SUPPLEMENT: Perspektiven der Onkologie

Editorial

Dtsch Arztebl 2020; 117(33-34): [3]

Zylka-Menhorn, Vera

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Dr. med. Vera Zylka-Menhorn Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven
Dr. med. Vera Zylka-Menhorn
Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven

„Krebs ist nicht wie der Berliner Flughafen. Man kann die Behandlung nicht endlos aufschieben. Krebs ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland – je später die Erkrankung erkannt und behandelt wird, umso gefährlicher ist sie“, so reagierte Prof. Dr. Andrew Ullmann, FDP-Obmann im Gesundheitsausschuss, auf die Antwort der Bundesregierung zu einer Kleinen Anfrage bezüglich Krebstherapien und Krebsvorsorgeuntersuchungen während der COVID-19-Pandemie. Er kritisierte, dass man erst ab Januar 2023 wissen solle, wie viele Krebserkrankungen virusbedingt nicht entdeckt worden sind: „Wir müssen, so schnell es geht, Daten zur Behandlungssituation von Krebserkrankten beschaffen. Abrechnungsdaten, die man effizient zur Analyse nutzen könnte, liegen vor. Krebstodesfälle dürfen nicht zum tolerierten Kollateralschaden durch COVID-19 werden.“

Erste Daten zur COVID-19-assoziierten Sterblichkeit von onkologischen Patienten liefert das in Deutschland initiierte europäische Fallregister LEOSS. „Danach starben 23,5 % von 283 deutschen Krebspatienten mit COVID-19 an den Folgen der SARS-CoV-2-Infektion“, so Prof. Dr. med. Wörmann (DGHO), Erstautor eines Artikels in dieser Ausgabe der Perspektiven, in dem vorgestellt wird, wie die onkologischen Versorgungsstrukturen an die COVID-19-Pandemie angepasst wurden. Hierin spiegelt sich auch die Funktionsfähigkeit der Onkologie in Deutschland wider.

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