ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2000Zahnbehandlung für Obdachlose in Berlin

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Zahnbehandlung für Obdachlose in Berlin

Dtsch Arztebl 2000; 97(10): A-580 / B-473 / C-445

NiB

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LNSLNS BERLIN. Seit einiger Zeit werden Obdachlose in Berlin auch zahnärztlich versorgt. Am Bahnhof Lichtenberg, an der Weitlingstraße 11, behandeln die Zahnärztinnen Kirsten Falk und Ganna Koisman obdachlose Patienten ohne Honorar. Dort arbeiten auch zwei Ärzte für Allgemeinmedizin ehrenamtlich.
Betreut wird die Praxis wie die von Dr. med. Jenny De La Torre (siehe Bericht in DÄ 7/2000) am Ostbahnhof von der MUT Gesellschaft für Gesundheit. Diese gemeinnützige Tochtergesellschaft der Ärztekammer Berlin hatte 1994 zunächst ein Projekt zur "niederschwelligen medizinischen und sozialpflegerischen Betreuung Obdachloser" konzipiert. Danach ermöglichte "MUT" den Aufbau der beiden Obdachlosen-Praxen.
Anfangs hatte Kirsten Falk den Obdachlosen-Ärzten angeboten, Patienten in ihre Zahnarztpraxis zu schicken. Die Obdachlosen trauten sich aber nicht in die "normale" Sprechstunde. Deshalb unterstützte Kirsten Falk Mitarbeiter von "MUT" dabei, eine Zahnarztpraxis speziell für Obdachlose einzurichten. Sämtliche Instrumente, Geräte und Materialien werden gespendet. Ähnliche Angebote anderswo in Deutschland sind der Bundeszahnärztekammer nicht bekannt.
Wer die Arbeit von "MUT" unterstützen will, wendet sich an Angelika Patkovszki, Tel 0 30/29 33 02 45. NiB
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