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ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2020Ärztliche Zweitmeinung: Begutachtung bei geplantem Kniegelenkersatz möglich

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Ärztliche Zweitmeinung: Begutachtung bei geplantem Kniegelenkersatz möglich

Haserück, André; EB

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Der Zweitmeinungsanspruch soll etwa bei einer Empfehlung für eine Totaloder Teilendoprothese bestehen. Foto: picture alliance/Florian Schuh
Der Zweitmeinungsanspruch soll etwa bei einer Empfehlung für eine Totaloder Teilendoprothese bestehen. Foto: picture alliance/Florian Schuh

Der Anspruch von Patienten auf eine qualifizierte ärztliche Zweitmeinung gilt künftig auch bei dem geplanten Einsetzen einer Knieendoprothese. Dies hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) entschieden. Unabhängige Fachärzte sollen in Zukunft prüfen können, ob die empfohlene Operation medizinisch notwendig ist, und die Versicherten zu möglichen Behandlungsalternativen beraten. Das neue Zweitmeinungsverfahren greift, wenn Patienten die Implantation einer Total- oder Teilendoprothese des Kniegelenks empfohlen wird. Der Anspruch besteht auch, wenn es sich um eine Revisionsoperation, also einen Folge-, Wechsel- oder Korrektureingriff an der Knieendoprothese, handelt. Der G-BA beauftragte zudem das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, wissenschaftlich fundierte und unabhängige Gesundheitsinformationen zu Knie-endoprothesen zu erstellen. Einen Zweitmeinungsanspruch gibt es derzeit bereits bei Operationen an den Gaumen- und/oder Rachenmandeln, bei Gebärmutterentfernungen und arthroskopischen Eingriffen am Schultergelenk. Der Beschluss des G-BA zum Zweitmeinungsverfahren bei Amputationen beim Diabetischen Fußsyndrom ist noch nicht in Kraft getreten. Das Ministerium muss den Beschluss noch prüfen. aha/EB

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