ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2020Intrauterin-Pessare mit Levonorgestrel: Depressionen unter der Hormonspirale

MEDIZINREPORT

Intrauterin-Pessare mit Levonorgestrel: Depressionen unter der Hormonspirale

Zeiss, René; Graf, Heiko; Gahr, Maximilian; Schönfeldt-Lecuona, Carlos

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Langwirksame hormonelle IUP gelten als sichere Kontrazeptiva ohne tägliche Pilleneinnahme. Es mehren sich jedoch die Hinweise, dass sie mit psychischen Nebenwirkungen einhergehen.

Hormonfreisetzende Intrauterinpessare (IUP) gelten als besonders zuverlässige Verhütungsmittel, da die Anwenderinnen nicht ständig an die Einnahme der Pille denken müssen. Daher werden sie immer öfter auch für junge Mädchen empfohlen. Foto: mauritius images/Ottfried Schreiter imageBROKER
Hormonfreisetzende Intrauterinpessare (IUP) gelten als besonders zuverlässige Verhütungsmittel, da die Anwenderinnen nicht ständig an die Einnahme der Pille denken müssen. Daher werden sie immer öfter auch für junge Mädchen empfohlen. Foto: mauritius images/Ottfried Schreiter imageBROKER

Levonorgestrel-(LNG-) freisetzende Intrauterinpessare (IUP) werden als langwirksame reversible hormonelle Kontrazeptiva (Long-acting reversible contraception, LARC) sowie zur Behandlung der Hypermenorrhö eingesetzt (1). Sie werden von manchen Autoren inzwischen geradezu enthusiastisch beworben als „exzellente Erstlinientherapie“ für junge Mädchen und Frauen (2).

Die weltweit am häufigsten verwendeten Präparate sind sogenannte LNG-IUPs der 4. Generation (3) wie Mirena®, Jaidess® und Kylena® (in USA auch Skyla® und Liletta®) (3, 4). Vorwiegend unterscheiden sie sich voneinander durch die Menge des freigesetzten synthetischen Gestagens LNG, ihrer Größe und der maximalen Zeit der Anwendung des IUPs (zwischen 3 bis zu 5 Jahren).

Je nach Präparat gelten IUPs mit einem Pearl-Index zwischen 0.16 und 0.33 als wirksame und sichere Methode zur Kontrazeption. In Deutschland wird am häufigsten das Präparat Mirena® mit einem Pearl-Index von 0.16 eingesetzt.

Wirken IUPs lokal begrenzt?

Aufgrund der lokalen Applikation des synthetischen Gestagens in das cavum uteri war man lange Zeit der Ansicht, dass das freigesetzte LNG auch nur lokal wirke und keine systemischen Effekte zu erwarten sind. Mittlerweile mehren sich jedoch die Hinweise auf eine systemische Wirkung von LNG während der Anwendung von IUPs (4, 5, 6, 7, 8, 9, 10). Bereits vor mehr als 15 Jahren berichteten Frauen zunehmend von körperlichen und psychischen Nebenwirkungen im Zusammenhang mit dem LNG-IUP Mirena®, wie zum Beispiel Tachykardie, Arrhythmie, Schwindel, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Verschwommensehen sowie vermehrte Ängstlichkeit bis hin zu Panikattacken, Unruhe, Nervosität, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen und andere mehr (11).

Tausende von Frauen forderten damals im Rahmen einer Petition die detaillierte Aufklärung über diese Begleiterscheinungen. Im Jahr 2009 berichtete die Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) von insgesamt 2 129 erfassten Verdachtsfällen unerwünschter Arzneimittelwirkungen (UAW) von Mirena® in einem deutschen Spontanmeldesystem.

Neben der Uterusperforation (n = 455) oder der Migration des IUPs (n = 170) wurde über depressive Syndrome (n = 52), Panikattacken und Angst (n = 35), Schlafstörungen (n = 14) und Unruhe (n = 15) im Zusammenhang mit dem LNG-IUP berichtet (12). Im Jahr 2013 aktualisierte die Herstellerfirma die Mirena®-Fachinformation (FI) und führte „Depression/depressive Stimmung“ mit einer Häufigkeit des Auftretens in 1/100 bis 1/10 der Fälle als eine der häufigen UAWs von Mirena® auf (6).

