ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2020Coronakrise: Neue Strategie für kalte Jahreszeit angekündigt

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Coronakrise: Neue Strategie für kalte Jahreszeit angekündigt

afp; dpa; Maybaum, Thorsten

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Mit Coronaschnelltests, Infektionssprechstunden und Fieberambulanzen sowie der verschärften Kontrolle von Reiserückkehrern will die Bundesregierung die weitere Ausbreitung von SARS-CoV-2 eindämmen. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) stellte kürzlich die Grundzüge einer neuen Strategie vor, mit der er dem erwarteten Anstieg der Infektionszahlen im Herbst und Winter entgegentreten will. Sie soll Mitte Oktober in Kraft treten. Es sei wichtig zu verhindern, dass sich das Virus in den Wartezimmern von Arztpraxen ausbreite, sagte Spahn. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat darauf hingewiesen, dass die Praxen gut vorbereitet sind. Dies gelte für das vermehrte Auftreten von Erkältungskrankheiten, grippalen Infekten und auch für potenzielle COVID-19-Fälle. Man könne flächendeckend das Infektionsgeschehen meistern, erklärten Dr. med. Andreas Gassen, KBV-Vorstandvorsitzender, und Dr. med. Stephan Hofmeister, stellvertretender KBV-Vorstandsvorsitzender. Gassen betonte in der ARD-Sendung Anne Will, Infektionssprechstunden der Niedergelassenen sollten die erste Anlaufstelle sein. Fieberambulanzen seien das „letzte Glied“ der Kette, das man einsetze, wenn es zu „großen Aufkommen von Infizierten“ komme. Bestandteil der Strategie sollen künftig auch Schnelltests sein. Ein Sprecher Spahns räumte allerdings ein, dass diese derzeit noch nicht so verlässlich seien wie herkömmliche Tests. „Sie sind eine Ergänzung“, sagte er. Zum Einsatz kommen könnten sie etwa bei Reiserückkehrern und beim Gesundheitspersonal. afp/dpa/may

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