ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2020Pflegeheime: Für Spahn braucht es keine Besuchsverbote mehr

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Pflegeheime: Für Spahn braucht es keine Besuchsverbote mehr

Osterloh, Falk

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat angekündigt, dass es im Rahmen der Coronapandemie keiner Besuchsverbote in Pflegeheimen mehr bedürfe. „Wir sehen heute, dass die Dinge in manchen Bereichen unter Kontrolle sind, wenn die AHA-Regeln eingehalten werden“, sagte Spahn. Die AHA-Regeln bestehen aus: Abstand halten, Hygieneregeln beachten und Alltagsmaske tragen. „Zu diesen Bereichen gehören auch die Pflegeheime und der Einzelhandel“, so der Minister. Zu den Bereichen, in denen die Risiken heute noch hoch seien, gehörten hingegen zum Beispiel Familienfeiern. Spahn betonte, dass man diese Erkenntnisse erst in den letzten Wochen und Monaten erlangt habe. „Die Maßnahmen, die wir im März mit dem damaligen Wissen getroffen haben, waren richtig“, sagte er. „Damit haben wir uns als Gesellschaft viel zugemutet. Doch die Maßnahmen waren notwendig, um uns und insbesondere die Schwächsten unter uns zu schützen.“ Dabei sei es nicht richtig, heute die Maßnahmen aus dem März mit dem Wissen aus dem September zu kritisieren. „Das Virus ist dynamisch und wir müssen es auch sein“, sagte Spahn. „Jeden Tag lernen wir besser, die Balance zu finden zwischen dem Infektionsschutz, der Sicherheit und unserem Alltag.“ Für den Herbst und den Winter sind Spahn zufolge für die Pflegeeinrichtungen Konzepte notwendig, wie mit dem Virus umgegangen werden kann. Damit und mit der Einhaltung der AHA-Regeln könne ein Eintrag des Virus in die Pflegeheime beschränkt werden. fos

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