Übereinstimmend hierzu zeigten unabhängige wissenschaftliche Studien der letzten 5 Jahre an Registerdaten aus Dänemark sowohl ein erhöhtes Risiko für Depressionen als auch ein erhöhtes Risiko für Suizide oder Suizidversuche im möglichen Zusammenhang mit der Anwendung von LNG-IUPs (8, 9).

Anhand der Untersuchung von 1 061 997 Frauen im gebärfähigen Alter war bei Frauen mit LNG-IUP im Vergleich zu Frauen ohne hormonelle Kontrazeption eine erhöhte Rate an Verordnungen von Antidepressiva und ein erhöhtes Risiko für eine depressive Störung beschrieben worden (9). In einer zweiten Studie fanden die Autoren zudem eine Assoziation zwischen hormonaler Kontrazeption (einschließlich LNG-IUP) mit gehäuften Suizidversuchen (8).

Hochregulierte Stressachse

Eine britische Registerstudie, in der psychische UAWs im Zusammenhang mit LNG-freisetzenden IUPs in Praxen für Allgemeinmedizin untersucht worden sind, zeigte signifikante Zusammenhänge zwischen dem Gebrauch von LNG-IUPs und dem Auftreten von Angstzuständen sowie Schlafstörungen (10).

Im Rahmen eines WHO Pharmaceuticals Newsletter aus dem Jahr 2019 wird berichtet, dass ein sogenanntes Signal – eine Art Warnhinweis in Spontanmeldesystemen – gefunden worden sei, welches auf eine Assoziation zwischen LNG-IUDs und dem Auftreten von Panik-attacken hindeutet (13).

Bis Dezember 2018 seien mehr als 600 Fälle von Panikattacken registriert worden. Zum Teil hätten die betroffenen Frauen einen erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität berichtet – und ein Sistieren der Symptomatik, nachdem die LNG-IUD entfernt worden sei.

Die genannten Berichte von psychischen Symptomen wie panikartige Ängste, depressive Syndrome bis hin zu Suizidversuchen oder Suiziden legen eine potenziell klinisch relevante, nicht nur lokal begrenzte, zentralnervöse Wirkung von LNG-IUPs nahe. Die Aufklärung der zugrunde liegenden Mechanismen zur Entstehung dieser Symptome oder der UAWs sind Gegenstand aktueller Untersuchungen.

Vorstellbar ist etwa eine erhöhte Responsivität und Sensitivität autonomer Reaktionen und der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-(HPA-)Achse. Die Folge wäre – beispielsweise über eine vermehrte Ausschüttung von Hormonen wie Kortison – eine erhöhte Stressreaktion und damit möglicherweise eine erhöhte Vulnerabilität für die Entwicklung psychischer Symptome. Dafür gibt es erste Hinweise: So waren bei Frauen mit LNG-IUP im Vergleich zu Frauen mit einliegender Kupferspirale sowie Frauen mit und ohne oraler hormoneller Kontrazeption eine deutlich höhere Cortisol-Haarkonzentration und eine erhöhte Herzfrequenz nach einem Stresstest beobachtet worden (5).

Hormone im Serum nachweisbar

In pharmakologischen Untersuchungen war LNG bereits eine Stunde nach Einsetzen des IUPs im Serum nachweisbar, nach 2 Wochen war eine maximale Serumkonzentration von 414 pg/ml erreicht, die systemische Verfügbarkeit des freigesetzten LNG lag bei über 90 % (6).

Anhand dieser Daten wird deutlich, dass eine lokale Wirkstofffreisetzung von LNG nicht mit einer lokal begrenzten Wirkung oder dem Fehlen systemischer Effekte gleichgesetzt werden kann (14). In Bezug auf die Annahme, dass aufgrund einer lokalen Wirkstofffreisetzung keine systemischen Wirkungen oder Interaktionen zu erwarten seien, erscheinen daher zumindest Zweifel angebracht zu sein.

Eine solche Schlussfolgerung könnte in Bezug auf die Sicherheit des Medizinproduktes bei den Anwenderinnen einen falschen Eindruck erzeugen. Ebenso lässt die Mirena®-Broschüre „Kopf frei für die Liebe“, in der psychische UAWs nicht erwähnt werden, die mittlerweile zur Verfügung stehenden Informationen außen vor (15). Im Januar 2019 informierte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die deutsche Ärzteschaft in einem „Rote-Hand-Brief („Neuer Warnhinweis zu Suizidalität als mögliche Folge einer Depression unter der Anwendung hormoneller Kontrazeptiva“) über die potenziellen Gefahren psychischer UAWs unter hormonellen Kontrazeptiva einschließlich LNG-IUPs (16).

Im Jahre 2009 erschien im Deutschen Ärzteblatt eine Mitteilung der AkdÄ mit der Empfehlung, dass vor dem Einsatz von Mirena® „künftig auch auf mögliche psychiatrische UAW wie depressive Stimmungen, Nervosität, verminderte Libido und Stimmungsschwankungen hingewiesen werden“ solle; auch solle „bei Auftreten von Depressionen eine Arzneimittelanamnese in Bezug auf Mirena® erfolgen“ (12).

Dennoch vergingen mehrere Jahre, bis schließlich 2013 bekannte psychische UAWs in die FIs aufgenommen wurden. In einer kürzlich durchgeführten, eigenen Befragung von 10 Patientinnen mit LNG-IUPs mit psychischen Erkrankungen an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie III des Universitätsklinikums Ulm, verneinten alle Patientinnen, von ihrem/r behandelnden Gynäkologen/-in über psychische Symptome als mögliche UAWs im Zusammenhang mit dem LNG-IUP aufgeklärt worden zu sein. Dies steht im Widerspruch zur ärztlichen Verpflichtung, über die Wirkung und Nebenwirkung aufzuklären, um eine wirksame Einwilligung der Patientinnen im Sinne eines „informed consent“ einholen zu können.

UAW auch bei 2. und 3. Spirale

Wichtig wäre es – so die persönliche Mitteilung von Prof. Dr. med. Ingrid Gerhard – auch darüber aufzuklären, dass für eine Frau, die die erste Hormonspirale verträgt, längst nicht zwangsläufig auch alle weiteren ohne unerwünschte Nebenwirkungen bleiben. Die Gynäkologin, die langjährig als Endokrinologin an der Universitätsklinik in Heidelberg tätig war und auf ihrer Homepage über die Nebenwirkungen der Hormonspirale aufklärt, hat sich intensiv mit den Nebenwirkungen der Hormonspirale auseinandergesetzt (17). Warum UAWs manchmal erst nach der zweiten oder dritten Spirale aufträten, könne sie nur vermuten, erläutert Gerhard.

Es sei plausibel anzunehmen, dass die Resorption und damit die Serum-Konzentation an LNG nach der erneuten Insertion zunächst erhöht sei und erst im Verlauf wieder abnehme. Hinzu komme, dass die Gebärmutterschleimhaut im Laufe der Zeit atrophiert sein kann. Dadurch könne womöglich auch viel schneller mehr Hormon aufgenommen werden. Was also hieße, dass auch jene Frauen, die bereits mit dem Tragen einer Hormonspirale zurechtgekommen seien, gleichwohl beim Legen eines Nachfolgeproduktes auf eine mögliche Änderung der Toleranz hingewiesen werden müssten.

Ein Grund für die bislang unserer Ansicht nach noch unzureichende Aufklärung über UAWs vor dem Einsatz von LNG-IUPs liegt möglicherweise darin, dass entsprechende Fachinformationen erst mit einer zeitlichen Latenz zu neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen aktualisiert werden. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass scheinbar nur wenige Ärzte/-innen die in der FI enthaltenden Informationen vollständig nutzen (18). Dies könnten mögliche Gründe dafür sein, dass insbesondere UAWs von Arzneimitteln, die erst Jahre nach der Markteinführung eines Medizinproduktes beschrieben werden, häufig wenig Beachtung finden und nicht angemessen in Aufklärungsgesprächen berücksichtigt werden.

Die bereits jahrzehntelang währende Anwendung und Erfahrungen sowie die Vorteile einer Empfängnisverhütung mittels LNG-IUPs mögen unbestritten sein. Dennoch ist eine weiter anhaltende kritische Auseinandersetzung mit den potenziellen systemischen UAWs, den möglichen Wechselwirkungen und mit der bisherigen Aufklärungspraxis nicht nur wünschenswert, sondern erforderlich.

Dies gebietet nicht nur die Aufklärungspflicht gegenüber den Patientinnen. Auch gilt es, dadurch etwaige psychische UAWs im Zusammenhang mit LNG-IUPs frühzeitig zu erkennen – was die Kenntnis dieses potenziellen Zusammenhangs in der gynäkologischen Praxis und bei den Patientinnen voraussetzt.

Auch Psychiater sind gefordert

Aber nicht nur in der gynäkologischen, auch in der psychiatrischen Praxis sollte diesen Zusammenhängen mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Unabhängig von der Fachdisziplin sollte der ausführlichen Arzneimittelanamnese, einschließlich der Frage nach der hormonellen Kontrazeption, daher vielmehr die notwendige Beachtung geschenkt werden.

Dr. med. René Zeiss,
Prof. Dr. med. Heiko Graf,
Prof. Dr. med. Maximilian Gahr,
Prof. Dr. med. Carlos Schönfeldt-Lecuona

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie III, Universitätsklinik Ulm

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass keine Interessenkonflikte vorliegen.

Der Artikel unterliegt nicht dem Peer-Review-Verfahren.

Literatur im Internet:
www.aerzteblatt.de/lit4020
oder über QR-Code.

Die „Pille“ wird unbeliebter

Die Antibabypille feiert in diesem Jahr ein Jubiläum: 1960 wurde sie erstmals in den USA zugelassen. Seither dominiert sie die Verhütung, weltweit nehmen mehr als 100 Millionen Frauen jeden Tag die „Pille“, also rund 9 % aller Frauen im gebärfähigen Alter. Seit Mitte 2019 sind die Kosten für die hormonelle Verhütung mittels „Pille“ für Mädchen und Frauen bis zum Alter von 22 Jahren Kassenleistung. Doch aktuelle Auswertungen von Versicherungen und Umfragen (Tabelle) lassen erkennen, dass die jungen Frauen der hormonellen Verhütung offenbar immer skeptischer gegenüberstehen, denn die Zahl der Anwenderinnen geht zurück (19, 20).

Benutzen Sie oder Ihr Partner zur Zeit Empfängnisverhütungsmittel oder wenden Sie Empfängnisverhütungsmethoden an und wenn ja: Welche?
Tabelle
Benutzen Sie oder Ihr Partner zur Zeit Empfängnisverhütungsmittel oder wenden Sie Empfängnisverhütungsmethoden an und wenn ja: Welche?

Der Prozentsatz der Pillen-Verordnungen bei AOK-versicherten jungen Mädchen und Frauen ist von 46 % im Jahr 2010 innerhalb eines knappen Jahrzehntes auf 31 % im Jahr 2019 gesunken. Dass immer mehr Frauen den Eingriff in die natürlichen Vorgänge ihres Körpers ablehnten, bestätigte Prof. Dr. med. Vanadin Seifert-Klauss, die leitende Oberärztin der Gynäkologischen Endokrinologie am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, anlässlich der Deutschen Hormonwoche der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) im September 2020 (21).

Als weiteren Grund nannte sie die Berichterstattung über Thrombosen oder Depressionen im Zusammenhang mit der Anwendung der Pille (22, 23, 24, 25). Kombinierte orale Kontrazeptiva (KOK) steigern das Risiko für venöse Thromboembolien (VTE) auf mindestens das 2-fache bis zum 6-fachen – abhängig von der Art des Gestagens und der Ethinylestradiol-Dosis (EE2) (23, 24). Daraus könnte sich ein Dilemma ergeben, wenn es womöglich zu entscheiden gilt, ob eher psychische oder eher thrombotische Nebenwirkungen in Kauf genommen werden müssen: Denn wegen der geringeren Thrombosegefahr wird von manchen Experten empfohlen, bei der Verschreibung bevorzugt kombinierte Präparate mit der niedrigstmöglichen Dosis von Ethinylestradiol und der „besten compliance“ zu wählen: 30 µg EE2 mit Levonorgestrel (LNG) – also just mit der Substanz, von der man hofft, dass ihre Wirkung durch die Anwendung über Intrauterinpessare lokal begrenzt bliebe. mls

