, 2000–2011. Colorectal Dis 2014; 16: 426–32 CrossRef MEDLINE
31.
Sheetz KH, Chhabra KR, Smith ME, Dimick JB, Nathan H: Association of discretionary hospital volume standards for high-risk cancer surgery with patient outcomes and access, 2005–2016. JAMA Surg 2019; 154: 1005–12 CrossRef MEDLINE
32.
Youl P, Philpot S, Theile DE: Outcomes after rectal cancer surgery: a population-based study using quality indicators. J Healthc Qual 2019; 41: e90–e100 CrossRef MEDLINE
Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Transplantations-, Gefäß- und Kinderchirurgie,
Zentrum für operative Medizin, Universitätsklinikum Würzburg:
Dr. med. Friedrich Anger, Dr. med. Sven Lichthardt, Dr. rer. nat. Imme Haubitz, Dr. med. Stefan Löb, Prof. Dr. med. Christoph-Thomas Germer, PD Dr. med. Armin Wiegering
Klinik für Chirurgie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck:
PD Dr. med. Ulrich Wellner, Prof. Dr. med. Tobias Keck
Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV), Berlin:
Carsten Klinger, Prof. Dr. med. Heinz Johannes Buhr
Comprehensive Cancer Center Mainfranken, Universitätsklinikum Würzburg:
Prof. Dr. med. Christoph-Thomas Germer, PD Dr. med. Armin Wiegering
Institut für
Biochemie und Molekularbiologie I, Julius-Maximilians-Universität Würzburg: PD Dr. med. Armin Wiegering
1.Zare MM, Itani KM, Schifftner TL, Henderson WG, Khuri SF: Mortality after nonemergent major surgery performed on Friday versus Monday through Wednesday. Ann Surg 2007; 246: 866–74 CrossRef MEDLINE
2.Lagergren J, Mattsson F, Lagergren P: Weekday of cancer surgery in relation to prognosis. Br J Surg 2017; 104: 1735–43 CrossRef MEDLINE
3.Smith SA, Yamamoto JM, Roberts DJ, et al: Weekend surgical care and postoperative mortality: a systematic review and meta-analysis of cohort studies. Med Care 2018; 56: 121–9 CrossRef MEDLINE PubMed Central
4.Aylin P, Alexandrescu R, Jen MH, Mayer EK, Bottle A: Day of week of procedure and 30 day mortality for elective surgery: retrospective analysis of hospital episode statistics. BMJ 2013; 346: f2424 CrossRef MEDLINE PubMed Central
5.Ruiz M, Bottle A, Aylin PP: The Global Comparators project: international comparison of 30-day in-hospital mortality by day of the week. BMJ Qual Saf 2015; 24: 492–504 CrossRef MEDLINE PubMed Central
6.Lilford RJ, Chen YF: The ubiquitous weekend effect: moving past proving it exists to clarifying what causes it. BMJ Qual Saf 2015; 24: 480–2 CrossRef MEDLINE
7.Baum P, Diers J, Lichthardt S, et al.: Mortality and complications following visceral surgery – a nationwide analysis based on the diagnostic categories used in German hospital invoicing data. Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 739–46 VOLLTEXT
8.Wiegering A, Wellner U, Seyfried F, et al: MTL30 as surrogate parameter for quality of surgically treated diseases: establishment based on the StuDoQ register of the German Society for General and Visceral Surgery. Chirurg 2017; 88: 977–82 CrossRef MEDLINE
9.Lagergren J, Mattsson F, Lagergren P: Weekday of esophageal cancer surgery and its relation to prognosis. Ann Surg 2016; 263: 1133–7 CrossRef MEDLINE
10.Li R, Leng AM, Liu T, et al: Weekday of surgery affects postoperative complications and long-term survival of Chinese gastric cancer patients after curative gastrectomy. Biomed Res Int 2017; 2017: 5090534 CrossRef MEDLINE PubMed Central
11.Visser E, van Rossum PSN, Verhoeven RHA, Ruurda JP, van Hillegersberg R: Impact of weekday of esophagectomy on short-term and long-term oncological outcomes: a nationwide population-based cohort study in the Netherlands. Ann Surg 2017; 266: 76–81 CrossRef MEDLINE
12.Visser E, Brenkman HJF, Verhoeven RHA, Ruurda JP, van Hillegersberg R: Weekday of gastrectomy for cancer in relation to mortality and oncological outcomes—
a Dutch population-based cohort study. Eur J Surg Oncol 2017; 43: 1862–8 CrossRef MEDLINE
13.Berlth F, Messerle K, Plum PS, et al: Impact of the weekday of surgery on outcome in gastric cancer patients who underwent D2-gastrectomy. World J Surg 2018; 42: 1811–8 CrossRef MEDLINE
14.Vohra RS, Pinkney T, Evison F, et al: Influence of day of surgery on mortality following elective colorectal resections. Br J Surg 2015; 102: 1272–7 CrossRef MEDLINE
15.Huijts DD, Guicherit OR, Dekker JWT, et al: Do outcomes in elective colon and rectal cancer surgery differ by weekday? An observational study using data from the Dutch ColoRectal Audit. J Natl Compr Canc Netw 2019; 17: 821–8 CrossRef MEDLINE
16.Romain B, Grass F, Addor V, Demartines N, Hubner M: Impact of weekday surgery on application of enhanced recovery pathway: a retrospective cohort study. BMJ Open 2016; 6: e011067 CrossRef MEDLINE PubMed Central
17.Cavaliere F, Conti G, Costa R, Masieri S, Antonelli M, Proietti R: Intensive care after elective surgery: a survey on 30-day postoperative mortality and morbidity. Minerva Anestesiol 2008; 74: 459–68.
