szmtag Corona: Mittelfristige Strategie
ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2020Corona: Mittelfristige Strategie
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Wo bleibt die mittelfristige Winter-Coronastrategie? Die Coronagefahr durch Kinder ist eine weitere Schlacht im Nebel. Bislang sind in den Kindergarten- und Schulklassen nur vereinzelt positive Fälle auf Corona zu finden. Das wird sich bald ändern, denn die Masse macht es und eine Kindergarten- oder Schulklassengruppe ist eine ideale Infektionsquelle. Das wissen wir Kinderärzte seit Jahrzehnten.

Aus Erfahrung ist es leicht vorherzusagen, dass die Infektionszahlen jetzt im Herbst und Winter massiv steigen werden und man deshalb eine mittelfristige Strategie braucht und sich politisch nicht nur von Woche zu Woche hangelt.

Aus sozial-, familien- und wirtschaftspolitischen Gründen wird man einen Lockdown nicht wiederholen können. Deshalb wäre es jetzt an der Zeit, für die hauptsächlich betroffenen Menschen ab 60 Jahren sowie die besonders chronisch Kranken ein klares Winterschutzkonzept zu entwickeln. Die symptomatische Behandlung der Coronainfektion ist inzwischen auf einem hohen Stand und rettet viele Menschenleben, eine flächendeckende durch Impfung wird es frühestens im nächsten Herbst geben.

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Kurz gesagt: Die jungen Menschen machen weiter wie bisher und die chronisch kranken und alten Menschen werden versorgt und bestens geschützt!

Dr. med. Wolfgang Adam, 32369 Rahden

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