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Überlebensvorteil beim RCC mit Nivolumab plus Cabozantinib – Die Phase-III-Studie CheckMate 9ER (n = 651) hat für Nivolumab 240 mg (Opdivo®) in Kombination mit Cabozantinib 40 mg (Cabometyx®) ein überlegenes Gesamtüberleben (OS) beim zuvor unbehandelten fortgeschrittenen klarzelligen Nierenzellkarzinom (RCC) gezeigt. Die Kombination reduzierte das Sterberisiko gegenüber Sunitinib um 40 %.

Bei den Patienten mit Kombinationsbehandlung verdoppelte sich das mediane progressionsfreie Überleben im Vergleich zu Patienten, die eine Sunitinib-Monotherapie erhielten: 16,6 Monate gegenüber 8,3 Monate (HR 0,51 [95-%-KI: 0,41–0,64]; p < 0,0001).

Mit Nivolumab plus Cabozantinib sprachen außerdem doppelt so viele Patienten an wie mit Sunitinib (56 % vs. 27 %), und 8 % vs. 5 % erreichten sogar ein vollständiges Ansprechen. Die mediane Zeit bis zum Tumoransprechen war mit 2,8 Monaten sehr kurz. Die Inzidenz behandlungsbedingter unerwünschter Ereignisse war für Nivolumab plus Cabozantinib geringfügig höher als für Sunitinib, bei insgesamt niedriger Rate behandlungsbedingter Abbrüche. namo

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Quelle: Satellitensymposium „Therapeutische Optionen beim metastasierten RCC – wo stehen wir heute? Was erwartet uns morgen?“, virtueller ESMO-Kongress, 21. September 2020; Veranstalter: Bristol-Myers Squibb GmbH.

Ozempic® senkt kardiovaskuläres Risiko bei Typ-2-Diabetes – Für die Prognose von Patienten mit Typ-2-Diabetes ist es wichtig, kardiovaskuläre Risiken möglichst früh zu erkennen und zu behandeln. Möglich macht dies zum Beispiel der GLP-1-Rezeptoragonist Semaglutid (Ozempic®, Novo Nordisk), für den eine kardiovaskuläre Endpunktstudie mit zweijähriger Beobachtung vorliegt. Mit Semaglutid konnte zudem in klinischen Studien eine Reduktion von Entzündungen nachgewiesen werden. Eine beim ESC-Kongress vorgestellte Studie deutet darauf hin, dass Semaglutid das inflammatorische Geschehen reduziert, indem es die Makrophagen-aktivität und den Makrophagenmetabolismus in den Gefäßen kontrolliert.

Weitere Daten, die beim Kongress vorgestellt wurden, zeigen außerdem, dass Semaglutid zusätzlich zur Standardtherapie bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und hohem kardiovaskulären Risiko einen positiven Effekt auf die Zahl der Lebensjahre ohne kardiovaskuläres Ereignis hat. Dabei war der größte Effekt bei jüngeren Patienten mit vorbestehender kardiovaskulärer Erkrankung zu beobachten. nec

Quelle: Pressemitteilung von Novo Nordisk, 16. September 2020.

Tapentadol mit dualem Wirkmechanismus gegen Schmerzen – Bei der Behandlung starker chronischer Rückenschmerzen muss berücksichtigt werden, dass sehr oft eine Mischform aus nozizeptiven und neuropathischen Schmerzen vorliegt.

Das Opioid Tapentadol (Palexia® retard, Grünenthal) bietet hier angesichts seines dualen Wirkmechanismus Vorteile gegenüber klassischen Opioiden: Tapentadol reduziert als μ-Opioidrezeptor-Agonist aufsteigende Schmerzimpulse und verstärkt gleichzeitig die körpereigene Schmerzhemmung durch Hemmung der Noradrenalin-Wiederaufnahme.

Mit Tapentadol können zudem weitere Outcome-Aspekte, wie zum Beispiel die Verträglichkeit und die Lebensqualität erfolgreich adressiert werden. Tapentadol eignet sich zur Behandlung nozizeptiver, neuropathischer und gemischter Schmerzen gleichermaßen gut. nec

Quelle: Pressemitteilung von Grünenthal, 16. September 2020.

Fazit aus 3 Jahren MS-Therapie mit Cladribin-Tabletten – 3 Jahre nach der Zulassung von Mavenclad® (Cladribin, Merck Serono) werden 4 000 MS-Patienten in Deutschland damit behandelt. Nur 61 Patienten haben die Therapie gewechselt. 866 Patienten befinden sich bereits im dritten Jahr der Behandlung. Die Verordnungszahlen zeigen, dass Cladribin-Tabletten früh im Krankheitsverlauf eingesetzt werden, vor allem bei therapienaiven Patienten (57 %) und nach einer Basistherapie (43 %).

Cladribin bewirkt neben einem moderaten Einfluss auf CD4+-T-Zellen auch eine leichte Reduktion der CD8+-T-Zellen. M2-Makrophagen, die ein anti-inflammatorisches Milieu schaffen und proregenerative Effekte vermitteln, steigen unter Cladribin langfristig an. Cladribin kann im Liquorraum Konzentrationen von 25 % erreichen. Dabei reduziert es sowohl Neurofilamente als auch oligoklonale Banden (OKB) in der Cerebrospinalflüssigkeit. Bei mehr als der Hälfte der Patienten verlieren sich die OKBs nach längerer Therapie mit Cladribin und sie erreichen einen guten EDSS-Score.

Bei mehr als 18 000 mit Cladribin behandelten Patienten weltweit gab es weder einen Fall von progressiver multifokaler Leukenzephalopathie noch neue Sicherheitssignale, ebenso wenig wie ein erhöhtes Risiko für Atemwegsinfektionen. namo

Quelle: MS-Presseclub digital „3 Jahre Mavenclad® Welche Vorteile bringt die Impulstherapie gerade jetzt?“, 22. September 2020; Veranstalter: Merck Serono GmbH.

Vereinfachte Grundimmunisierung mit Hexyon® – Seit Juni 2020 empfiehlt die STIKO ein reduziertes Impfschema für die Grundimmunisierung gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Poliomyelitis, Haemophilus influenzae Typ b (Hib) und Hepatitis B. In Deutschland stehen verschiedene hexavalente Impfstoffe zur Verfügung, darunter Hexyon® (Sanofi Pasteur). Die Reduzierung auf 2+1 Dosen bei reifgeborenen Säuglingen soll den Impfplan vereinfachen und Arzttermine einsparen. Alle 3 Impfungen sollen möglichst genau im von der STIKO empfohlenen Alter von 2, 4 und 11 Monaten erfolgen. Optimiert wird der Impfschutz mit der Pertussis-Impfung in der Schwangerschaft. Hier sind Covaxis® und Repevax® (beide Sanofi Pasteur) die einzigen Auffrischimpfstoffe mit entsprechender Indikation. BB

Quelle: Fachpresse-Web-Talk „Pertussis – Update zum hexavalenten Impfschema und zur Schwangeren-Impfung“, 21. September 2020; Veranstalter: Sanofi Pasteur.

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