18.Cain D, Ackland G: Knowing the risk? NCEPOD 2011: a wake-up call for perioperative practice. Br J Hosp Med (Lond) 2012; 73: 262–4 CrossRef MEDLINE
19.Nimptsch U, Krautz C, Weber GF, Mansky T, Grutzmann R: Nationwide in-hospital mortality following pancreatic surgery in Germany is higher than anticipated. Ann Surg 2016; 264: 1082–90 CrossRef MEDLINE
20.Choi SH, Moon HJ, Heo JS, Joh JW, Kim YI: Delayed hemorrhage after pancreaticoduodenectomy. J Am Coll Surg 2004; 199: 186–91 CrossRef MEDLINE
21.Wente MN, Veit JA, Bassi C, et al: Postpancreatectomy hemorrhage (PPH): an International Study Group of Pancreatic Surgery (ISGPS) definition. Surgery 2007; 142: 20–5 CrossRef MEDLINE
22.Schafer M, Heinrich S, Pfammatter T, Clavien PA: Management of delayed major visceral arterial bleeding after pancreatic surgery. HPB (Oxford) 2011; 13: 132–8 CrossRef MEDLINE PubMed Central
23.Hyman N, Manchester TL, Osler T, Burns B, Cataldo PA: Anastomotic leaks after intestinal anastomosis: it‘s later than you think. Ann Surg 2007; 245: 254–8 CrossRef MEDLINE PubMed Central
24.Park JS, Huh JW, Park YA, et al: Risk factors of anastomotic leakage and long-term survival after colorectal surgery. Medicine (Baltimore) 2016; 95: e2890 CrossRef MEDLINE PubMed Central
25.Sparreboom CL, van Groningen JT, Lingsma HF, et al: Different risk factors for early and late colorectal anastomotic leakage in a nationwide audit. Dis Colon Rectum 2018; 61: 1258–66 CrossRef MEDLINE
26.Diers J, Wagner J, Baum P, et al: Nationwide in-hospital mortality following colonic cancer resection according to hospital volume in Germany. BJS Open 2019; 3: 672–7 CrossRef MEDLINE PubMed Central
27.Diers J, Wagner J, Baum P, et al: Nationwide in-hospital mortality rate following rectal resection for rectal cancer according to annual hospital volume in Germany. BJS Open 2020; 4: 310–9 CrossRef MEDLINE PubMed Central
28.Krautz C, Nimptsch U, Weber GF, Mansky T, Grutzmann R: Effect of hospital volume on in-hospital morbidity and mortality following pancreatic surgery in Germany. Ann Surg 2018; 267: 411–7 CrossRef MEDLINE
29.Matthiessen P, Hallbook O, Rutegard J, Simert G, Sjodahl R: Defunctioning stoma reduces symptomatic anastomotic leakage after low anterior resection of the rectum for cancer: a randomized multicenter trial. Ann Surg 2007; 246: 207–14 CrossRef MEDLINE PubMed Central
30.Rutegard M, Haapamaki M, Matthiessen P, Rutegard J: Early postoperative mortality after surgery for rectal cancer in Sweden, 2000–2011. Colorectal Dis 2014; 16: 426–32 CrossRef MEDLINE
31.Sheetz KH, Chhabra KR, Smith ME, Dimick JB, Nathan H: Association of discretionary hospital volume standards for high-risk cancer surgery with patient outcomes and access, 2005–2016. JAMA Surg 2019; 154: 1005–12 CrossRef MEDLINE
32.Youl P, Philpot S, Theile DE: Outcomes after rectal cancer surgery: a population-based study using quality indicators. J Healthc Qual 2019; 41: e90–e100 CrossRef MEDLINE

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote