ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2020Gesundheit, sexuelle Aktivität und sexuelle Zufriedenheit

MEDIZIN: Originalarbeit

Gesundheit, sexuelle Aktivität und sexuelle Zufriedenheit

Ausgewählte Ergebnisse aus dem Survey „Gesundheit und Sexualität in Deutschland – GeSiD“

Health, sexual activity, and sexual satisfaction—selected results from the German Health and Sexuality Survey (GeSiD)

Dekker, Arne; Matthiesen, Silja; Cerwenka, Susanne; Otten, Mirja; Briken, Peer

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Hintergrund: Körperliche und psychische Erkrankungen können erhebliche Auswirkungen auf die sexuelle Aktivität und sexuelle Zufriedenheit von Menschen haben. Bislang fehlen für Deutschland jedoch bevölkerungsrepräsentativ erhobene Daten, auf deren Basis spezifische Zusammenhänge zwischen Sexualität und Gesundheit dargestellt werden können.

Methode: In der Studie „Gesundheit und Sexualität in Deutschland“ (GeSiD) wurden deutschlandweit 4 955 Männer und Frauen einer zweistufig geschichteten, randomisierten Einwohnermeldeamts-Stichprobe befragt. Die Teilnahmequote lag bei 30,2 %. Erhoben wurden unter anderem Selbsteinschätzungen zur sexuellen Aktivität und Zufriedenheit, zum allgemeinen Gesundheitszustand und zum Vorhandensein chronischer Krankheiten und Behinderungen.

Ergebnisse: Bezogen auf die letzten vier Wochen waren Männer zwischen 36 und 45 Jahren und Frauen zwischen 26 und 35 Jahren am häufigsten mit einem Partner oder einer Partnerin sexuell aktiv. Beschreiben Befragte den eigenen Gesundheitszustand als mittelmäßig oder schlecht, so reduziert sich die Wahrscheinlichkeit von sexueller Aktivität in den letzten vier Wochen gegenüber Befragten mit einem sehr guten Gesundheitszustand bei Männern von 79,1 % auf 59,0 % beziehungsweise 30,1 % und bei Frauen von 72,5 % auf 48,0 % beziehungsweise 32,4 %. Ein vergleichbarer Zusammenhang zeigt sich bei selbstberichteten chronischen Erkrankungen und Behinderungen, wenn sie als die Sexualität beeinträchtigend wahrgenommen wurden. Sexuelle Zufriedenheit war in allen Altersgruppen in ähnlichem Ausmaß vorhanden.

Schlussfolgerung: Selbstberichtete physische und psychische Erkrankungen gehen oft mit erheblichen Belastungen des Sexuallebens einher. Auch Erkrankungen, die vordergründig keinen expliziten Sexualitätsbezug aufweisen, berühren häufig Fragen der sexuellen Gesundheit. Vor diesem Hintergrund empfiehlt es sich, Sexualität in der alltäglichen ärztlichen Praxis routinemäßig anzusprechen.

LNSLNS

Physische und psychische Erkrankungen sowie die unerwünschten Nebenwirkungen ihrer Behandlung können erhebliche Auswirkungen auf die Sexualität von Menschen haben (1, 2). Das gilt auch für chronische Krankheiten und Behinderungen. Obwohl für einzelne Krankheiten bekannt ist, dass und wie diese Sexualität beeinträchtigen können, wurde erst 2013 im großen britischen Sex-Survey Natsal-3 („National Survey of Sexual Attitudes and Lifestyles“) untersucht, wie Sexualität und ein breites Spektrum gesundheitsbezogener Variablen assoziiert sind (3). Dort konnte unter anderem gezeigt werden, dass ein schlechter Gesundheitszustand negativ sowohl mit der sexuellen Aktivität als auch mit der sexuellen Zufriedenheit korreliert – und zwar in allen Altersgruppen.

