ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2000Der kranke Arzt: Bedenkenswert

SPEKTRUM: Leserbriefe

Der kranke Arzt: Bedenkenswert

Dtsch Arztebl 2000; 97(10): A-576 / B-469 / C-441

Hien, Norbert M.

Zu dem Beitrag "Chance zum besseren Verständnis des Patienten" von Dr. med. Thomas Ripke in Heft 5/2000:
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LNSLNS Bei den Indianern Baja Californias galt, ein Arzt, der mehr als fünf Patienten pro Tag heilt, wird krank; man darf und kann einen Arzt nur beschenken, nicht bezahlen. Die Erfahrung des persönlichen Heilungsweges aus der eigenen, kulturbezogenen Erkrankung qualifiziert den Schamanen für sein "ärztliches" Tun an seinen Mitmenschen. Ihr kulturkranker Arzt "Dr. Schmidt" dagegen nimmt als moderner, leistungsbewusster "Macher" erst am Ende seiner Karriere wahr, dass der Schlüssel zur Heilung anderer die aus dem eigenen Scheitern geborene Empathie für seine Patienten gewesen wäre. Eigene, persönliche Erfahrung lässt sich nicht durch Selbsterfahrungsgruppen ersetzen. Können ausgepowerte, kranke Ärzte einer kranken Gesellschaft Heilung bringen?
Dr. med. Norbert M. Hien, Friedrichshafener Straße 11, 81243 München
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