ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2020Operieren in der Schwangerschaft: Weiter keine einheitlichen Regeln

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Operieren in der Schwangerschaft: Weiter keine einheitlichen Regeln

Beerheide, Rebecca

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Trotz Novelle des Mutterschutzgesetzes 2018 widerspricht die Realität vieler schwangeren Chirurginnen weiter der Gesetzeslage. Einheitliche Gefährdungsbeurteilungen fehlen, Ärztinnen müssen sich oft selbst um Nachweise kümmern. Die zuständige Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin bittet um Geduld.

Operieren auch in der Schwangerschaft: Für viele Ärztinnen ist das erst einmal mit Hürden verbunden. Foto: gpointstudio/stock.adobe.com
Operieren auch in der Schwangerschaft: Für viele Ärztinnen ist das erst einmal mit Hürden verbunden. Foto: gpointstudio/stock.adobe.com

Schwanger sein und operieren war jahrzehntelang für Chirurginnen kaum vereinbar. Auch für Ärztinnen in anderen Fachrichtungen war das Beschäftigungsverbot während der Schwangerschaft und Stillzeit fast üblich. Seit 2018 sollte sich dies mit einer Novellierung des Mutterschutzgesetzes ändern – aber auch zweieinhalb Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes hat es für Ärztinnen und Frauen in anderen Gesundheitsberufen keine generellen und bundesweit einheitlichen Veränderungen gegeben. Mit der Reform des Mutterschutzgesetzes im Sommer 2017 und dem Start im Januar 2018 sollte es keine generellen Arbeitsverbote gegen den Willen der Schwangeren und Mütter mehr geben. Laut Gesetz muss nun jeder Arbeitgeber für jeden Arbeitsplatz eine Gefährdungsbeurteilung erstellen, sodass auch Ärztinnen bei entsprechenden Schutzmaßnahmen des Arbeitgebers auch in der Schwangerschaft weiter arbeiten können und nicht nur „Papierdienst“ leisten.

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Doch weiterhin fehlt es an flächendeckenden Regelungen für Arbeitsplätze, es gibt keine offiziellen Leitlinien und Gewerbeaufsichtsämter entscheiden regional sehr unterschiedlich. Viele Ärztinnen, die während ihrer Schwangerschaft auch weiter operieren möchten, müssen sich Unterlagen, Termine und Gefährdungsbeurteilungen selbst organisieren und ausarbeiten – oft mit ungewissem Ausgang, ob nicht trotz der Novelle des Mutterschutzgesetzes ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen wird.

Zustimmung von vier Stellen

Johanna Wrede, Fachärztin für Oralchirurgie, setzte in ihrer Klinik als erste eine Gefährdungsbeurteilung für ihren Arbeitsplatz im OP um. Foto: privat
Johanna Wrede, Fachärztin für Oralchirurgie, setzte in ihrer Klinik als erste eine Gefährdungsbeurteilung für ihren Arbeitsplatz im OP um. Foto: privat

