ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2000Handbuch der unerwünschten Arzneimittelwirkungen

SPEKTRUM: Bücher

Handbuch der unerwünschten Arzneimittelwirkungen

Dtsch Arztebl 2000; 97(10): A-577 / B-470 / C-442

Munter, Karl-Heinz; Müller-Oerlinghausen, Bruno; Lasek, Rainer; Düppenbecker, Heribert

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Übersichtlich
Bruno Müller-Oerlinghausen, Rainer Lasek, Heribert Düppenbecker Karl-Heinz Munter (Hrsg.): Handbuch der unerwünschten Arzneimittelwirkungen. Urban & Fischer Verlag, München, Jena, 1999, XI, 753 Seiten, ca. 50 Abbildungen, Format 17 × 54 cm, gebunden, 198 DM
Bei rund fünf Prozent der medikamentös behandelten Patienten ist mit unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAWs) zu rechnen, fünf bis zehn Prozent aller Krankenhauseinweisungen werden durch UAWs verursacht. Vermutlich etwa die Hälfte der UAWs sind prinzipiell vermeidbar und beruhen häufig auf fehlerhafter Dosierung. Die Autoren dieses Handbuches haben die bisher mit den verschiedensten Erfassungssystemen bekannt gewordenen Erkenntnisse über Art und Häufigkeit von Arzneimittelrisiken in einer kritisch bewerteten, komprimierten Form zur Risikoabschätzung neu und umfassend verfügbar gemacht.
Das Buch wurde überwiegend von Mitgliedern und Mitarbeitern der Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) erarbeitet, womit die jahrzehntelange praktische Erfahrung der AkdÄ in der Erfassung und Bewertung von UAWs eingeht. Datengrundlage sind die weit mehr als 200 000 einzelnen UAWs, die dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und der AkdÄ in den Jahren 1990 bis Juni 1998 mitgeteilt wurden.
Die Kapitel sind streng systematisch aufgebaut und klar gegliedert. Der Index erlaubt sowohl die Suche nach Wirkstoffen als auch nach Präparatenamen. Der didaktisch hervorragend gestaltete Teil A bietet ausführliche Informationen zu einer risikoreduzierten Medikation. Mit dem umfassenden Suchindex wird man schnell und zielsicher fündig. Die Einzelkapitel bieten allen, die mit Arzneimittelrisiken zu tun haben, eine Fülle an Einzeldaten zu generalisierten und speziellen Störungen einzelner Systeme. Teil B dürfte für viele Praktiker und in der pharmazeutischen Industrie Tätige von zusätzlichem Interesse sein. Er beschreibt die Organisation zur Abwehr von Arzneimittelrisiken und befasst sich mit grundlegenden Problemen bei der Beschäftigung mit UAWs.
Das Handbuch richtet sich an alle Ärzte, Pharmakologen, Apotheker und auch an alle, die mit der UAW-RisikoErfassung, -Bewertung, -Dokumentation und -Weiterbildung in den Abteilungen für Arzneimittelsicherheit oder der medizinischen Information befasst sind. Es ist ein unentbehrliches, übersichtliches Nachschlagewerk zu Art und Häufigkeit von UAWs.
Claus Kori-Lindner, München
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