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GOÄ-Ratgeber: Zuschlag für Bildgebungsverfahren bei endoskopischen Untersuchungen

Ulmer, Martin

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Um den medizinischen Fortschritt bei gastroenterologischen Untersuchungen in dem seit 1996 nicht mehr aktualisierten Gebührenverzeichnis der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) adäquat abbilden zu können, hat der Gebührenordnungsausschuss der Bundes­ärzte­kammer bereits 2002 eine Abrechnungsempfehlung für die Videoendoskopie in der Gastroenterologie erarbeitet, die im Deutschen Ärzteblatt vom 18. Januar 2002, Seite A 144,, veröffentlicht wurde. Danach kann als Videoendoskopie-Zuschlag zu den Leistungen Nrn. 682 bis 689 GOÄ bei Verwendung eines flexiblen digitalen Videoendoskops anstelle eines Glasfaser-Endoskops, ggf. einschließlich digitaler Bildweiterverarbeitung (z. B. Vergrößerung) und Aufzeichnung, die Nr. 5298 GOÄ analog in Rechnung gestellt werden, wenn statt eines flexiblen Glasfiber-Endoskops ein digitales Bilderzeugungs- bzw. Verarbeitungssystem eingesetzt wird, das anstelle der konventionellen Lichtoptik einen Videochip verwendet. Der Aufsatz einer Videokamera auf ein konventionelles Glasfiber-Endoskop zur Bildübertragung auf einen Monitor bzw. Videoaufzeichnung ist dagegen nicht zuschlagsfähig.

Diese Abrechnungsempfehlung wurde nunmehr für die neuartigen Verfahren des Narrow Band Imaging (NBI) und/oder Blue Light Imaging (BLI)/Light Color Imaging (LCI) ergänzt. Bei diesen Verfahren werden blaues und grünes Licht bzw. LEDs eingesetzt, um die Oberflächendarstellung von Schleimhautstrukturen und Gefäßveränderungen zu verbessern und damit Läsionen besser erkennen zu können. Als Zuschlag für Narrow Band Imaging (NBI) und/oder Blue Light Imaging (BLI)/Light Color Imaging (LCI) und/oder ähnliche Bildgebungsverfahren, je Sitzung, wird deshalb die analoge Abrechnung der Nr. 634 GOÄ (Lichtreflex-Rheografie) vorgeschlagen.

Gleichzeitig wurde die Abrechnungsempfehlung für den Videoendoskopie-Zuschlag nach der Nr. 5298 GOÄ analog, der ursprünglich nur neben den gastroenterologischen Leistungen nach den Nrn. 682 bis 689 GOÄ vorgesehen war, auch für endoskopische Leistungen außerhalb der Gastroenterologie, also z. B. für urologische oder HNO-ärztliche endoskopische Untersuchungen geöffnet, wenn hierfür die o. g. apparativen Voraussetzungen vorliegen. Die neue Abrechnungsempfehlung der Bundes­ärzte­kammer lautet deshalb: Videoendoskopie-Zuschlag zu endoskopischen Leistungen bei Verwendung eines flexiblen digitalen Videoendoskops anstelle eines Glasfaser-Endoskops, ggf. einschließlich digitaler Bildweiterverarbeitung (z. B. Vergrößerung) und Aufzeichnung, je Sitzung, analog Nr. 5298 GOÄ. Der Zuschlag nach Nr. 5298 GOÄ analog beträgt 25 v. H. des einfachen Gebührensatzes für die jeweilige Basisleistung (vgl. Deutsches Ärzteblatt vom 25. September 2020, Seite A 1832). Dipl.-Verw.Wiss. Martin Ulmer

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