Eine von ihnen ist Dr. med. dent. Johanna Wrede von der Asklepios Klinik Nord-Heidberg in Hamburg. Die 35-Jährige befindet sich im vorletzten Jahr in ihrer Weiterbildung zur Fachärztin Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, welche inklusive des Doppelstudiums von Human- und Zahnmedizin sowie der Facharztausbildung etwa 15 bis 17 Jahre dauert. Kurz bevor die Fachzahnärztin für Oralchirurgie ihre Schwangerschaft ihrem Chef und ihrer Abteilung bekannt gab, hatte sie bereits alle notwendigen Termine und Unterlagen organisiert, damit es möglichst wenig Verzögerungen bei der Beurteilung ihres Arbeitsplatzes gab. Dazu gehört auch ein zeitnaher Termin beim Betriebsarzt für die Gefährdungsbeurteilung. „Hier im Haus werden Termine beim Betriebsarzt im Falle einer Schwangerschaft priorisiert vergeben, sodass keine wesentliche Verzögerung entstand, die Kontaktierung des Amtes für Arbeitsschutz wurde durch den Betriebsarzt geführt“, berichtet Wrede im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt (DÄ). Das Amt für Arbeitsschutz in Hamburg muss letztendlich die Erlaubnis für das weitere Operieren erteilen. Neben der zügigen Information des Vorgesetzten und der Personalabteilung gehörte auch die Rücksprache mit der Anästhesieabteilung des Hauses zu den weiteren Gesprächen. Denn auch hier muss geklärt werden, ob Operationen, an denen Wrede beteiligt werden sollte, mit Anästhesieverfahren ohne den Einsatz von Narkosegas verlaufen können. „Die vier Institutionen – also meinen Chef, den Betriebsarzt, die Personalabteilung und die Narkoseabteilung – zu informieren, hierfür möglichst frühzeitig die nötigen Termine zu vereinbaren, um sämtliche Voraussetzungen zu klären, ist mit etwas Organisationsaufwand verbunden“, berichtet Wrede. Und das hätte auch schiefgehen können: „Hätte nur eine der Parteien nicht zugestimmt, wäre das Vorhaben nicht zu realisieren gewesen. Innerhalb meiner Abteilung stieß ich auf sehr viel Verständnis. Ohne die Hilfe der Vorgesetzten und Kollegen geht es nicht, auf deren tatkräftige Unterstützung man angewiesen ist“, so Wrede.

Rolle der Pionierin

In ihrer Abteilung erarbeiteten sie gemeinsam mit Chefarzt PD Dr. med. Dr. med. dent. Henning Hanken sowie dem leitenden Oberarzt Dr. med. Dr. med. dent. Niels Liebehenschel eine Positivliste für alle infrage kommenden ärztlichen Tätigkeiten. Zusätzlich stellte sie eine Liste zusammen, welche Operationen trotz der Schwangerschaft möglich waren. Dabei mussten die Dauer des Eingriffs sowie die Verletzungsgefahr für die Operateurin berücksichtigt werden. Ebenso musste der Dienstplan entsprechend angepasst werden, um Nacht- und Wochenendarbeit sowie Überstunden zu vermeiden oder einen Ausgleich zu ermöglichen.

Mit diesem Vorgehen hat sie Neuland betreten, da es in ihrer Abteilung bisher keine schwangere Ärztin und in der gesamten Klinik bisher keine Chirurgin gab, die auch in der Schwangerschaft weiter operierte. Pionierin ist sie auch in der Kieferchirurgie generell, denn in Deutschland waren laut Ärztestatistik 2019 insgesamt 1 782 Kieferchirurgen tätig, davon 448 im stationären Bereich, unter darunter 102 Frauen. „Es ist natürlich die individuelle Entscheidung jeder einzelnen Chirurgin, ob sie überhaupt in der Schwangerschaft operieren will. Wichtig ist es jedoch zu wissen, dass grundsätzlich die Möglichkeit besteht“, so Wrede.

Anna Gut, heute Oberärztin in München, setzte an der Universitätsklinik Marburg eine Gefährdungsbeurteilung durch. Foto: privat
Anna Gut, heute Oberärztin in München, setzte an der Universitätsklinik Marburg eine Gefährdungsbeurteilung durch. Foto: privat

Eine Pionierrolle hat hier auch Dr. med. Anna Gut, die an der Universitätsklinik Marburg an der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie das Operieren durchsetzte. In ihrer zweiten Schwangerschaft vor drei Jahren hat sie die Regelungen zusammen mit dem Betriebsärztlichen Dienst und der Klinik für Anästhesie und Notfallmedizin, welche OPs sie machen darf, erarbeitet (Übersicht siehe Kasten). „Wenn so etwas einmal durch ist, dann ist es auch für länger gültig“, erklärt Gut im Gespräch mit dem . Denn bei ihrer dritten Schwangerschaft vor zwei Jahren konnte die Fachärztin genau zwei Wochen nach der Bekanntgabe wieder im OP stehen. Auch für sie war es sehr hilfreich, dass ihr Chef sowie die Betriebsärztin sie beim Plan unterstützt hatten, den offiziellen Weg der Gefährdungsbeurteilung für den OP-Arbeitsplatz zu gehen.

Denn aus Sorge vor einem Beschäftigungsverbot verschweigen weiterhin viele Ärztinnen ihre Schwangerschaft so lange wie möglich – gerade, wenn sie in der Zeit der Facharztweiterbildung sind.

Über das Verschweigen von Schwangerschaften in medizinischen Berufen zeigte sich Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Franziska Giffey (SPD) irritiert, als sie Anfang September bei einer Veranstaltung des Verbandes „Frauen in die Aufsichtsräte“ in Berlin auf die schleppende Umsetzung des Mutterschutzgesetzes angesprochen wurde. Sie bat „um Geduld“, dass die Arbeit des zuständigen 15-köpfigen Mutterschaftsausschuss sich noch hinziehe. Der Ausschuss, der sich im Anschluss an die Novellierung des Mutterschutzgesetzes im Sommer 2018 konstituiert hatte, soll bundesweite Regelungen festlegen, wie künftig Arbeitsplätze in ihrer Gefährdung für Schwangere und stillende Mütter bewertet werden. Ziel: Wenn Schwangere und Mütter weiter arbeiten wollen, muss der Arbeitsplatz entsprechend angepasst werden. Seit Sommer 2018 wurden zusätzlich drei Unterausschüsse gebildet, mit weiteren Arbeitskreisen. Einer davon berät speziell zu „Mutterschutz im Gesundheitswesen“. Andere Unterausschüsse beschäftigen sich mit Gefahrenstoffen oder auch den körperlichen wie psychischen Belastungen an Arbeitsplätzen.

Auf Anfrage des Deutschen Ärzteblattes erklärte das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ), dass im Arbeitskreis „Mutterschutz im Gesundheitswesen“ sich „intensiv“ mit den „Fragestellungen zur Fortführung der ärztlichen Tätigkeit auch während dieser Lebensphasen“ befasse. Das Ministerium teilte dazu mit: „Um mutterschutzgerechte und praktikable Lösungen zu finden, ist es von hoher Bedeutung, das jeweilige Fach- und Praxiswissen und die Sichtweisen der unterschiedlichen Interessengruppen angemessen zu berücksichtigen. Zur Meinungsbildung und Vorbereitung der Beschlussfassung ist daher eine sorgfältige Abstimmung erforderlich. Dies nimmt einige Zeit in Anspruch.“ Zudem müssten die Ergebnisse aus dem Arbeitskreis auch noch im Gesamtgremium abgestimmt werden.

Problem föderale Strukturen

Ergebnisse daraus erwartet Dr. med. Wolfgang Panter vom Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte „in etwa einem Jahr“. Im Gespräch mit dem weist er darauf hin, dass es wichtig sei, alle Beteiligten und dabei vor allem die Bundesländer in die Diskussionen mit einzubeziehen, die auch in den Gremien des Ausschusses vertreten sind. Die letzte Sitzung des Arbeitskreises zum Mutterschutz war allerdings im März 2020, weitere Sitzungen konnten aufgrund der Coronapandemie nicht geplant werden. Das Ministerium teilt dazu mit: „Die Gremien sind derzeit noch in der Phase der Erarbeitung, Prüfung und Abstimmung. Aufgrund der hierfür erforderlichen Sorgfalt steht kein abschließender Bearbeitungstermin fest.“

Doch vielen Beobachterinnen geht dies zu langsam – und sehen gerade in den föderalen Strukturen ein Problem: „Es kann nicht sein, dass Ärztinnen in Hessen oder Berlin andere Rechte haben als Ärztinnen in Bayern oder Baden-Württemberg“, erklärt Dr. med. Stefanie Donner, eine der Initiatorinnen des Positionspapiers „Operieren in der Schwangerschaft“ des Jungen Forums der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie von 2014. Das Papier sowie die veröffentlichen Checklisten auf www.opids.de dienen bis heute vielen Ärztinnen als Leitfaden, wie sie bei ihrer Klinik durchsetzen können, in der Schwangerschaft weiter als Chirurgin zu arbeiten. Immer wieder erreichen Donner und ihre Mitstreiterin Dr. med. Maya Niethard entsprechende Erfahrungsberichte. „Es hat in Bayern noch nie eine Ärztin geschafft, weiterarbeiten zu können.“ Auch in Baden-Württemberg werde das Gesetz „knallhart“ ausgelegt. „Wenn diese föderalen Strukturen weiter so gehen, dann wird es keine einheitlichen Regeln geben.“ Ein Grund, warum sich Panter als Vertreter der Betriebsärzte in den Mutterschutzgremien des BMFSFJ sehr dafür einsetzt, dass die Landesbehörden intensiv in die Beratungen einbezogen werden.

Verlust einer Generation

Christiane Groß, Präsidentin des Ärztinnenbundes fordert mehr gute Beispiele, wie Ärztinnen weiterbeschäftigt werden können. Foto: Jochen Rolfes
Christiane Groß, Präsidentin des Ärztinnenbundes fordert mehr gute Beispiele, wie Ärztinnen weiterbeschäftigt werden können. Foto: Jochen Rolfes

Der Deutsche Ärztinnenbund fordert seit Jahren Verbesserungen für schwangere Ärztinnen. Der Verband hatte sich in den vergangenen 20 Jahren für eine Novellierung eingesetzt. Mit drei Vertreterinnen ist der Ärztinnenbund auch in den Gremien des BMFSFJ, darunter auch die frühere Präsidentin Dr. med. Astrid Bühren sowie die heutige Vizepräsidentin Dr. med. Barbara Schmeiser. Der Ärztinnenbund beklagt, dass die Arbeit viel zu lange dauert. „Wir können nicht alleine darauf warten, dass der Ausschuss für Mutterschutz vielleicht erst in einigen Jahren endlich die Grundlagen für eine vernünftigen Umgang mit schwangeren Ärztinnen definiert“, erklärt die Präsidentin Dr. med. Christiane Groß. „Wir verlieren hier eine ganze Generation hoch motivierter Ärztinnen“, sagt Groß dem Deutschen Ärzteblatt. Da sich weiterhin so viele Ärztinnen die Regelungen für ihre Klinikbereiche selbst erstreiten müssen, fordert sie, dass bis zu offiziellen Beschlüssen des Ausschusses mehr mit Best-Practice-Beispielen gearbeitet wird. Damit soll verdeutlicht werden, welche Kliniken Regelungen für schwangere Ärztinnen sowie Frauen aus anderen Gesundheitsberufen haben. „Es kann nicht sein, dass die Schwangere sich selbst darum kümmern muss, dass Konzepte zur Weiterbeschäftigung in den Kliniken entstehen. Arbeitgeber müssen diese Konzepte vor einer Schwangerschaft erstellen.“ Die Verantwortung von Arbeitgebern betont auch das Bundesfamilienministerium: „Es handelt sich dabei um eine gesetzliche Verpflichtung. Der Umsetzung dieser Verpflichtung durch die Arbeitgeber kommt aus Sicht des Ministeriums ein hoher Stellenwert zu, um berufliche Nachteile für Frauen zu vermeiden.“ Die Ärztinnen, die erfolgreich mit ihrem Anliegen waren, betonen in Gesprächen, wie wichtig es war, dass ihre Chefs sowie die Betriebsärzte hinter ihren Entscheidungen standen.

Rückschritt durch Pandemie?

Dennoch bleibt es ein langer Weg – und in der Coronapandemie gibt es nun Rückschritte: Nicht nur, dass der BMFSFJ-Ausschuss seit März nicht mehr tagt und keine weiteren Termine festgelegt hat, auch erhalten viele Schwangere in den vergangenen Tagen ein Beschäftigungsverbot. Trotz des Einsatzes hat auch Johanna Wrede aus Hamburg wenige Tage nach dem Gespräch mit dem mit ihrem Chef über ein Beschäftigungsverbot gesprochen und wird nun nicht wie geplant bis zum Beginn ihres gesetzlichen Mutterschutzes Anfang November arbeiten. Für Chirurgin Donner von „Opids“ ist die Pandemie ein schwerer Rückschritt: „Das ist jetzt ein totaler Einbruch, es tut mir für jede ambitionierte Chirurgin leid, die nun Beschäftigungsverbot hat.“ Sie hofft aber, dass dies nicht von Dauer ist und es keinen Rückschritt in den Bemühungen für Chirurginnen gibt. Rebecca Beerheide

OP in der Schwangerschaft: Umsetzung an einer Universitätsklinik

In der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie der Universitätsklinik Marburg wurde Ende 2017/Anfang 2018 von zwei schwangeren Ärztinnen, dem Betriebsärztlichen Dienst und der Klinik für Anästhesie und Notfallmedizin eine Gefährdungsbeurteilung, die Rahmenbedingungen und der OP-Katalog zusammengestellt sowie das Patientenkollektiv bestimmt, das Narkoseverfahren festgelegt und Sicherheitsvorkehrungen für den OP-Saal getroffen. Die Freigabe für das Operieren erfolgte durch das Regierungspräsidium Hessen.

Die Rahmenbedingungen: Die Arbeit im OP erfolgt auf ausdrücklichen Wunsch der Chirurginnen. Die Operationsdauer ist auf zwei bis drei Stunden limitiert sowie eine Ablösemöglichkeit zu jedem Zeitpunkt gegeben sein muss und die Schwangere bei Bedarf jederzeit eine Sitzmöglichkeit hat. Eine weitere Voraussetzung war das stetige Tragen von doppelten Handschuhen mit Indikatorsystem sowie einer Schutzbrille oder Visier während aller Operationen.

Notfalleingriffe sowie Eingriffe, bei denen Röntgenstrahlung eingesetzt wird, wurden ausgeschlossen, sodass es sich bei den Patienten um elektive Patienten handelte. Alle Patienten, die infrage kamen, wurden somit in der chirurgischen Ambulanz im Rahmen der routinemäßigen präoperativen Blutentnahme nach Aufklärung zusätzlich auf HBV, HCV und HIV getestet, sodass das (negative) Ergebnis zum Zeitpunkt der Operation vorlag.

Zusammen mit dem betriebsärztlichen Dienst wurde eine Liste von Operationen erstellt, die das zeitliche Limit einhalten und die als blut- sowie risikoarm einzustufen sind. Die genehmigten Eingriffe beliefen sich auf elektive Schilddrüsen/Nebenschilddrüsen-Operationen, Hernien-Operationen, Cholecystektomien, Appendektomien, diagnostische Laparoskopien, proktologische Operationen, Ileostoma-Rückverlagerungen, Dünndarmsegmentresektionen, laparoskopische Pankreaslinksresektionen sowie Ileocoecalresektionen.

In Zusammenarbeit mit der Klinik für Anästhesie wurde festgelegt, dass alle Patienten eine Narkose mittels totaler intravenöser Anästhesie (TIVA) oder Regional- bzw. Leitungsanästhesie erhielten. Der OP-Saal wurde entsprechend gekennzeichnet und in dem Saal fanden an dem Tag auch vor den Eingriffen, die die Schwangeren durchführten, keine Inhalationsnarkosen statt. Dr. med. Anna Gut

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Becker_Salutoconsult
am Freitag, 30. Oktober 2020, 09:21

Chirurginnen - und Frauen in anderen Gesundheitsberufe

Ein sehr guter, umfassender Artikel, danke dafür! Es sei hier darauf hingewiesen, dass dieses Problem auch in der Pflege und bei Hebammen auftritt. Ok, da spielen Aufstiegs- und Karrierethemen weniger die Rolle, aber manch eine Frau in anderen Gesundheitsberufen will auch so lange wie möglich ihrer Berufung folgen, z.B. in der Altenpflege, und ihr Arbeitgeber verhindert es, oft aus Unkenntnis und Unsicherheit. Das können wir uns aus unterschiedlichen Gründen aber nicht mehr leisten. Ein weiterer Aspekt: m.E. ist die Thematik beim BMFSFJ falsch angesiedelt; beim Bundesarbeitsministerium müsste man sich im Rahmen der allgemeinden Arbeitsschutz- und Arbeitsorganisationsaufgaben darum kümmern. Ansonsten: Danke und weiter so für den Ärztinnenbund und für OPIDS!

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