ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2020Botond Roska: Sehvermögen für Blinde

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Botond Roska: Sehvermögen für Blinde

Spielberg, Petra

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Botond Roska, Foto: picture alliance/dpa/Axel Heimken
Botond Roska, Foto: picture alliance/dpa/Axel Heimken

Der ungarische Arzt Prof. Dr. Botond Roska hat für seine bahnbrechenden Erkenntnisse in der Augenheilkunde den Körber-Preis, einen der höchstdotierten Forschungspreise der Welt, erhalten. Der Neurowissenschaftler vom Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research in Basel und vom Institute of Molecular and Clinical Ophthalmology (IOB) der Universität Basel gilt als führend auf dem Gebiet der Wiederherstellung verlorenen Sehvermögens.

Der 50-Jährige konnte mittels molekulargenetischer Methoden die Ursache verschiedener genetisch bedingter Formen von Erblindung aufklären. Ferner ist es ihm gelungen, einen Zelltyp im Auge so umzuprogrammieren, dass dieser die Funktion defekter Lichtrezeptoren übernehmen kann. Blinde Netzhäute können so wieder lichtempfindlich gemacht werden. Roska züchtete außerdem erstmals in der Petrischale eine vollständig künstliche Netzhaut, an der bestimmte Gentherapien getestet werden können.

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Der Ungar studierte zunächst Musikwissenschaften, bevor er zum Medizinstudium wechselte. Parallel dazu absolvierte er ein Studium der Mathematik. Nach einem Auslandsaufenthalt in Berkeley, Kalifornien, sowie an der Harvard University in Boston, Massachusetts, erhielt Roska 2005 am Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research eine eigene Forschungsgruppe. 2014 wurde er Professor an der Medizinischen Fakultät der Universität Basel. Seit 2017 leitet er als einer der beiden Gründungsdirektoren das Institut für molekulare und klinische Augenheilkunde IOB. Petra Spielberg

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