Wenig bekannte Befunde zu Levonorgestrel-IUD

  • Die Libido soll einer aktuellen schwedischen Studie zufolge bei Nutzerinnen von Levonorgestrel-freisetzenden Intrauterinpessaren (LNG-IUP) im Vergleich zu Kupfer-IUD (KU-IUP) verringert sein.
  • LNG-IUP zeigen im Transskriptom des Endometriums deutlichere Spuren einer Inflammation und Immunaktivierung als IUP-freie Kontrollen. Das Transskriptom bei KU-IUP zeigte hingegen das Muster eines physiologischen Endometriums in der Lutealphase.
  • Trägerinnen von KU-IUD haben im Vergleich zu jenen von LNG-IUP offenbar ein geringeres Risiko, hochgradige zervikale Neoplasien zu entwickeln.
  • Die Clearance von Infektionen mit zervikalen Human-Papilloma-Viren (HPV) könnte bei Frauen unter LNG-IUP Nutzung im Vergleich zu KU-IUD vermindert sein.
  • Die Expulsionsrate von LNG-IUP ist insgesamt niedrig. Allerdings müssen Frauen, die ein Kind geboren haben, im Vergleich zu Nulliparae mit einer höheren Expulsionsrate rechnen.
  • Ein frühes postpartales Einsetzen einer LNG-IUP ist mit einer höheren Expulsionsrate verbunden. Dies ist vor allem nach vaginalen Geburten und dann auch eher als bei KU-IUP der Fall.