Für Deutschland war eine vergleichbare Analyse bislang nicht möglich, da hierzulande – anders als in den meisten europäischen Ländern – Daten zur Sexualität bislang lediglich als Teil einer Mehrthemenbefragung (4), bei spezifischen Bevölkerungsgruppen oder nur zu sehr spezifischen Fragestellungen erhoben wurden (5, 6), und nicht im Rahmen eines umfassenden Surveys, das Bevölkerungsrepräsentativität anstrebt. Dies ist nun anders: Gefördert von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat das Institut für Sexualforschung, Sexualmedizin und Forensische Psychiatrie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf die Studie „Gesundheit und Sexualität in Deutschland“ (GeSiD) durchgeführt. Das GeSiD-Instrument umfasst zahlreiche sexualbezogene Themenkomplexe (zu Einzelheiten siehe eMethodenteil) und ermöglicht es, zukünftig zahlreiche Aspekte sexueller Gesundheit in Deutschland zu beleuchten. Ziel der hier vorliegenden Teilauswertung von GeSiD-Daten ist die Untersuchung des Zusammenhangs von körperlicher und psychischer Gesundheit mit sexueller Aktivität und sexueller Zufriedenheit in Deutschland.

Methode

Datenerhebung

Befragt wurden n = 4 955 Männer und Frauen, die Teilnahmequote lag bei 30,2 % (AAPOR [„American Association for Public Opinion Research“] Response Rate 4 [7]). Ausgewählt wurden die Befragten mittels einer Einwohnermeldeamts-Stichprobe. Bei diesem zweistufigen Verfahren wurden zunächst 200 Sample Points zufällig ausgewählt (Stufe 1) und an diesen dann die Adressdaten der 18- bis 75-jährigen Befragten zufällig gezogen (Stufe 2). Die Befragung erfolgte von Oktober 2018 bis September 2019. Interviewer des sozialwissenschaftlichen Erhebungsinstituts KantarEmnid begannen die Interviews mit einer persönlichen Befragung, bei der sie die Daten in mitgebrachte Laptops eingaben („computer assisted personal interview“ – CAPI). Für einen großen Teil des Interviews übergaben die Interviewer den Laptop dann an die Befragten, so dass diese ihre Antworten selbst am Bildschirm eingeben konnten („computer assisted self interview“ – CASI). Von allen Befragten liegen schriftliche informierte Einwilligungen vor.

Das verwendete Erhebungsinstrument wurde in einer Vorstudie entwickelt und getestet (8); es enthält insgesamt 264 Fragen und Fragenkomplexe. Durch Verwendung zahlreicher Filtervariablen wurden den einzelnen Befragten jedoch – in Abhängigkeit von der bisherigen Sexual- und Beziehungserfahrung – unterschiedlich viele Fragen gestellt. Dadurch war die Dauer der Interviews sehr unterschiedlich (19–208 Minuten); im Durchschnitt dauerten die Gespräche 51 Minuten.

Der Datensatz wurde in zwei Schritten gewichtet. Zunächst wurde die durch ein gezieltes Oversampling erhöhte Auswahlwahrscheinlichkeit der 18- bis 35-jährigen Befragten korrigiert (Designgewicht). Dann wurde die nun grob repräsentative Stichprobe den Daten des Mikrozensus 2017 hinsichtlich Geschlecht, Alter, Bildungsstand, Nationalität und Region angeglichen (Anpassungsgewicht). Der eMethodenteil enthält eine ausführliche Darstellung des methodischen Vorgehens und der Datengewichtung.

Verwendete Items

Für die vorliegende Analyse verwendeten wir als abhängige Variablen erstens die sexuelle Aktivität in den letzten vier Wochen, definiert als eine oder mehrere der folgenden Handlungen mit einem Partner des anderen oder gleichen Geschlechts: Vaginalverkehr, Oralverkehr, anale Stimulation, Analverkehr, andere genitale Kontakte (für die genaue Formulierung dieses und der folgenden Items sowie ihrer Umkodierung für die hier vorgelegte Analyse siehe eMethodenteil). Die zweite unabhängige Variable, die wir betrachteten, war die Zufriedenheit mit dem eigenen Sexualleben in den letzten zwölf Monaten.

