ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2020Psyche und COVID-19: Einsatz für Pluralität im Diskurs
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Mit diesem Artikel erscheint nun zum ersten Mal ein Beitrag zur Thematisierung der seelischen Belastung der Bevölkerung durch die COVID-19-Pandemie mit sozialen Isolationsmaßnahmen und wirtschaftlichem „Lockdown“ im Ärzteblatt. Diese seelische Belastung (sie betrifft uns alle) mit all ihren Folgen war von Anfang an zu erwarten gewesen. Ich vermisse eine kritische Stellungnahme unserer entsprechenden Fachgesellschaften Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) gegenüber den Coronamaßnahmen der Bundesregierung. Konstruktive Vorschläge zum „Ausstieg“ gibt es seit Längerem (z. B. 2.0 Die Pandemie durch SARS-CoV-2/COVID-19 von Schrappe, Püschel, Glaeske et al.). Wir Ärzte haben, wie ich finde, in besonderem Maße die Möglichkeit und womöglich eine besondere Verantwortung, uns zu äußern und mitzuhelfen, Wege aus der Krise zu finden. Wir sollten die zu unterschiedlichen Aspekten bereits existierenden Initiativen vieler kritischer kompetenter Kollegen aus diversen Fachbereichen unter Mithilfe der verschiedenen Fachgesellschaften unterstützen.

Und wir sollten uns für eine sachliche, öffentlich sichtbare wissenschaftliche Diskussion mit entsprechend breiter valider Datenlage und wissenschaftlicher Meinungsvielfalt unter Einbeziehung vieler Sachkundiger für die Pluralität im politischen Diskurs einsetzen.

Dr. med. Astrid Bechtold, 97076 Würzburg

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