Quellen: siehe Literaturverzeichnis Nr. 26–32

1.
Bayer-Vital-GmbH: Verhütung mit Mirena®, Intrauterinpessar mit Hormonabgabe. Dokumentation über Patientenaufklärungsgespräch und Einverständnisbogen 2008.
2.
Schwartz BI, Alexander M, Breech LL: Levonorgestrel Intrauterine Device Use for Medical Indications in Nulliparous Adolescents and Young Adults [published online ahead of print, 2020 Jul 6]. J Adolesc Health. 2020;S1054–139X(20)30297–4. doi:10.1016/j.jadohealth.2020.05.041 CrossRef MEDLINE
3.
Kaufmann M, Serban DC, Scharl A: Die Gynäkologie. Springer Medizinverlag, Heidelberg 2006, 2. Auflage(Kapitel 13 Kontrazeption und Familienplanung): 196–204.
4.
Schreiber CA, Barnhart K: Contraception. Yen & Jaffe‘s Reproductive Endocrinology, Physiology, Pathophysiology, and Clinical Management, 8th Edition 2019, PART 3 Reproductive Technologies (Chapter 36): 962–78.
5.
Aleknaviciute J, Tulen JHM, De Rijke YB, et al.: The levonorgestrel-releasing intrauterine device potentiates stress reactivity. Psychoneuroendocrinology 2017; 80: 39–45 CrossRef MEDLINE
6.
Fachinformation MIRENA® Intrauterinpessar mit Hormonabgabe, 52 mg von Jenapharm GmbH & Co. KG, aufbereitet durch die Gelbe Liste Pharmindex Redaktion.
7.
Shoupe D, Mishell DRJ: Contraception – Adverse Effects. Women and Health, Academic Press, second edition 2013, Chapter 15: 209–34 CrossRef
8.
Skovlund CW, Morch LS, Kessing LV, et al.: Association of Hormonal Contraception With Suicide Attempts and Suicides. Am J Psychiatry 2018; 175 (4): 336–42 CrossRef MEDLINE
9.
Skovlund CW, Morch LS, Kessing LV, Lidegaard O: Association of Hormonal Contraception With Depression. JAMA Psychiatry 2016, 73 (11): 1154–62 CrossRef MEDLINE
10.
Slattery J, Morales D, Pinheiro L, et al.: Cohort Study of Psychiatric Adverse Events Following Exposure to Levonorgestrel-Containing Intrauterine Devices in UK General Practice. Drug Saf 2018; 41 (10): 951–58 CrossRef MEDLINE
11.
Internet H-Fi: Erfahrungsberichte Spirale Mirena, Jaydess, Kyleena zwischen 2004 und 2020 https://www.hormonspirale-forum.de/viewforum.php?f=32.
12.
Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ): „Aus der UAW-Datenbank“, Psychiatrische Erkrankungen als unerwünschte Arzneimittelwirkung von Mirena®. Deutsches Ärzteblatt 2009, PP 8 (Ausgabe Mai): 234 VOLLTEXT
13.
WHO Pharmaceuticals Newsletter No.6, 2019: World Health Organization; 2019. Licence: CC BY-NC- SA 3.0 IGO.
14.
Zeiss R, Gahr M, Schönfeldt-Lecuona C: Hormonelle Kontrazeptiva – Auseinandersetzen und Aufklären. Deutsches Ärzteblatt 2020; 117 (Heft 12): B-524 VOLLTEXT
15.
Broschüre Mirena: „Kopf frei für die Liebe“ Bayer-Vital GmbH 2009, https://docplayer.org/14485375-Mirena-kopf-frei-fuer-die-liebe.html.
16.
Rote-Hand-Brief: Neuer Warnhinweis zu Suizidalität als mögliche Folge einer Depression unter der Anwendung hormoneller Kontrazeptiva. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) 2019, https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Pharmakovigilanz/DE/RHB/2019/rhb-hormonelle-kontrazeptiva.html.
17.
https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/hormonspirale-mangelnde-aufklaerung-und-viele-nebenwirkungen/.
18.
Gahr M, Freudenmann RW, Connemann BJ, et al.: [Different number of contraindications between summaries of product characteristics (SmPC) of drugs with the same active ingredients – an analysis of data from SmPCs of neuropsychiatric drugs]. Fortschr Neurol Psychiatr 2020; 88 (3): 152–69.
19.
https://www.aok-bv.de/presse/pressemitteilungen/2020/index_23804.html.
20.
https://www.tk.de/presse/themen/arzneimittel/tag-der-antibabypille-2069966.
21.
Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie „60 Jahre Antibabypille: Licht und Schatten“ vom 1. September 2020. https://www.endokrinologie.net/pressemitteilung/60-jahre-antibabypille.php.
22.
https://www.aerzteblatt.de/archiv/160883/Orale-Kontrazeptiva-und-venoese-Thromboembolien-Geringes-absolutes-VTE-Risiko-aber-weite-Verbreitung.
23.
Stegeman B, de Bastos M, Rosendaal FR, et al.: Different combined oral contraceptives and the risk of venous thrombosis: systematic review and network meta-analysis. BMJ 2013; 347: f5298 CrossRef MEDLINE PubMed Central
24.
Depression und Pille: Herpertz-Dahlmann B, Dempfle A, Astrid; Neulen J: Pille und Depression: Fakt oder Fake? Dtsch Arztebl 2019; 116 (40): A-1782 / B-1470 / C-1442 VOLLTEXT
25.
Zethraeus N, Dreber A, Ranehill E, et al.: A first-choice combined oral contraceptive influences general well-being in healthy women: a double-blind, randomized, placebo-controlled trial. Fertil Steril. 2017; 107 (5): 1238–45 CrossRef MEDLINE