Als unabhängige Variablen untersuchten wir neben Alter und Geschlecht den Beziehungsstatus samt Beziehungsdauer in vier Gruppen (keine Beziehung; Beziehung bis zwei Jahre; Beziehung zwischen zwei und fünf Jahren; Beziehung seit mehr als fünf Jahren), die subjektive Einschätzung des eigenen Gesundheitszustands (sehr gut, gut, mittelmäßig, schlecht) sowie das selbstberichtete Vorhandensein von chronischen Erkrankungen oder Behinderungen, die nach Empfindung der Befragten die Sexualität beeinträchtigten. Wir betrachteten zudem die gruppierte Anzahl einer Reihe konkreter Gesundheitsprobleme (kein, ein oder zwei und mehr spezifische Gesundheitsprobleme). Als weitere gesundheitsrelevante Variablen wurden der Body-Mass-Index, der Risikokonsum von Alkohol nach Maßgabe des AUDIT-C-Score (AUDIT, Alcohol Use Disorders Identification Test) (9) sowie gelegentliches oder regelmäßiges Rauchen ausgewertet.

Alle Modelle wurden zunächst auch unter Einbeziehung des sozioökonomischen Status (German Index of Socioeconomic Deprivation, GISD) und des Bildungsstandes gerechnet. Beide zeigten jedoch nur geringe Effekte und waren keine relevanten Confounder für die hier im Zentrum stehenden Gesundheitsvariablen, sodass wir im Folgenden auf diese Variablen verzichten.

Die GeSiD-Studie wurde von der Ethikkommission der Hamburger Psychotherapeutenkammer geprüft; ein positives Ethikvotum liegt vor (Referenznummer: 07/2018-PTK-HH).

Statistische Auswertung

Die Auswertung der stratifizierten und geclusterten Stichprobe wurde mit dem Modul „Complex Samples“ der Datenanalysesoftware IBM SPSS Statistics für Mac OSX durchgeführt (Version 25.0, erschienen im Jahr 2017; Armonk, NY: IBM Corp). Die Prävalenz der abhängigen Variablen „sexuelle Aktivität“ und „sexuelle Zufriedenheit“ in Prozent wird, gemeinsam mit den 95-%-Konfidenzintervallen (KI), differenziert für Geschlecht, Altersgruppe, Beziehungsstatus und Gesundheitsmerkmale dargestellt. Die ebenfalls angegebenen Nenner sind die absoluten Fallzahlen, auf die sich die Prozentangaben jeweils beziehen. Da durch die Gewichtung der Daten einzelne Fälle unterschiedlich stark in die Berechnung eingehen, kann für Subpopulationen der gewichtete vom ungewichteten Nenner abweichen. Mittels logistischer Regression wurden adjustierte Odds Ratios (AOR) berechnet, um mögliche Zusammenhänge zwischen verschiedenen demografischen und Gesundheitsmerkmalen zu kontrollieren – so etwa den Umstand, dass ältere Personen zugleich mit höherer Wahrscheinlichkeit von gesundheitlichen Problemen berichten. Sämtliche Modelle wurden für Alter und Beziehungsstatus adjustiert; Modelle, die den Einfluss von Alter und Beziehungsstatus untersuchten, wurden darüber hinaus für den allgemeinen Gesundheitszustand adjustiert. Das bedeutet, dass die AOR eine Aussage über den Zusammenhang zwischen einer unabhängigen und einer abhängigen Variablen erlauben, während der Einfluss von Confounder-Variablen (hier: Alter, Beziehungsstatus, gegebenenfalls Gesundheitszustand) kontrolliert wird.

Repräsentativität und Non-Responder-Analyse

Wie andere Surveys auch unternimmt GeSiD den Versuch, dem Ideal der Repräsentativität für die Zielgruppe (hier: deutschsprachige Wohnbevölkerung zwischen 18 und 75 Jahren) möglichst nahe zu kommen. Um einzuschätzen, inwieweit insbesondere die Antwortverweigerungen zu systematischen Verzerrungen führten, wurde unter anderem eine Kurzbefragung der Non-Responder unternommen und geprüft, ob sich diese hinsichtlich demografischer Basisdaten von den Befragten unterscheiden. Hierbei zeigt sich, dass sich Responder und Non-Responder hinsichtlich Altersverteilung, Geschlecht, Nationalität und Größe des Wohnorts ähneln und die verbleibenden geringen Unterschiede durch die oben geschilderte Gewichtungsprozedur sehr gut korrigiert werden (Einzelheiten dazu im eMethodenteil).

Ergebnisse

Tabelle 1 zeigt, dass sich der selbstberichtete allgemeine Gesundheitszustand der Befragten mit zunehmendem Alter erwartbar verschlechtert. Der Anteil von Befragten, die über chronische Krankheiten und Behinderungen berichten, die ihr Sexualleben beeinträchtigen, nimmt mit dem Alter zu. Dasselbe gilt für den Anteil von Befragten, die über mehr als ein spezifisches konkretes Gesundheitsproblem berichten.

Selbstberichtete Gesundheitsmerkmale der GeSiD-Teilnehmenden nach Geschlecht und Altersgruppen (in %)
Tabelle 1
Selbstberichtete Gesundheitsmerkmale der GeSiD-Teilnehmenden nach Geschlecht und Altersgruppen (in %)
Demografische Charakteristika der GeSiD-Teilnehmenden nach Geschlecht und Altersgruppen (Angaben in %)
eTabelle 1
Demografische Charakteristika der GeSiD-Teilnehmenden nach Geschlecht und Altersgruppen (Angaben in %)

Sexuelle Aktivität in den letzten vier Wochen

Der Anteil der Befragten, die in den letzten vier Wochen vor der Befragung mit einem Partner oder einer Partnerin sexuell aktiv waren, ist bei Männern zwischen 36 und 45 Jahren und Frauen zwischen 26 und 35 Jahren am höchsten (Tabelle 2). In den höheren Altersgruppen nimmt die sexuelle Aktivität jeweils ab. Die AOR zeigen, dass der Alterseffekt auch dann bestehen bleibt, wenn Beziehungsdauer und Gesundheitsstatus kontrolliert werden. Erwartungsgemäß sind aber auch die Beziehungssituation und die sexuelle Aktivität assoziiert, wobei Singles in den vier Wochen vor der Befragung signifikant weniger Sex hatten als Frauen und Männer in Beziehungen. Zudem waren Frauen in langen Beziehungen (> 5 Jahre) sexuell weniger aktiver als Frauen in kurzen Beziehungen (< 2 Jahre) – Männer unterschieden sich in dieser Hinsicht nicht signifikant.

Sexuelle Aktivität in den letzten vier Wochen: Zusammenhänge mit demografischen und Gesundheitsmerkmalen [95-%-Konfidenzintervalle]
Tabelle 2
Sexuelle Aktivität in den letzten vier Wochen: Zusammenhänge mit demografischen und Gesundheitsmerkmalen [95-%-Konfidenzintervalle]
Demografische Charakteristika der GeSiD-Teilnehmenden nach Geschlecht und Altersgruppen (Angaben in %)
eTabelle 2
Demografische Charakteristika der GeSiD-Teilnehmenden nach Geschlecht und Altersgruppen (Angaben in %)

Sehr deutlich zeigt sich die Assoziation des Gesundheitszustands mit der Sexualität. Beschreiben Befragte den eigenen Gesundheitszustand als mittelmäßig oder schlecht, so reduziert sich die Wahrscheinlichkeit von sexueller Aktivität in den letzten vier Wochen gegenüber Befragten mit einem sehr guten Gesundheitszustand erheblich: bei Männern von 79,1 % auf 59,0 % beziehungsweise 30,1 % und bei Frauen von 72,5 % auf 48,0 % beziehungsweise 32,4 % (95-%-KI in Tabelle 2). Dies gilt auch dann, wenn die Daten für Alter und Beziehungsstatus adjustiert werden. Ein vergleichbarer Zusammenhang zeigt sich zwischen der sexuellen Aktivität in den vier Wochen vor der Befragung und dem selbstberichteten Vorliegen chronischer Erkrankungen und Behinderungen – vorausgesetzt, die Befragten empfinden diese chronischen Erkrankungen/Behinderungen als beeinträchtigend für ihre Sexualität.

Neben den genannten Selbsteinschätzungen von Gesundheitszustand und chronischen Erkrankungen/Behinderungen wurde das selbstberichtete Vorliegen von einer Reihe spezifischer gravierender Gesundheitsprobleme (zum Beispiel Krebs) erfragt (detaillierte Aufstellung im eMethodenteil). Nur für wenige dieser Erkrankungen konnte ein direkter Zusammenhang mit der sexuellen Aktivität in den vier Wochen vor der Befragung festgestellt werden (bei Männern: Prostataoperationen, Depressionen, andere psychische Erkrankungen; bei Frauen: Bauchoperationen, neurologische Erkrankungen). Deutlich ist hingegen das Vorliegen von mehr als einem spezifischen Gesundheitsproblem mit einer geringeren sexuellen Aktivität assoziiert, zumindest bei Männern: Befragte, die unter mehr als einer spezifischen Erkrankung litten, waren in den letzten vier Wochen vor der Befragung statistisch signifikant seltener sexuell aktiv als Befragte mit nur einer oder keiner Erkrankung (Tabelle 2).

Geschlechtsspezifische Effekte gibt es für Adipositas und riskanten Alkoholkonsum beziehungsweise Rauchen. Frauen mit einem Body-Mass-Index (BMI) von mehr als 30 kg/m2 sind sexuell weniger aktiv als normalgewichtige Frauen. Frauen, deren Alkoholkonsum gemäß AUDIT-C als riskant einzuschätzen ist und/oder die rauchen, sind hingegen sexuell geringfügig aktiver.

Sexuelle Zufriedenheit in den letzten zwölf Monaten

Für viele Menschen ist fehlende sexuelle Aktivität ein wichtiger Grund dafür, mit dem eigenen Sexualleben unzufrieden zu sein. Im Umkehrschluss ist sexuelle Aktivität aber keine Garantie dafür, auch sexuell zufrieden zu sein. Damit wir im Folgenden tatsächlich die Zufriedenheit oder Unzufriedenheit mit der Sexualität erfassen, und nicht die Zufriedenheit oder Unzufriedenheit mit der Tatsache, Sexualität erlebt (oder eben nicht erlebt) zu haben, haben wir in diesen Teil der Auswertung nur Befragte einbezogen, die in den letzten zwölf Monaten sexuell aktiv waren. Tabelle 3 zeigt die sexuelle Zufriedenheit in Abhängigkeit von demografischen Merkmalen und Gesundheitsmerkmalen. Deutlich wird hier zunächst, dass – anders als bei den Daten zur sexuellen Aktivität – kein Zusammenhang zwischen Alter und sexueller Zufriedenheit besteht. Sexuelle Zufriedenheit ist offenbar in allen Altersgruppen prinzipiell in ähnlichem Ausmaß vorhanden. Beziehungsstatus und -dauer korrelieren hingegen mit sexueller Zufriedenheit: Sexuell aktive Singles sind mit ihrer Sexualität deutlich weniger zufrieden als Befragte in fester Partnerschaft, und in festen Partnerschaften nimmt die sexuelle Zufriedenheit mit zunehmender Beziehungsdauer ab.

Sexuelle Zufriedenheit in den letzten zwölf Monaten (nur Befragte, die in dieser Zeit Sex hatten) [95-%-Konfidenzintervall]
Tabelle 3
Sexuelle Zufriedenheit in den letzten zwölf Monaten (nur Befragte, die in dieser Zeit Sex hatten) [95-%-Konfidenzintervall]

Die Zusammenhänge zwischen Gesundheitsmerkmalen und sexueller Zufriedenheit ähneln jenen zwischen Gesundheitsmerkmalen und sexueller Aktivität. Befragte, die ihre Gesundheit als mittelmäßig oder schlecht beschreiben, die sich als chronisch krank oder mit Behinderung definieren oder die unter einer oder mehreren spezifischen Gesundheitsproblemen leiden, sind mit höherer Wahrscheinlichkeit unzufrieden mit ihrer Sexualität als Befragte, die über einen besseren Gesundheitszustand berichten. BMI und Rauchen zeigen keine Assoziation mit der sexuellen Zufriedenheit. Befragte mit riskantem Trinkverhalten sind unzufriedener mit ihrer Sexualität.

Diskussion

Alter, Beziehungssituation und Gesundheitszustand korrelieren hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die sexuelle Aktivität stark miteinander (10). Gleichwohl zeigen unsere Ergebnisse, dass jedes dieser Merkmale auch unabhängig von den jeweils anderen mit sexueller Aktivität assoziiert sein kann. Hierin unterscheiden sich die GeSiD-Daten von unserer früheren Drei-Generationen-Studie, in der der Alterseffekt „‚Beziehungsdauer-bereinigt‘ statistisch insignifikant“ war (10) – allerdings bei einem maximalen Alter der Befragten von 60 Jahren. Mit der sexuellen Zufriedenheit hingegen korreliert das Alter nicht, die Beziehungssituation und der Gesundheitszustand allerdings schon.

Erstmals konnten wir mit der vorliegenden Untersuchung in einer für Deutschland repräsentativen Stichprobe zeigen, dass selbstberichtete physische und psychische Erkrankungen oft mit erheblichen Belastungen des Sexuallebens einhergehen. Unsere Ergebnisse decken sich in diesem Punkt weitgehend mit den Ergebnissen der Natsal-Studie für Großbritannien (3): Ein von den Befragten als mittelmäßig oder schlecht eingeschätzter Gesundheitszustand, eine als die Sexualität einschränkend wahrgenommene chronische Krankheit oder Behinderung sowie – bei Männern – das Vorliegen von zwei oder mehr spezifischen Gesundheitsproblemen waren mit einer geringeren sexuellen Aktivität in den vier Wochen vor der Befragung assoziiert und auch mit einer geringeren sexuellen Zufriedenheit. Mit anderen Worten: Auch solche Erkrankungen, die vordergründig keinen expliziten Sexualitätsbezug aufweisen, berühren Fragen der sexuellen Gesundheit. Und obwohl sich auf Basis unserer Querschnittuntersuchung streng genommen keine Kausalaussagen treffen lassen, liegt es nahe, dass sich Probleme mit der körperlichen und psychischen Gesundheit negativ auf die Sexualität auswirken und nicht umgekehrt.

Die vorliegenden Ergebnisse sind mit Limitationen verbunden. Zum einen haben wir Gesundheitsmerkmale als Selbstberichte erfasst. In zukünftigen groß angelegten Sex-Surveys wäre es wünschenswert, zumindest einige Befunde auch mittels objektivierender Methoden zu erheben. Zum anderen stellt sich bei empirischen Untersuchungen zur Sexualität stets die Frage nach der Verlässlichkeit der Ergebnisse. Obwohl unsere Stichprobe hinsichtlich wichtiger soziodemografischer Merkmale der Grundgesamtheit entspricht und unsere Non-Responder-Analyse nicht auf große systematische Verzerrungen hindeutet, kann eine Antwortverzerrung hinsichtlich sensibler sexualbiografischer Merkmale nie ganz ausgeschlossen werden.

Dennoch ergibt sich aus unserer Untersuchung das klare Desiderat einer Sensibilisierung von Ärztinnen und Ärzten für sexuelle Gesundheit im weiteren Sinne. Nicht nur im Zusammenhang mit sexuell übertragbaren Infektionen und sexuellen Funktionsstörungen sollte die Frage nach der Sexualität Routine sein, sondern auch bei Gesprächen über Erkrankungen und Medikationen, bei denen sexualbezogene Nebenwirkungen und psychosoziale Belastungen möglich sind.

Aus mehreren Studien wissen wir, dass das Thema Sexualität in der ärztlichen Ausbildung immer noch zu kurz kommt (11, 12) und in der ärztlichen Beratung oft tabuisiert wird (13, 14). Ärztinnen und Ärzten kann es – ebenso wie Patientinnen und Patienten – schwer fallen, ein Gespräch über Sexualität zu beginnen. Um Kommunikation über Sexualität in der ärztlichen Praxis zu erleichtern, kann es hilfreich sein, den daran Beteiligten Unterstützung zu bieten. Dies kann zum Beispiel durch die Bereitstellung von Materialien für die ärztliche Praxis erfolgen, die beispielhaft die Relevanz des Themas darstellen und mögliche Kommunikationsstrategien aufzeigen. Zudem können Unterstützungsangebote auch auf Empowerment abzielen, sodass Patientinnen und Patienten ermutigt und befähigt werden, in der ärztlichen Praxis über Beeinträchtigungen ihrer Sexualität zu sprechen. Entsprechende Angebote müssen allerdings nicht auf den Kreis von Menschen mit Erkrankungen reduziert sein, sondern könnten als Bestandteil bereits bestehender Interventions- und Aufklärungsprogramme Kommunikationsfähigkeiten vermitteln, von denen Menschen nicht nur als Patientin und Patient profitieren würden.

Die in unseren Ergebnissen dargestellte enge Verknüpfung von Gesundheit und Sexualität rechtfertigt es, Sexualität als Gesundheitsthema zu fördern. Ein Problem bleibt hierbei, dass aufgrund allgegenwärtiger Ressourcenknappheit im ärztlichen Alltag die Bearbeitung zusätzlicher Themen für Ärztinnen und Ärzte oft nur eingeschränkt umsetzbar ist.

Danksagung

Wir danken Prof. Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), für die hilfreichen fachlichen Diskussionen, Anmerkungen und Ergänzungen zu diesem Beitrag.

Wir danken allen an der Studie teilnehmenden Personen, den Interviewer/inne/n und Mitarbeiter/inne/n von Kantar sowie dem wissenschaftlichen Beirat der Studie. Die GeSiD-Studie wurde durch eine Zuwendung der BZgA unterstützt.

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 1. 4. 2020, revidierte Fassung angenommen: 24. 8. 2020

Anschrift für die Verfasser
Dr. phil. Arne Dekker
Institut für Sexualforschung, Sexualmedizin und Forensische Psychiatrie
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistraße 52, 20246 Hamburg
dekker@uke.de

Zitierweise
Dekker A, Matthiesen S, Cerwenka S, Otten M, Briken P: Health, sexual activity, and sexual satisfaction—selected results from the German Health and Sexuality Survey (GeSiD). Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 645–52.
DOI: 10.3238/arztebl.2020.0645

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit3920 oder über QR-Code

eMethodenteil, eTabellen:
www.aerzteblatt.de/20m0645 oder über QR-Code

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Selbstberichtete Gesundheitsmerkmale der GeSiD-Teilnehmenden nach Geschlecht und Altersgruppen (in %)
Tabelle 1
Selbstberichtete Gesundheitsmerkmale der GeSiD-Teilnehmenden nach Geschlecht und Altersgruppen (in %)
Sexuelle Aktivität in den letzten vier Wochen: Zusammenhänge mit demografischen und Gesundheitsmerkmalen [95-%-Konfidenzintervalle]
Tabelle 2
Sexuelle Aktivität in den letzten vier Wochen: Zusammenhänge mit demografischen und Gesundheitsmerkmalen [95-%-Konfidenzintervalle]
Sexuelle Zufriedenheit in den letzten zwölf Monaten (nur Befragte, die in dieser Zeit Sex hatten) [95-%-Konfidenzintervall]
Tabelle 3
Sexuelle Zufriedenheit in den letzten zwölf Monaten (nur Befragte, die in dieser Zeit Sex hatten) [95-%-Konfidenzintervall]
Demografische Charakteristika der GeSiD-Teilnehmenden nach Geschlecht und Altersgruppen (Angaben in %)
eTabelle 1
Demografische Charakteristika der GeSiD-Teilnehmenden nach Geschlecht und Altersgruppen (Angaben in %)
Demografische Charakteristika der GeSiD-Teilnehmenden nach Geschlecht und Altersgruppen (Angaben in %)
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