szmtag Heilberufeausweis: Arbeitgeber in der Pflicht
ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2020Heilberufeausweis: Arbeitgeber in der Pflicht
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Der Artikel fasst sehr gut die immer wiederkehrenden Probleme bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen zusammen. Die Umstellung auf ein papierloses Krankenhaus hätte technisch gesehen schon locker vor 10 oder 20 Jahren passieren können. Wenn man sich aber anschaut, welche technische Infrastruktur in Krankenhäusern vorherrscht, dann sind wir gegenüber der freien Wirtschaft um Jahrzehnte zurück. Dass durch langsame Computer oder Server und schlechte Netzwerkverbindungen massiv Arbeitszeit verschwendet wird, sieht kaum jemand. Mit dem eHBA wird ein weiterer Weg geebnet, die Krankenhäuser (und auch Arztpraxen) zu digitalisieren. Man kann nur hoffen, dass die Hardware in den medizinischen Einrichtungen diesem gewachsen ist und nicht aus einer Minute AU drucken, 10 Minuten klicken, verbinden, senden usw. werden.

Im Artikel wird leider auch nicht erwähnt, dass der eHBA rund 420 € kostet. Auch bei den Ärztekammern habe ich die Erfahrung gemacht, dass man dies erst ganz am Ende der Beantragung erfährt. Wer kommt eigentlich für die Kosten auf? Die Politik, weil sie diesen vorschreibt? Die Klinik, weil sie Ärzte ohne eHBA eigentlich nicht beschäftigen kann? Oder bleibt es beim Arzt/bei der Ärztin selbst hängen, wobei jeder privat keinen Nutzen vom eHBA hat und selbst gar kein Interesse einen zu beantragen? Ich selbst sehe hier die Arbeitgeber in der Pflicht. Sie müssen dies genauso ermöglichen wie bspw. eine Fachkunde im Strahlenschutz.

Dr. med. Andy Schiebold, 04229 Leipzig

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