26.
Malmborg A, Brynhildsen J, Hammar M: A survey of young women‘s perceptions of the influence of the Levonorgestrel-Intrauterine System or copper-intrauterine device on sexual desire. Sex Reprod Healthc. 2019; 21: 75–80 CrossRef MEDLINE
27.
Spotnitz ME, Natarajan K, Ryan PB, et al.: Relative Risk of Cervical Neoplasms Among Copper and Levonorgestrel-Releasing Intrauterine System Users. Obstet Gynecol. 2020; 135 (2): 319–27 CrossRef MEDLINE PubMed Central
28.
Lekovich JP, Amrane S, Pangasa M, et al.: Comparison of human papillomavirus infection and cervical cytology in women using copper-containing and levonorgestrel-containing intrauterine devices. Obstet Gynecol. 2015; 125 (5): 1101–5 CrossRefMEDLINE
29.
Cipriani S, Todisco T, Scavello I, et al.: Obesity and hormonal contraception: an overview and a clinician‘s practical guide [published online ahead of print, 2019 Sep 12]. Eat Weight Disord. 2019;10.1007/s40519–019–00774-w CrossRef MEDLINE
30.
Zgliczynska M, Kocaj K, Szymusik I, et al.: Levonorgestrel-Releasing Intrauterine System as a Contraceptive Method in Nulliparous Women: A Systematic Review. J Clin Med. 2020; 9 (7): 2101 CrossRef MEDLINE PubMed Central
31.
Smith-McCune K, Thomas R, Averbach S, et al.: Differential Effects of the Hormonal and Copper Intrauterine Device on the Endometrial Transcriptome. Sci Rep. 2020; 10 (1): 6888 CrossRef MEDLINE PubMed Central
32.
Averbach SH, Ermias Y, Jeng G, et al.: Expulsion of intrauterine devices after postpartum placement by timing of placement, delivery type, and intrauterine device type: a systematic review and meta-analysis. Am J Obstet Gynecol. 2020; 223 (2): 177–88 CrossRef MEDLINE
Benutzen Sie oder Ihr Partner zur Zeit Empfängnisverhütungsmittel oder wenden Sie Empfängnisverhütungsmethoden an und wenn ja: Welche?
Tabelle
Benutzen Sie oder Ihr Partner zur Zeit Empfängnisverhütungsmittel oder wenden Sie Empfängnisverhütungsmethoden an und wenn ja: Welche?
1. Bayer-Vital-GmbH: Verhütung mit Mirena®, Intrauterinpessar mit Hormonabgabe. Dokumentation über Patientenaufklärungsgespräch und Einverständnisbogen 2008.
2. Schwartz BI, Alexander M, Breech LL: Levonorgestrel Intrauterine Device Use for Medical Indications in Nulliparous Adolescents and Young Adults [published online ahead of print, 2020 Jul 6]. J Adolesc Health. 2020;S1054–139X(20)30297–4. doi:10.1016/j.jadohealth.2020.05.041 CrossRef MEDLINE
3.Kaufmann M, Serban DC, Scharl A: Die Gynäkologie. Springer Medizinverlag, Heidelberg 2006, 2. Auflage(Kapitel 13 Kontrazeption und Familienplanung): 196–204.
4.Schreiber CA, Barnhart K: Contraception. Yen & Jaffe‘s Reproductive Endocrinology, Physiology, Pathophysiology, and Clinical Management, 8th Edition 2019, PART 3 Reproductive Technologies (Chapter 36): 962–78.
5.Aleknaviciute J, Tulen JHM, De Rijke YB, et al.: The levonorgestrel-releasing intrauterine device potentiates stress reactivity. Psychoneuroendocrinology 2017; 80: 39–45 CrossRef MEDLINE
6. Fachinformation MIRENA® Intrauterinpessar mit Hormonabgabe, 52 mg von Jenapharm GmbH & Co. KG, aufbereitet durch die Gelbe Liste Pharmindex Redaktion.
7.Shoupe D, Mishell DRJ: Contraception – Adverse Effects. Women and Health, Academic Press, second edition 2013, Chapter 15: 209–34 CrossRef
8.Skovlund CW, Morch LS, Kessing LV, et al.: Association of Hormonal Contraception With Suicide Attempts and Suicides. Am J Psychiatry 2018; 175 (4): 336–42 CrossRef MEDLINE
9. Skovlund CW, Morch LS, Kessing LV, Lidegaard O: Association of Hormonal Contraception With Depression. JAMA Psychiatry 2016, 73 (11): 1154–62 CrossRef MEDLINE
10.Slattery J, Morales D, Pinheiro L, et al.: Cohort Study of Psychiatric Adverse Events Following Exposure to Levonorgestrel-Containing Intrauterine Devices in UK General Practice. Drug Saf 2018; 41 (10): 951–58 CrossRef MEDLINE
11. Internet H-Fi: Erfahrungsberichte Spirale Mirena, Jaydess, Kyleena zwischen 2004 und 2020 https://www.hormonspirale-forum.de/viewforum.php?f=32.
12.Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ): „Aus der UAW-Datenbank“, Psychiatrische Erkrankungen als unerwünschte Arzneimittelwirkung von Mirena®. Deutsches Ärzteblatt 2009, PP 8 (Ausgabe Mai): 234 VOLLTEXT
13.WHO Pharmaceuticals Newsletter No.6, 2019: World Health Organization; 2019. Licence: CC BY-NC- SA 3.0 IGO.
14.Zeiss R, Gahr M, Schönfeldt-Lecuona C: Hormonelle Kontrazeptiva – Auseinandersetzen und Aufklären. Deutsches Ärzteblatt 2020; 117 (Heft 12): B-524 VOLLTEXT
15.Broschüre Mirena: „Kopf frei für die Liebe“ Bayer-Vital GmbH 2009, https://docplayer.org/14485375-Mirena-kopf-frei-fuer-die-liebe.html.
