ArchivDeutsches Ärzteblatt33-34/2020Cornelia Prüfer-Storcks: Krisengeprüfte Gesundheitspolitikerin geht in Rente

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Cornelia Prüfer-Storcks: Krisengeprüfte Gesundheitspolitikerin geht in Rente

Beerheide, Rebecca

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Cornelia Prüfer-Storcks, Foto: Senat Hamburg/Bina Engel
Cornelia Prüfer-Storcks, Foto: Senat Hamburg/Bina Engel

Zu Beginn der Amtszeit 2011 eine Gesundheitskrise, zum Ende der Amtszeit 2020 eine Pandemie: Die langjährige Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) befindet sich im Ruhestand. Im Februar hatte sie mit der Ankündigung, nicht mehr für das Amt der Senatorin zur Verfügung zu stehen, überrascht. „Persönliche Gründe“, erklärte die 64-Jährige, die „selbstbestimmt aufhören“ und „nicht zu einem Rücktritt gedrängt“ werden wollte. Einige Tage danach gab es den ersten COVID-19-Fall in der Hansestadt – und die erfahrene Senatorin organisierte die ersten Monate der Krise. Seit Juni gehört ihr Themengebiet nun in das Ressort der Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD).

Prüfer-Storcks arbeitete seit 1988 in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen und war dort bis 2007 für Gesundheit und Gleichstellungspolitik zuständig. Zwischen 2007 und 2011 gehörte die gelernte Politikredakteurin dem Vorstand der AOK Rheinland/Hamburg an.

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Als sie zurück in die Politik wechselte, begann gerade der EHEC-Ausbruch. Damals stand sie in der Kritik, da sie spanische Gurken und Salate als Auslöser für den Ausbruch nannte. In den Jahren danach wurde sie zu einer der profiliertesten Gesundheitspolitikerinnen. Sie war lange die Sprecherin der SPD-geführten Länder bei Verhandlungen mit den jeweiligen Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­tern. Im Ruhestand freue sie sich darauf, nun wieder „die Souveränität über den eigenen Terminkalender zurückzuerobern.“ Rebecca Beerheide

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