16.Rote-Hand-Brief: Neuer Warnhinweis zu Suizidalität als mögliche Folge einer Depression unter der Anwendung hormoneller Kontrazeptiva. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) 2019, https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Pharmakovigilanz/DE/RHB/2019/rhb-hormonelle-kontrazeptiva.html.
17.https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/hormonspirale-mangelnde-aufklaerung-und-viele-nebenwirkungen/.
18.Gahr M, Freudenmann RW, Connemann BJ, et al.: [Different number of contraindications between summaries of product characteristics (SmPC) of drugs with the same active ingredients – an analysis of data from SmPCs of neuropsychiatric drugs]. Fortschr Neurol Psychiatr 2020; 88 (3): 152–69.
19. https://www.aok-bv.de/presse/pressemitteilungen/2020/index_23804.html.
20. https://www.tk.de/presse/themen/arzneimittel/tag-der-antibabypille-2069966.
21.Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie „60 Jahre Antibabypille: Licht und Schatten“ vom 1. September 2020. https://www.endokrinologie.net/pressemitteilung/60-jahre-antibabypille.php.
22.https://www.aerzteblatt.de/archiv/160883/Orale-Kontrazeptiva-und-venoese-Thromboembolien-Geringes-absolutes-VTE-Risiko-aber-weite-Verbreitung.
23.Stegeman B, de Bastos M, Rosendaal FR, et al.: Different combined oral contraceptives and the risk of venous thrombosis: systematic review and network meta-analysis. BMJ 2013; 347: f5298 CrossRef MEDLINE PubMed Central
24.Depression und Pille: Herpertz-Dahlmann B, Dempfle A, Astrid; Neulen J: Pille und Depression: Fakt oder Fake? Dtsch Arztebl 2019; 116 (40): A-1782 / B-1470 / C-1442 VOLLTEXT
25. Zethraeus N, Dreber A, Ranehill E, et al.: A first-choice combined oral contraceptive influences general well-being in healthy women: a double-blind, randomized, placebo-controlled trial. Fertil Steril. 2017; 107 (5): 1238–45 CrossRef MEDLINE
26.Malmborg A, Brynhildsen J, Hammar M: A survey of young women‘s perceptions of the influence of the Levonorgestrel-Intrauterine System or copper-intrauterine device on sexual desire. Sex Reprod Healthc. 2019; 21: 75–80 CrossRef MEDLINE
27.Spotnitz ME, Natarajan K, Ryan PB, et al.: Relative Risk of Cervical Neoplasms Among Copper and Levonorgestrel-Releasing Intrauterine System Users. Obstet Gynecol. 2020; 135 (2): 319–27 CrossRef MEDLINE PubMed Central
28.Lekovich JP, Amrane S, Pangasa M, et al.: Comparison of human papillomavirus infection and cervical cytology in women using copper-containing and levonorgestrel-containing intrauterine devices. Obstet Gynecol. 2015; 125 (5): 1101–5 CrossRefMEDLINE
29.Cipriani S, Todisco T, Scavello I, et al.: Obesity and hormonal contraception: an overview and a clinician‘s practical guide [published online ahead of print, 2019 Sep 12]. Eat Weight Disord. 2019;10.1007/s40519–019–00774-w CrossRef MEDLINE
30.Zgliczynska M, Kocaj K, Szymusik I, et al.: Levonorgestrel-Releasing Intrauterine System as a Contraceptive Method in Nulliparous Women: A Systematic Review. J Clin Med. 2020; 9 (7): 2101 CrossRef MEDLINE PubMed Central
31.Smith-McCune K, Thomas R, Averbach S, et al.: Differential Effects of the Hormonal and Copper Intrauterine Device on the Endometrial Transcriptome. Sci Rep. 2020; 10 (1): 6888 CrossRef MEDLINE PubMed Central
32.Averbach SH, Ermias Y, Jeng G, et al.: Expulsion of intrauterine devices after postpartum placement by timing of placement, delivery type, and intrauterine device type: a systematic review and meta-analysis. Am J Obstet Gynecol. 2020; 223 (2): 177–88 CrossRef MEDLINE

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #776847
chrissgrei77
am Freitag, 2. Oktober 2020, 11:39

Ein weiterer möglicherweise systemischer Effekt von Levonorgestrel-IUD

Ein in obigem Artikel nicht erwähnter, aber im Einklang mit Hinweisen auf systemische Effekte stehender Befund, ist eine mögliche Verringerung der Knochendichte nach langjähriger Anwendung eines Levonorgestrel-haltigen IUDs (Greiner CU, Brune K, Haen E. Osteoporosis in a young woman after 6 years of levonorgestrel administration from intrauterine devices? BMJ Case Rep. 2009;2009:bcr07.2008.0484). Leider gibt es dazu bisher keine über 2 Jahre hinausgehenden Langzeitbeobachtungen bei jungen, premenopausalen Frauen (Yang KY, Kim YS, Ji YI, Jung MH. Changes in bone mineral density of users of the levonorgestrel-releasing intrauterine system. J Nippon Med Sch. 2012;79(3):190-4). Da grundsätzlich eine längere Anwendungsdauer als 2 Jahre für ein IUD vorgesehen ist, wäre eine solche Untersuchung wünschenswert.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote