ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2020Langzeitüberleben nach Sepsis
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hintergrund: Prospektive Registerstudien zur Erfassung von Patienten mit Sepsis bei aktiver Verfolgung des Langzeitüberlebens wurden in Deutschland bisher nicht durchgeführt.

Methode: Das Jenaer Sepsis-Register (JSR) erfasste alle Patienten mit diagnostizierter Sepsis auf den vier Intensivstationen des Universitätsklinikums Jena von Januar 2011 bis Dezember 2015. Das Langzeitüberleben 6–48 Monate nach Diagnosestellung wurde durch Abfrage bei den behandelnden Hausärzten dokumentiert. Die Überlebenszeiten wurden mittels Kaplan-Meier-Schätzer untersucht. Zur Darstellung von Zusammenhängen zwischen möglichen Prädiktoren und der Überlebenszeit wurden Cox-Regressionen berechnet.

Ergebnisse: Es konnten 1 975 Patienten mit Sepsis oder septischem Schock eingeschlossen werden. Die mediane Beobachtungszeit betrug 730 Tage. In 96,4 % der Hausarztabfragen waren Angaben zum Langzeitüberleben möglich. Die Sterblichkeitsrate auf der Intensivstation lag bei 34 % (95-%-Konfidenzintervall: [32; 37]), die Krankenhaussterblichkeit bei 45 % [42; 47]. Die Gesamtsterblichkeit betrug sechs Monate nach Diagnosestellung 59 % [57; 62] und 74 % [72; 78] nach 48 Monaten. Prädiktoren eines verringerten Langzeitüberlebens waren Alter, nosokomialer Infektionsursprung, Diabetes, zerebrovaskuläre Erkrankungen, Liegedauer auf der Intensivstation sowie eine erfolgte Nierenersatztherapie.

Schlussfolgerung: Eine Sterblichkeitsrate von fast 75 % vier Jahre nach Diagnosestellung macht weiteren Interventionsbedarf in der Akuttherapie, aber auch in der sektorübergreifenden Langzeitversorgung nach Sepsis deutlich. Limitiert werden die Ergebnisse unter anderem durch das monozentrische Design.

LNSLNS

Die Sepsis ist als lebensbedrohliche Organdysfunktion durch eine fehlregulierte Wirtsantwort auf eine Infektion definiert (1). Die klinische Diagnose erfolgt bei Vorliegen mindestens einer infektionsbezogenen Organdysfunktion von Lunge, Niere, Leber, Kreislauf, Blutbild oder ZNS (eTabelle 1). Basierend auf einer Auswertung bundesweit ICD-10-GM–kodierter Krankenhausentlassdiagnosen erkrankten 2015 in Deutschland 136 542 Menschen an einer (schweren) Sepsis (nach „Sepsis-1-Definition“ [2], eTabelle 1). Dies entspricht 158 (schweren) Sepsisfällen pro 100 000 Einwohner, wovon 41,7 % im Krankenhaus verstarben (3). Weltweit geht man für 2017 von 49 Millionen erkrankten Patienten aus, deutlich mehr als bislang geschätzt (4). Etwa 11 Millionen Patienten überleben die Erkrankung nicht (5). Aufgrund international großer Unterschiede in Kodierung und Dokumentation ist die Datenlage jedoch unsicher. Für das Monitoring epidemiologischer Kennzahlen empfehlen Rhee et al. (6) daher die klinische Fallidentifikation aus Patientenakten.

Durch vielfache physische wie psychische Residuen ist die Krankheitslast der Sepsis-Überlebenden keinesfalls auf die Phase der stationären Akutversorgung beschränkt (7). Auch wenn der direkte Einfluss auf das Langzeitüberleben derzeit kontrovers diskutiert wird (7, 8), gewinnt die postakute Phase der Sepsis zunehmend an Aufmerksamkeit. Bislang existieren in Deutschland zum Langzeitüberleben nach Sepsis nur wenige Daten aus kleinen Patientenkollektiven (9, 10) oder mit Beschränkung auf die 90-Tage-Sterblichkeit, wie in einem Qualitätsmanagement-Programm der Universitätsklinik Greifswald (11).

Um sowohl die Forderung nach klinischer Fallidentifikation als auch eine valide Erfassung des Langzeitüberlebens zu realisieren, wurde das Jenaer Sepsis-Register (JSR) am Universitätsklinikum Jena (UKJ) initiiert, einem Zentrum der Maximalversorgung für etwa eine Million Menschen im Freistaat Thüringen. Da die meisten Patienten nach Sepsis (wie 90 % der Bevölkerung [12]) von ihren Hausärzten weiterbehandelt werden, wurden diese als Informationsquelle zur Erfassung des Langzeitüberlebens gewählt.

Primäres Ziel des JSR war die systematische Erfassung von Sepsispatienten auf den Intensivstationen eines deutschen Universitätsklinikums mit Erhebung von klinischen Angaben, Parametern der Versorgung, der stationären Sterblichkeit sowie des Langzeitüberlebens bis zu 48 Monaten. Weiterhin sollten aus diesen Daten potenzielle Prädiktoren des Langzeitüberlebens ermittelt werden.

Methode

Gemäß Definition eines klinischen Registers (13) wurden zwischen dem 1. 1. 2011 und dem 15. 12. 2015 alle Patienten über 18 Jahren untersucht, während sie auf einer der vier operativen und konservativen Intensivstationen des UKJ (im Jahr 2015: 72 Betten mit 3 835 Behandlungsfällen) behandelt wurden. Einschlusskriterium war eine „schwere Sepsis“ oder ein septischer Schock nach Definition der ersten Sepsis-Konsensus-Konferenz von 1992 („Sepsis-1-Definition“) (2), siehe eTabelle 1. Die Überprüfung auf Zeichen der Infektion und Organdysfunktion erfolgte manuell durch vier geschulte Studienassistenten unter ärztlicher Aufsicht auf Basis eines Patientendaten-Managementsystems (PDMS). Es bestanden keine Ausschlusskriterien. Zur Dokumentation wurde die webbasierte „open source“-Software „OpenClinica®“ (14) verwendet. Der zum Zeitpunkt der Diagnosestellung dokumentierte Basisdatensatz umfasst unter anderem den Infektionsfokus, die intensivmedizinischen Scoring-Systeme APACHE II (15) und SOFA (16), Komorbiditäten sowie den späteren mikrobiologischen Erregernachweis (Tabelle 1a, eTabelle 2). Bei Krankenhausentlassung wurden zudem die Modalitäten der Verlegung, durchgeführte therapeutische und diagnostische Prozeduren sowie die Zahl der Behandlungs- und Beatmungstage erhoben (Tabelle 1b).

Infektiologische Charakteristika der untersuchten Population
Tabelle 1a
Infektiologische Charakteristika der untersuchten Population
Klinische Charakteristika der untersuchten Population
Tabelle 1b
Klinische Charakteristika der untersuchten Population

Für Patienten mit septischem Schock nach Sepsis-1-Definition wurde der maximale Blutlaktatwert innerhalb von 24 Stunden nach Diagnosestellung aus dem PDMS nachdokumentiert. Dies ermöglichte für diese Subgruppe einen Vergleich zur aktuellen Sepsis-3-Definition (1) (eTabelle 1). Hierbei ist zu beachten, dass die aktuelle Sepsis-3-Definition auf den Begriff „schwere Sepsis“ verzichtet und durch „Sepsis“ ersetzt. Im Rahmen dieses Artikels wird deswegen von „(schwerer) Sepsis“ gesprochen.

Durch telefonische Kontaktaufnahme mit dem behandelnden Hausarzt wurde das Langzeitüberleben 6, 12, 24, 36 und 48 Monate nach Diagnosestellung durch geschulte Studienassistenten erhoben. Neben dem Sterbedatum wurde auch der Ort des Versterbens dokumentiert (eMethodenteil).

Die Analyse erfolgte zunächst deskriptiv (Tabelle 1a/b, eTabelle 2). Überlebenszeiten wurden mittels Kaplan-Meier-Schätzer gemäß den Empfehlungen von Pocock et al. (17) dargestellt (Grafik). Zur Darstellung von Zusammenhängen zwischen möglichen Prädiktoren und der Überlebenszeit wurden Cox-Regressionen berechnet, deren detaillierte Beschreibung sich im eMethodenteil findet.

Langzeitüberleben der intensivmedizinisch behandelten 1 975 Patienten mit (schwerer) Sepsis und septischem Schock.
Grafik
Langzeitüberleben der intensivmedizinisch behandelten 1 975 Patienten mit (schwerer) Sepsis und septischem Schock.

Ergebnisse

Zwischen Januar 2011 und Dezember 2015 konnten 1 975 Patienten mit (schwerer) Sepsis oder septischem Schock identifiziert und eingeschlossen werden (mittlere jährliche Fallzahl: n = 388). Das mediane Alter lag bei 66 Jahren (Interquartilsabstand [IQR] 58–76), 65,2 % der Patienten waren männlich. 90,4 % wurden mechanisch beatmet bei einer durchschnittlichen Beatmungsdauer von 250,8 Stunden (IQR 34,3–381,3). Weitere Charakteristika finden sich in Tabelle 1a/b, Angaben zu den mikrobiologischen Befunden in eTabelle 2.

Zur Erhebung des Langzeitüberlebens wurden 2 600 Kontakte mit Hausärzten dokumentiert. Diese ergaben sich nach teilweise mehrfachen Versuchen der Kontaktaufnahme zu den jeweiligen Nachverfolgungszeitpunkten zwischen 6 und 48 Monaten nach Diagnosestellung. In 2 507 (96,4 %) dieser Abfragen konnten Angaben zum Überleben getroffen werden, 93 (3,6 %) Kontakte führten zu keinem Ergebnis. In diesen Fällen lagen dem Hausarzt – meist bedingt durch Arzt- oder Wohnortwechsel der Patienten – keine Informationen vor.

Die Sterblichkeitsrate lag auf der Intensivstation (ITS) bei 34,3 % (95-%-Konfidenzintervall: [32,2; 36,4]) und im Krankenhaus bei 44,7 % [42,5; 46,9]. Die Kriterien eines septischen Schocks gemäß Sepsis-3-Definition trafen auf einen geringeren Anteil der Patienten zu (48,6 %), als dies nach Sepsis-1-Definition der Fall war (74,4 %). Die Gruppe nach Sepsis-3-Definition zeigte eine höhere stationäre Sterblichkeit (eTabelle 3).

Von den n = 1 093 Patienten, die den Klinikaufenthalt überlebten, wurden 38,9 % nach Hause entlassen, 32,3 % in ein anderes Krankenhaus, 23 % in eine Rehabilitationseinrichtung und 5,8 % in ein Pflegeheim verlegt. Bei n = 327 der nach Entlassung verstorbenen Patienten konnte der Ort des Versterbens ermittelt werden: 200 Patienten (61,2 %) verstarben im Krankenhaus, 49 (15,0 %) im Pflegeheim, 47 (14,4 %) zu Hause und 31 (9,4 %) in einer Rehaklinik.

Die Grafik stellt die Überlebenszeitverläufe über den Zeitraum von vier Jahren ab Diagnosestellung dar; die eTabelle 3 zeigt die kumulative Sterblichkeit im Langzeitverlauf. Die mediane Nachverfolgungszeit betrug 730 Tage (= 24 Monate). Nach 70 Tagen [55 Tage; 88 Tage] war die Hälfte der Patienten verstorben (mediane Überlebenszeit). Die Überlebensrate belief sich ein Jahr nach Diagnosestellung auf 36 % [34; 38] sowie auf 25 % [22; 28] nach vier Jahren. Die Grafik zeigt zudem, wie die Überlebenszeit in Abhängigkeit wesentlicher Strata nach Geschlecht, Terzilen des Alters sowie des APACHE-II-Scores (als Maß des Schweregrades bei Einschluss) variiert. Eine genauere Zusammenstellung potenzieller Prädiktoren des Langzeitüberlebens, die im Rahmen von univariaten und multiplen Cox-Regressionsmodellen ermittelt wurden, ist in Tabelle 2 dargestellt. In der multiplen Cox-Regression zeigten sich als Prädikatoren eines verringerten Langzeitüberlebens: Alter, nosokomialer Infektionsursprung, als Komorbiditäten Diabetes und zerebrovaskuläre Erkrankungen sowie die Liegedauer auf ITS und eine erfolgte Nierenersatztherapie als Versorgungsparameter. Die Zuweisung als operativer Notfall war hingegen mit einem verbesserten Langzeitüberleben assoziiert (alle p ≤ 0,05). Zusammenhänge zu klinischen Variablen bei Studieneinschluss für das gesamte Patientenkollektiv können eTabelle 4 entnommen werden. Hierbei fallen unter anderem Parameter des Sepsis-Schweregrades als Prädiktoren des akuten Versterbens auf.

Assoziationen der momentanen Sterberate
Tabelle 2
Assoziationen der momentanen Sterberate

Diskussion

Die vorliegende Arbeit beschreibt die systematische und prospektive Dokumentation von fast 2 000 Patienten nach intensivmedizinischer Behandlung einer (schweren) Sepsis oder eines septischen Schocks mit bis zu vierjähriger Nachverfolgung. Es zeigten sich eine hohe Akut- und Langzeitsterblichkeit: 44,6 % der Sepsispatienten verstarben im Rahmen der akutstationären Behandlung; weitere 19,1 % im ersten Jahr nach Diagnosestellung. Das mediane Überleben nach Sepsis-Diagnosestellung betrug 70 Tage.

Alters- und Geschlechtsverteilung der erfassten Patienten liegen im Bereich großer populationsbasierter Erhebungen von Sepsispatienten in Deutschland (3, 18) und den USA (6). Vor dem Hintergrund der erhöhten Mortalität bei Anwendung der neuen Sepsis-3-Definition für den septischen Schock erwies sich diese als trennscharf, was die aktuelle Literatur bestätigt (18, 19, 20). Für den Einfluss der angewandten Sepsis-Definition auf die (schwere) Sepsis kann auf Basis unserer Daten keine Aussage getroffen werden. Ausgehend von den Ergebnissen einer großen britischen Vergleichsstudie (21) gehen wir jedoch davon aus, dass eine Anwendung der Sepsis-3-Definition zu keiner wesentlichen Änderung geführt hätte, da die Schnittmenge der Patienten hier sehr groß ist.

Die Sterblichkeit im Krankenhaus und auf ITS ist mit den Ergebnissen der nationalen DRG-Statistik (22) sowie einer deutschen multizentrischen Punktprävalenzstudie (19) vergleichbar (eTabelle 3). Die deutschen Schätzungen liegen jedoch deutlich über großen retrospektiven Kohortenstudien mit > 10 000 Patienten aus Australien/Neuseeland und Großbritannien mit ITS- und Krankenhaussterblichkeitsraten von 16 % und 24 % (23) beziehungsweise 24 % und 32 % (für 2012) (24).

Auch im Langzeitverlauf zeigte das JSR eine geringere Überlebensrate als die international bislang wenigen prospektiven Langzeitstudien von intensivmedizinisch behandelten Sepsispatienten: Die multizentrische Finnsepsis-Studie berichtet eine 2-Jahres-Sterblichkeit von 44,9 % (25), eine ebenfalls multizentrische schottische Studie nennt eine Sterblichkeitsrate von 61 % für den Zeitraum von fünf Jahren nach Diagnosestellung (26). In einer monozentrischen kanadischen Studie waren nach zehn Jahren 67 % der Patienten verstorben (27) (eTabelle 5).

Selbst wenn nur Studien mit ähnlichem Setting (prospektiver Falleinschluss von intensivmedizinisch behandelten Sepsispatienten) betrachtet werden, ist die Vergleichbarkeit sowohl mit dem JSR als auch untereinander durch mehrere Faktoren limitiert:

  • Fallidentifikation: Die in großen, auf Routinedaten basierenden Studien angewandte retrospektive Fallidentifikation ist durch die eingeschränkte Validität der Sepsiskodierung nur begrenzt mit einem prospektiven, klinischen Patienteneinschluss vergleichbar: US-amerikanische Arbeiten von Rhee et al. und Gaieski et al. (6, 28) fanden bezüglich Inzidenz und Mortalität bis zu 3,5-fache Unterschiede beim Vergleich von abrechnungsrelevanten und klinischen Daten. Selbst für die zu favorisierende (automatisierte) klinische Fallidentifikation aus elektronischen Patientenakten berichteten Rhee et al. (6) einen positiven prädiktiven Wert von lediglich 70,4 % im Abgleich mit einer manuellen klinischen Validierung als Goldstandard.
  • Patientenpopulation: Gemessen am APACHE-II-Score (25) war der initiale mittlere Schweregrad der Sepsispatienten im JSR höher als in den oben genannten englischen (24) und australischen (Score > 25 nur in circa 18 %) Kohorten (23) – zurückzuführen wohl auf eine höhere anteilige Punktzahl für Komorbiditäten und Alter: Das Durchschnittsalter lag in diesen Studien zwei bis drei Jahre unter dem mittleren Alter der Patienten des JSR. Auch die Patienten der oben zitierten kanadischen und finnischen Arbeiten waren bei vergleichbarem APACHE-II-Score mit im Mittel 58 beziehungsweise 60,4 Jahren deutlich jünger (25, 27).
  • Versorgung: Auch hinsichtlich der Versorgungsstrukturen fallen international Unterschiede auf: Als mittlere Liegedauer auf ITS/im Krankenhaus werden für Großbritannien 4/21 Tage (29), für Australien 3,2/13,5 Tage (23) und für Kanada 6,9/19,2 Tage (27) angegeben. Dem gegenüber stehen im JSR 15,9/33,2 Tage. Zudem verfügt Deutschland, bezogen auf die Bevölkerungszahl, im internationalen Vergleich über die höchste Zahl an Intensivbetten. Im angelsächsischen Raum liegen die Kapazitäten deutlich darunter (30). Eine vergleichende Querschnittsstudie zeigte so 2008 für Großbritannien populationsbezogen zehnfach niedrigere intensivmedizinische Aufnahmeraten als für Deutschland (216/100 000 versus 2 353/100 000 Einwohner) (21). In den USA kommt hinzu, dass durchschnittlich 6,2 % der aus dem Krankenhaus entlassenen Patienten direkt in ein Hospiz verlegt werden (6) – in Deutschland ist dies bei nur 0,3 % der Patienten der Fall (3). So scheinen in Deutschland mehr Sepsispatienten als in den USA im Krankenhaus zu versterben, wodurch sich die Krankenhaussterblichkeit zwangsläufig erhöht.

Neben der Erfassung von Sterblichkeitsraten wurde im Rahmen des JSR für diverse klinische Variablen ein möglicher Zusammenhang mit dem Überleben untersucht (Tabelle 2, eTabelle 4). Alle beobachteten Zusammenhänge finden sich in der Literatur vorbeschrieben. Hierzu zählen zum einen klinische Variablen, die sich einer Optimierung der Akutversorgung entziehen – wie das Alter und chronische Vorerkrankungen (31). Zum anderen erwiesen sich Indikatoren des Sepsis-Schweregrads bei Diagnosestellung, wie APACHE-II- und SOFA-Score (29), sowie das Vorliegen eines septischen Schocks als Prädiktoren des akuten Überlebens. Die Liegedauer auf ITS sowie die Notwendigkeit einer Nierenersatztherapie als zusätzlich ermittelte Versorgungsparameter (32) waren mit einem verringerten Langzeitüberleben assoziiert. Sie sind ebenfalls als Ausdruck des Sepsis-Schweregrads zu verstehen.

Ansätze zur Verbesserung der Akutversorgung gibt es in Deutschland unter anderem am Universitätsklinikum Greifswald: Durch ein Qualitätsmanagement-Programm mit regelmäßiger Personalschulung in der Früherkennung und Implementierung von evidenzbasierten Therapieprotokollen mit (unter anderem) umgehender Antibiotikagabe und Abnahme von Blutkulturen verringerte sich die Sterblichkeitsrate hier nach 90 Tagen von 64,2 % auf 45 % (11) (eTabelle 3). Da auch im JSR nosokomiale Infektionen negativ mit dem Langzeitüberleben assoziiert waren (33), scheint die Einführung krankenhausweiter infektiologischer Konsile als weitere mögliche Maßnahme, um schwere, nosokomial bedingte Sepsisverläufe zu reduzieren (34).

Um die Langzeitfolgen einer Sepsis besser verstehen und behandeln zu können, werden transsektorale Ansätze und strukturierte ambulante Versorgungsangebote benötigt (35). Im Rahmen des JSR konnte das Langzeitüberleben durch Einbeziehung der hausärztlichen Dokumentation bei nur geringem Ausfall erhoben werden. Die direkte telefonische Kontaktierung von Patienten hingegen führte bei einer schottischen Studie nach fünf Jahren zu einer Ausfallrate von fast 30 % (26), das „Ohio State University Sepsis Registry“ wurde 2011 aufgrund unzureichender Nachverfolgungsraten sogar geschlossen (36).

Limitiert werden die Ergebnisse des JSR durch die monozentrische Erhebung sowie eine im Langzeitverlauf auf die Sterblichkeit beschränkte Datenerfassung, was keine Aussagen zur Langzeitmorbidität erlaubt. Auch wenn die Ergebnisse des JSR Parallelen zu nationalen oder multizentrisch erhobenen Daten aufweisen (etwa bezüglich demografischer Merkmale oder der Krankenhaussterblichkeit), bleibt der Grad ihrer Übertragbarkeit auf andere Standorte doch unklar. Durch das Fehlen einer adäquaten Kontrollgruppe kann keine Aussage darüber getroffen werden, ob der Zustand nach Sepsis in unserer Population zu einem Anstieg der Langzeitsterblichkeit geführt hat. Hinweisen aus der aktuellen Literatur folgend, ist jedoch davon auszugehen: In den US-amerikanischen Beobachtungsstudien von Prescott at al. (37) und Wang et al. (e1) zeigte sich eine im Vergleich zur Kontrollgruppe erhöhte Sterblichkeit für Patienten über 65 beziehungsweise 45 Jahre bis zu zwei beziehungsweise fünf Jahren nach Sepsis. Am ehesten mit der vorliegenden Arbeit vergleichbar ist eine monozentrische prospektive Kohortenstudie aus Australien (38): Im Abgleich mit nationalen Sterbetafeln wurde ein (wahrscheinlich) sepsisinduzierter Anstieg der Sterblichkeit bis zu zwei Jahre nach Sepsis festgestellt (eTabelle 5).

Die Stärke des JSR besteht in der für eine prospektive Beobachtungsstudie auch im internationalen Vergleich langen Nachbeobachtungsdauer mit relativ hoher Fallzahl und Vollständigkeit, wie es als Qualitätsindikator von vielen Autoren gefordert wird (8). Eine Übertragbarkeit des Erhebungsansatzes auf andere Standorte erscheint möglich und wird aktuell im Rahmen der „Mitteldeutschen Sepsis-Kohorte“ realisiert (39). Diese multizentrische Patientenkohorte adressiert zusätzlich auf der Grundlage umfangreicher Befragungen auch die Morbidität von Sepsispatienten im Langzeitverlauf.

Schlussfolgerung

Für das spezifische Setting eines deutschen Zentrums der Maximalversorgung liegen nun Ergebnisse des Langzeitüberlebens von fast 2 000 Patienten nach diagnostizierter und intensivmedizinisch behandelter Sepsis vor. Hierbei konnte durch die prospektive Fallidentifikation eine hohe Datenqualität realisiert werden. Die hausärztliche Dokumentation erwies sich im Langzeitverlauf als realisierbare Datenquelle für Registerprojekte.

Die auch langfristig eingeschränkte Überlebensrate unterstreicht gemäß der WHO-Sepsisresolution (40) die Notwendigkeit zusätzlicher stationärer, aber auch sektorübergreifender Anstrengungen, um die vermeidbare Anzahl sepsisassoziierter Todesfälle weiter zu reduzieren und die Langzeitversorgung von Sepsisüberlebenden zu stärken.

Danksagung
Viele Mitarbeiter haben über Jahre dazu beigetragen, das Jenaer Sepsis-Register zu ermöglichen. Stellvertretend sei hier (in alphabetischer Reihenfolge) gedankt: Datenerhebung und klinische Prüfung: PD Dr. Frank Bloos, Petra Bloos, Anke Braune, Daniela Fergen, Anja Haucke, Susan Kerth, Steffi Kolanos, Karina Knuhr-Kohlberg, Dr. Katrin Ludewig, Almut Noack, Ulrike Redlich, Dr. Daniel Thomas-Rüddel, Sandra Töpel, Christel Volkmer. Technische Unterstützung: Cornelia Eichhorn, Michelle Kaufmann, MSc, Dipl.-Inf. Matthias Löbe, Dr. Frank Meineke, Dipl.-Ing. Florian Rissner. Konzeption: Dr. Friederike Müller

Interessenkonflikt
Prof. Vollmar besitzt Aktien der Firma Medtronic.

Prof. Scherag erhielt von der Rudolf Presl GmbH & Co. Klinik Bavaria Rehabilitations KG finanzielle Förderung für ein Forschungsprojekt.

Die übrigen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 7. 4. 2020, revidierte Fassung angenommen: 24. 6. 2020

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Konrad Schmidt
Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Jena
Friedrich-Schiller-Universität
Bachstraße 18, 07743 Jena
Konrad.Schmidt@med.uni-jena.de

Zitierweise
Schmidt K, Gensichen J, Fleischmann-Struzek C, Bahr V, Pausch C, Sakr Y, Reinhart K, Vollmar HC, Thiel P, Scherag A, Gantner J, Brunkhorst FM: Long-term survival following sepsis—results of a single-center registry study with four year follow-up.
Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 775–82. DOI: 10.3238/arztebl.2020.0775

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit4620 oder über QR-Code

eMethodenteil, eTabellen:
www.aerzteblatt.de/20m0775 oder über QR-Code

1.
Singer M, Deutschman CS, Seymour CW, et al.: The third international consensus definitions for sepsis and septic shock (sepsis-3). JAMA 2016; 315: 801–10 CrossRef MEDLINE PubMed Central
2.
Bone RC, Balk RA, Cerra FB, et al.: Definitions for sepsis and organ failure and guidelines for the use of innovative therapies in sepsis. The ACCP/SCCM consensus conference committee. American College of Chest Physicians/Society of Critical Care Medicine. Chest 1992; 101: 1644–55 CrossRef MEDLINE
3.
Fleischmann-Struzek C, Mikolajetz A, Schwarzkopf D, et al.: Challenges in assessing the burden of sepsis and understanding the inequalities of sepsis outcomes between national health systems: secular trends in sepsis and infection incidence and mortality in Germany. Intens Care Med 2018; 44: 1826–35 CrossRef MEDLINE PubMed Central
4.
Fleischmann C, Scherag A, Adhikari NK, et al.: Assessment of global incidence and mortality of hospital-treated sepsis. Current estimates and limitations. Am J Respir Crit Care Med 2016; 193: 259–72 CrossRef MEDLINE
5.
Rudd KE, Johnson SC, Agesa KM, et al.: Global, regional, and national sepsis incidence and mortality, 1990–2017: Analysis for the Global Burden of Disease Study. Lancet 2020; 395: 200–11 19)32989-7">CrossRef
6.
Rhee C, Dantes R, Epstein L, et al.: Incidence and trends of sepsis in US hospitals using clinical vs claims data, 2009–2014. JAMA 2017; 318: 1241–9 CrossRef MEDLINE PubMed Central
7.
Prescott HC, Angus DC: Enhancing recovery from sepsis: a review. JAMA 2018; 319: 62–75 CrossRef MEDLINE PubMed Central
8.
Shankar-Hari M, Rubenfeld GD: Understanding long-term outcomes following sepsis: implications and challenges. Curr Infect Dis Rep 2016; 18: 37 CrossRef MEDLINE PubMed Central
9.
Koch A, Weiskirchen R, Kunze J, et al.: Elevated asymmetric dimethylarginine levels predict short- and long-term mortality risk in critically ill patients. J Crit Care 2013; 28: 947–53 CrossRef MEDLINE
10.
Honselmann KC: Lebensqualität und Mortalität von Intensivpatienten mit Pneumonie und/oder Sepsis – Prognosestellung durch klinische Parameter. Sektion Medizin. Lübeck: Universität zu Lübeck 2015.
11.
Scheer CS, Fuchs C, Kuhn SO, et al.: Quality improvement initiative for severe sepsis and septic shock reduces 90-day mortality: a 7.5-year observational study. Crit Care Med 2017; 45: 241–52 CrossRef MEDLINE
12.
Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Sondergutachten 2009: Koordination und Integration − Gesundheitsversorgung in einer Gesellschaft des längeren Lebens. www.svr-gesundheit.de/index.php?id=14 (last accessed on 15 August 2020).
13.
Müller D, Augustin M, Banik N, et al.: Memorandum registry for health services research. Gesundheitswesen 2010; 72: 824–39 CrossRef MEDLINE
14.
Löbe M, Kropf S, Meineke F, Rißner F, Brunkhorst F: OpenClinica als zentraler Baustein eines integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum. Meeting Abstract, 58. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie, Lübeck 2013. www.egms.de/static/en/meetings/gmds2013/13gmds050.shtml (last accessed on 15 August 2020).
15.
Knaus WA, Draper EA, Wagner DP, Zimmerman JE: Apache II: a severity of disease classification system. Crit Care Med 1985; 13: 818–29 CrossRef
16.
Vincent JL, Moreno R, Takala J, et al.: The SOFA (Sepsis-Related Organ Failure Assessment) score to describe organ dysfunction/failure. On behalf of the Working Group on Sepsis-Related Problems of the European Society of Intensive Care Medicine. Intensive Care Med 1996; 22: 707–10 CrossRef MEDLINE
17.
Pocock SJ, Clayton TC, Altman DG: Survival plots of time-to-event outcomes in clinical trials: good practice and pitfalls. Lancet 2002; 359: 1686–9 02)08594-X">CrossRef
18.
SepNet Critical Care Trials Group: Incidence of severe sepsis and septic shock in German intensive care units: the prospective, multicentre INSEP study. Intensive Care Med 2016; 42: 1980–9 CrossRef MEDLINE
19.
Seymour CW, Liu VX, Iwashyna TJ, et al.: Assessment of clinical criteria for sepsis: for the Third International Consensus Definitions for Sepsis and Septic Shock (Sepsis-3). JAMA 2016; 315: 762–74 CrossRef MEDLINE PubMed Central
20.
Shankar-Hari M, Harrison DA, Rubenfeld GD, Rowan K: Epidemiology of sepsis and septic shock in critical care units: comparison between sepsis-2 and sepsis-3 populations using a national critical care database. Br J Anaesth 2017; 119: 626–36 CrossRef MEDLINE
21.
Wunsch H, Angus DC, Harrison DA, et al.: Variation in critical care services across North America and Western Europe. Crit Care Med 2008; 36: 2787–93, e1–9 CrossRef MEDLINE
22.
Fleischmann C, Thomas-Rueddel DO, Hartmann M, et al.: Hospital incidence and mortality rates of sepsis—an analysis of hospital episode (DRG) statistics in Germany from 2007 to 2013. Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 159–66 CrossRef MEDLINE PubMed Central
23.
Kaukonen KM, Bailey M, Suzuki S, Pilcher D, Bellomo R: Mortality related to severe sepsis and septic shock among critically ill patients in Australia and New Zealand, 2000–2012. JAMA 2014; 311: 1308–16 CrossRef MEDLINE
24.
Shankar-Hari M, Harrison DA, Rowan KM: Differences in impact of definitional elements on mortality precludes international comparisons of sepsis epidemiology—a cohort study illustrating the need for standardized reporting. Crit Care Med 2016; 44: 2223–30 CrossRef MEDLINE
25.
Karlsson S, Ruokonen E, Varpula T, Ala-Kokko TI, Pettila V, Finnsepsis Study Group: Long-term outcome and quality-adjusted life years after severe sepsis. Crit Care Med 2009; 37: 1268–74 CrossRef MEDLINE
26.
Cuthbertson BH, Elders A, Hall S, et al.: Mortality and quality of life in the five years after severe sepsis. Crit Care 2013; 17: R70 CrossRef MEDLINE PubMed Central
27.
Linder A, Guh D, Boyd JH, Walley KR, Anis AH, Russell JA: Long-term (10-year) mortality of younger previously healthy patients with severe sepsis/septic shock is worse than that of patients with nonseptic critical illness and of the general population. Crit Care Med 2014; 42: 2211–8 CrossRef MEDLINE
28.
Gaieski DF, Edwards JM, Kallan MJ, Carr BG: Benchmarking the incidence and mortality of severe sepsis in the United States. Crit Care Med 2013; 41: 1167–74 CrossRef MEDLINE
29.
Shankar-Hari M, Harrison DA, Ferrando-Vivas P, Rubenfeld GD, Rowan K: Risk factors at index hospitalization associated with longer-term mortality in adult sepsis survivors. JAMA Netw Open 2019; 2: e194900 CrossRef MEDLINE PubMed Central
30.
OECD: Beyond containment: health systems responses to COVID-19 in the OECD. 2020. read.oecd-ilibrary.org/view/?ref=119_119689-ud5comtf84&title=Beyond_Containment:Health_systems_responses_to_COVID-19_in_the_OECD (last accessed on 15 June 2020).
31.
Rhee C, Jones TM, Hamad Y, et al.: Prevalence, underlying causes, and preventability of sepsis-associated mortality in US acute care hospitals. JAMA Netw Open 2019; 2: e187571 CrossRef MEDLINE PubMed Central
32.
Ou SM, Chu H, Chao PW, et al.: Long-term mortality and major adverse cardiovascular events in sepsis survivors. A nationwide population-based study. Am J Respir Crit Care Med 2016; 194: 209–17 CrossRef MEDLINE
33.
Gastmeier P, Geffers C, Herrmann M, et al.: Nosokomiale Infektionen und Infektionen mit multiresistenten Erregern – Häufigkeit und Sterblichkeit. Deut Med Wochenschr 2016; 141: 421–6 CrossRef MEDLINE
34.
Hagel S, Ludewig K, Pletz MW, et al.: Effectiveness of a hospital-wide infection control programme on the incidence of healthcare-associated infections and associated severe sepsis and septic shock: a prospective interventional study. Clin Microbiol Infect 2019; 25: 462–8 CrossRef MEDLINE
35.
Schmidt K, Worrack S, Von Korff M, et al.: Effect of a primary care management intervention on mental health-related quality of life among survivors of sepsis: a randomized clinical trial. JAMA 2016; 315: 2703–11 CrossRef MEDLINE PubMed Central
36.
Ohio State University Sepsis Registry. www.clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT00837421?term=Ohio+State+University+Sepsis+Registry (last accessed on 7 April 2020).
37.
Prescott HC, Osterholzer JJ, Langa KM, Angus DC, Iwashyna TJ: Late mortality after sepsis: propensity matched cohort study. BMJ 2016; 353: i2375 CrossRef MEDLINE PubMed Central
38.
Davis JS, He V, Anstey NM, Condon JR: Long term outcomes following hospital admission for sepsis using relative survival analysis: a prospective cohort study of 1,092 patients with 5 year follow up. PloS One 2014; 9: e112224 CrossRef MEDLINE PubMed Central
39.
Scherag A, Hartog CS, Fleischmann C, et al.: A patient cohort on long-term sequelae of sepsis survivors: study protocol of the Mid-German sepsis cohort. BMJ Open 2017; 7: e016827 CrossRef MEDLINE PubMed Central
40.
Reinhart K, Daniels R, Kissoon N, Machado FR, Schachter RD, Finfer S: Recognizing sepsis as a global health priority – a WHO resolution. N Engl J Med 2017; 377: 414–7 CrossRef MEDLINE
e1.
Wang HE, Szychowski JM, Griffin R, Safford MM, Shapiro NI, Howard G: Long-term mortality after community-acquired sepsis: a longitudinal population-based cohort study. BMJ Open 2014; 4: e004283 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e2.
Zwiener I, Blettner M, Hommel G: Survival analysis—part 15 of a series on evaluation of scientific publications. Dtsch Arztebl Int 2011; 108: 163–9 VOLLTEXT
e3.
Weis S, Dickmann P, Pletz MW, Coldewey SM, Gerlach H, Bauer M: Sepsis 2017: Eine neue Definition führt zu neuen Konzepten. Dtsch Arztebl 2017; 114: A-1424 VOLLTEXT
e4.
Levy MM, Fink MP, Marshall JC, et al.: 2001 SCCM/ESICM/ACCP/ATS/SIS International Sepsis Definitions Conference. Crit Care Med 2003; 29: 530–8 CrossRef MEDLINE
e5.
Francisco J, Aragao I, Cardoso T: Risk factors for long-term mortality in patients admitted with severe infection. BMC Infect Dis 2018; 18: 161 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e6.
Storgaard M, Hallas J, Gahrn-Hansen B, Pedersen SS, Pedersen C, Lassen AT: Short- and long-term mortality in patients with community-acquired severe sepsis and septic shock. Scand J Infect Dis 2013; 45: 577–83 CrossRef MEDLINE
e7.
Haraldsen P, Andersson R: Quality of life, morbidity, and mortality after surgical intensive care: a follow-up study of patients treated for abdominal sepsis in the surgical intensive care unit. Eur J Surg 2003 (Suppl): 23–7.
e8.
Korosec Jagodic H, Jagodic K, Podbregar M: Long-term outcome and quality of life of patients treated in surgical intensive care: a comparison between sepsis and trauma. Crit Care 2006; 10: R134 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e9.
Angus DC, Laterre PF, Helterbrand J, et al.: The effect of drotrecogin alfa (activated) on long-term survival after severe sepsis. Crit Care Med 2004; 32: 2199–206 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e10.
Henriksen DP, Damkier P, Davidsen JR, Laursen CB: The methodology of assessing long-term mortality and cardiovascular risks in survivors of sepsis. Am J Respir Crit Care Med 2016; 194: 245–6 CrossRef MEDLINE
e11.
Iwashyna TJ, Cooke CR, Wunsch H, Kahn JM: Population burden of long-term survivorship after severe sepsis in older americans. J Am Geriatr Soc 2012; 60: 1070–7 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e12.
Rahmel T, Schmitz S, Nowak H, et al.: Long-term mortality and outcome in hospital survivors of septic shock, sepsis, and severe infections: the importance of aftercare. PLoS One 2020; 15: e0228952 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e13.
Weycker D, Akhras KS, Edelsberg J, Angus DC, Oster G: Long-term mortality and medical care charges in patients with severe sepsis. Crit Care Med 2003; 31: 2316–23 CrossRef MEDLINE
e14.
Shen HN, Lu CL, Yang HH: Risk of recurrence after surviving severe sepsis: a matched cohort study. Crit Care Med 2016; 44: 1833–41 CrossRef MEDLINE
e15.
Yende S, Linde-Zwirble W, Mayr F, Weissfeld LA, Reis S, Angus DC: Risk of cardiovascular events in survivors of severe sepsis. Am J Respir Crit Care Med 2014; 189: 1065–74 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e16.
Lemay AC, Anzueto A, Restrepo MI, Mortensen EM: Predictors of long-term mortality after severe sepsis in the elderly. Am J Med Sci 2014; 347: 282–8 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e17.
Quartin AA, Schein RM, Kett DH, Peduzzi PN: Magnitude and duration of the effect of sepsis on survival. JAMA 1997; 277: 1058–63 CrossRef MEDLINE
* Beide Autoren teilen sich die Letztautorenschaft.
Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum Sepsis und Sepsisfolgen –
„Center for Sepsis Control and Care” (CSCC), Universitätsklinikum Jena:
Dr. med. Konrad Schmidt, Dr. med. Carolin Fleischmann-Struzek, Dr. rer. nat. Christine Pausch,
Prof. Dr. med. Konrad Reinhart, Dr. med. Paul Thiel, Prof. Dr. rer. physiol. André Scherag,
Prof. Dr. med. Frank M. Brunkhorst
Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Jena:
Dr. med. Konrad Schmidt, Prof. Dr. med. Jochen Gensichen, Prof. Dr. med. Horst Christian Vollmar, Dr. med. Paul Thiel
Institut für Allgemeinmedizin, Charité Universitätsmedizin Berlin:
Dr. med. Konrad Schmidt
Institut für Allgemeinmedizin, Ludwig-Maximilians-Universität München:
Prof. Dr. med. Jochen Gensichen
Zentrum für Klinische Studien, Universitätsklinikum Jena: Viola Bahr,
Prof. Dr. med. Frank M. Brunkhorst
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Jena:
Prof. Dr. med. Yasser Sakr, Prof. Dr. med. Konrad Reinhart
Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie, Universität Leipzig:
Dr. rer. nat. Christine Pausch
Abteilung für Allgemeinmedizin, Medizinische Fakultät, Ruhr-Universität Bochum:
Prof. Dr. med. Horst Christian Vollmar
Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Datenwissenschaften, Universitätsklinikum Jena: Prof. Dr. rer. physiol. André Scherag, Julia Gantner
Langzeitüberleben der intensivmedizinisch behandelten 1 975 Patienten mit (schwerer) Sepsis und septischem Schock.
Grafik
Langzeitüberleben der intensivmedizinisch behandelten 1 975 Patienten mit (schwerer) Sepsis und septischem Schock.
Infektiologische Charakteristika der untersuchten Population
Tabelle 1a
Infektiologische Charakteristika der untersuchten Population
Klinische Charakteristika der untersuchten Population
Tabelle 1b
Klinische Charakteristika der untersuchten Population
Assoziationen der momentanen Sterberate
Tabelle 2
Assoziationen der momentanen Sterberate
1.Singer M, Deutschman CS, Seymour CW, et al.: The third international consensus definitions for sepsis and septic shock (sepsis-3). JAMA 2016; 315: 801–10 CrossRef MEDLINE PubMed Central
2.Bone RC, Balk RA, Cerra FB, et al.: Definitions for sepsis and organ failure and guidelines for the use of innovative therapies in sepsis. The ACCP/SCCM consensus conference committee. American College of Chest Physicians/Society of Critical Care Medicine. Chest 1992; 101: 1644–55 CrossRef MEDLINE
3.Fleischmann-Struzek C, Mikolajetz A, Schwarzkopf D, et al.: Challenges in assessing the burden of sepsis and understanding the inequalities of sepsis outcomes between national health systems: secular trends in sepsis and infection incidence and mortality in Germany. Intens Care Med 2018; 44: 1826–35 CrossRef MEDLINE PubMed Central
4.Fleischmann C, Scherag A, Adhikari NK, et al.: Assessment of global incidence and mortality of hospital-treated sepsis. Current estimates and limitations. Am J Respir Crit Care Med 2016; 193: 259–72 CrossRef MEDLINE
5.Rudd KE, Johnson SC, Agesa KM, et al.: Global, regional, and national sepsis incidence and mortality, 1990–2017: Analysis for the Global Burden of Disease Study. Lancet 2020; 395: 200–11 CrossRef
6.Rhee C, Dantes R, Epstein L, et al.: Incidence and trends of sepsis in US hospitals using clinical vs claims data, 2009–2014. JAMA 2017; 318: 1241–9 CrossRef MEDLINE PubMed Central
7.Prescott HC, Angus DC: Enhancing recovery from sepsis: a review. JAMA 2018; 319: 62–75 CrossRef MEDLINE PubMed Central
8.Shankar-Hari M, Rubenfeld GD: Understanding long-term outcomes following sepsis: implications and challenges. Curr Infect Dis Rep 2016; 18: 37 CrossRef MEDLINE PubMed Central
9.Koch A, Weiskirchen R, Kunze J, et al.: Elevated asymmetric dimethylarginine levels predict short- and long-term mortality risk in critically ill patients. J Crit Care 2013; 28: 947–53 CrossRef MEDLINE
10.Honselmann KC: Lebensqualität und Mortalität von Intensivpatienten mit Pneumonie und/oder Sepsis – Prognosestellung durch klinische Parameter. Sektion Medizin. Lübeck: Universität zu Lübeck 2015.
11.Scheer CS, Fuchs C, Kuhn SO, et al.: Quality improvement initiative for severe sepsis and septic shock reduces 90-day mortality: a 7.5-year observational study. Crit Care Med 2017; 45: 241–52 CrossRef MEDLINE
12.Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Sondergutachten 2009: Koordination und Integration − Gesundheitsversorgung in einer Gesellschaft des längeren Lebens. www.svr-gesundheit.de/index.php?id=14 (last accessed on 15 August 2020).
13.Müller D, Augustin M, Banik N, et al.: Memorandum registry for health services research. Gesundheitswesen 2010; 72: 824–39 CrossRef MEDLINE
14.Löbe M, Kropf S, Meineke F, Rißner F, Brunkhorst F: OpenClinica als zentraler Baustein eines integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum. Meeting Abstract, 58. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie, Lübeck 2013. www.egms.de/static/en/meetings/gmds2013/13gmds050.shtml (last accessed on 15 August 2020).
15.Knaus WA, Draper EA, Wagner DP, Zimmerman JE: Apache II: a severity of disease classification system. Crit Care Med 1985; 13: 818–29 CrossRef
16.Vincent JL, Moreno R, Takala J, et al.: The SOFA (Sepsis-Related Organ Failure Assessment) score to describe organ dysfunction/failure. On behalf of the Working Group on Sepsis-Related Problems of the European Society of Intensive Care Medicine. Intensive Care Med 1996; 22: 707–10 CrossRef MEDLINE
17.Pocock SJ, Clayton TC, Altman DG: Survival plots of time-to-event outcomes in clinical trials: good practice and pitfalls. Lancet 2002; 359: 1686–9 CrossRef
18.SepNet Critical Care Trials Group: Incidence of severe sepsis and septic shock in German intensive care units: the prospective, multicentre INSEP study. Intensive Care Med 2016; 42: 1980–9 CrossRef MEDLINE
19.Seymour CW, Liu VX, Iwashyna TJ, et al.: Assessment of clinical criteria for sepsis: for the Third International Consensus Definitions for Sepsis and Septic Shock (Sepsis-3). JAMA 2016; 315: 762–74 CrossRef MEDLINE PubMed Central
20.Shankar-Hari M, Harrison DA, Rubenfeld GD, Rowan K: Epidemiology of sepsis and septic shock in critical care units: comparison between sepsis-2 and sepsis-3 populations using a national critical care database. Br J Anaesth 2017; 119: 626–36 CrossRef MEDLINE
21.Wunsch H, Angus DC, Harrison DA, et al.: Variation in critical care services across North America and Western Europe. Crit Care Med 2008; 36: 2787–93, e1–9 CrossRef MEDLINE
22.Fleischmann C, Thomas-Rueddel DO, Hartmann M, et al.: Hospital incidence and mortality rates of sepsis—an analysis of hospital episode (DRG) statistics in Germany from 2007 to 2013. Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 159–66 CrossRef MEDLINE PubMed Central
23.Kaukonen KM, Bailey M, Suzuki S, Pilcher D, Bellomo R: Mortality related to severe sepsis and septic shock among critically ill patients in Australia and New Zealand, 2000–2012. JAMA 2014; 311: 1308–16 CrossRef MEDLINE
24.Shankar-Hari M, Harrison DA, Rowan KM: Differences in impact of definitional elements on mortality precludes international comparisons of sepsis epidemiology—a cohort study illustrating the need for standardized reporting. Crit Care Med 2016; 44: 2223–30 CrossRef MEDLINE
25. Karlsson S, Ruokonen E, Varpula T, Ala-Kokko TI, Pettila V, Finnsepsis Study Group: Long-term outcome and quality-adjusted life years after severe sepsis. Crit Care Med 2009; 37: 1268–74 CrossRef MEDLINE
26.Cuthbertson BH, Elders A, Hall S, et al.: Mortality and quality of life in the five years after severe sepsis. Crit Care 2013; 17: R70 CrossRef MEDLINE PubMed Central
27.Linder A, Guh D, Boyd JH, Walley KR, Anis AH, Russell JA: Long-term (10-year) mortality of younger previously healthy patients with severe sepsis/septic shock is worse than that of patients with nonseptic critical illness and of the general population. Crit Care Med 2014; 42: 2211–8 CrossRef MEDLINE
28.Gaieski DF, Edwards JM, Kallan MJ, Carr BG: Benchmarking the incidence and mortality of severe sepsis in the United States. Crit Care Med 2013; 41: 1167–74 CrossRef MEDLINE
29.Shankar-Hari M, Harrison DA, Ferrando-Vivas P, Rubenfeld GD, Rowan K: Risk factors at index hospitalization associated with longer-term mortality in adult sepsis survivors. JAMA Netw Open 2019; 2: e194900 CrossRef MEDLINE PubMed Central
30.OECD: Beyond containment: health systems responses to COVID-19 in the OECD. 2020. read.oecd-ilibrary.org/view/?ref=119_119689-ud5comtf84&title=Beyond_Containment:Health_systems_responses_to_COVID-19_in_the_OECD (last accessed on 15 June 2020).
31.Rhee C, Jones TM, Hamad Y, et al.: Prevalence, underlying causes, and preventability of sepsis-associated mortality in US acute care hospitals. JAMA Netw Open 2019; 2: e187571 CrossRef MEDLINE PubMed Central
32.Ou SM, Chu H, Chao PW, et al.: Long-term mortality and major adverse cardiovascular events in sepsis survivors. A nationwide population-based study. Am J Respir Crit Care Med 2016; 194: 209–17 CrossRef MEDLINE
33.Gastmeier P, Geffers C, Herrmann M, et al.: Nosokomiale Infektionen und Infektionen mit multiresistenten Erregern – Häufigkeit und Sterblichkeit. Deut Med Wochenschr 2016; 141: 421–6 CrossRef MEDLINE
34.Hagel S, Ludewig K, Pletz MW, et al.: Effectiveness of a hospital-wide infection control programme on the incidence of healthcare-associated infections and associated severe sepsis and septic shock: a prospective interventional study. Clin Microbiol Infect 2019; 25: 462–8 CrossRef MEDLINE
35.Schmidt K, Worrack S, Von Korff M, et al.: Effect of a primary care management intervention on mental health-related quality of life among survivors of sepsis: a randomized clinical trial. JAMA 2016; 315: 2703–11 CrossRef MEDLINE PubMed Central
36.Ohio State University Sepsis Registry. www.clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT00837421?term=Ohio+State+University+Sepsis+Registry (last accessed on 7 April 2020).
37.Prescott HC, Osterholzer JJ, Langa KM, Angus DC, Iwashyna TJ: Late mortality after sepsis: propensity matched cohort study. BMJ 2016; 353: i2375 CrossRef MEDLINE PubMed Central
38.Davis JS, He V, Anstey NM, Condon JR: Long term outcomes following hospital admission for sepsis using relative survival analysis: a prospective cohort study of 1,092 patients with 5 year follow up. PloS One 2014; 9: e112224 CrossRef MEDLINE PubMed Central
39.Scherag A, Hartog CS, Fleischmann C, et al.: A patient cohort on long-term sequelae of sepsis survivors: study protocol of the Mid-German sepsis cohort. BMJ Open 2017; 7: e016827 CrossRef MEDLINE PubMed Central
40.Reinhart K, Daniels R, Kissoon N, Machado FR, Schachter RD, Finfer S: Recognizing sepsis as a global health priority – a WHO resolution. N Engl J Med 2017; 377: 414–7 CrossRef MEDLINE
e1.Wang HE, Szychowski JM, Griffin R, Safford MM, Shapiro NI, Howard G: Long-term mortality after community-acquired sepsis: a longitudinal population-based cohort study. BMJ Open 2014; 4: e004283 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e2.Zwiener I, Blettner M, Hommel G: Survival analysis—part 15 of a series on evaluation of scientific publications. Dtsch Arztebl Int 2011; 108: 163–9 VOLLTEXT
e3.Weis S, Dickmann P, Pletz MW, Coldewey SM, Gerlach H, Bauer M: Sepsis 2017: Eine neue Definition führt zu neuen Konzepten. Dtsch Arztebl 2017; 114: A-1424 VOLLTEXT
e4.Levy MM, Fink MP, Marshall JC, et al.: 2001 SCCM/ESICM/ACCP/ATS/SIS International Sepsis Definitions Conference. Crit Care Med 2003; 29: 530–8 CrossRef MEDLINE
e5.Francisco J, Aragao I, Cardoso T: Risk factors for long-term mortality in patients admitted with severe infection. BMC Infect Dis 2018; 18: 161 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e6.Storgaard M, Hallas J, Gahrn-Hansen B, Pedersen SS, Pedersen C, Lassen AT: Short- and long-term mortality in patients with community-acquired severe sepsis and septic shock. Scand J Infect Dis 2013; 45: 577–83 CrossRef MEDLINE
e7.Haraldsen P, Andersson R: Quality of life, morbidity, and mortality after surgical intensive care: a follow-up study of patients treated for abdominal sepsis in the surgical intensive care unit. Eur J Surg 2003 (Suppl): 23–7.
e8. Korosec Jagodic H, Jagodic K, Podbregar M: Long-term outcome and quality of life of patients treated in surgical intensive care: a comparison between sepsis and trauma. Crit Care 2006; 10: R134 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e9.Angus DC, Laterre PF, Helterbrand J, et al.: The effect of drotrecogin alfa (activated) on long-term survival after severe sepsis. Crit Care Med 2004; 32: 2199–206 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e10.Henriksen DP, Damkier P, Davidsen JR, Laursen CB: The methodology of assessing long-term mortality and cardiovascular risks in survivors of sepsis. Am J Respir Crit Care Med 2016; 194: 245–6 CrossRef MEDLINE
e11.Iwashyna TJ, Cooke CR, Wunsch H, Kahn JM: Population burden of long-term survivorship after severe sepsis in older americans. J Am Geriatr Soc 2012; 60: 1070–7 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e12.Rahmel T, Schmitz S, Nowak H, et al.: Long-term mortality and outcome in hospital survivors of septic shock, sepsis, and severe infections: the importance of aftercare. PLoS One 2020; 15: e0228952 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e13.Weycker D, Akhras KS, Edelsberg J, Angus DC, Oster G: Long-term mortality and medical care charges in patients with severe sepsis. Crit Care Med 2003; 31: 2316–23 CrossRef MEDLINE
e14.Shen HN, Lu CL, Yang HH: Risk of recurrence after surviving severe sepsis: a matched cohort study. Crit Care Med 2016; 44: 1833–41 CrossRef MEDLINE
e15.Yende S, Linde-Zwirble W, Mayr F, Weissfeld LA, Reis S, Angus DC: Risk of cardiovascular events in survivors of severe sepsis. Am J Respir Crit Care Med 2014; 189: 1065–74 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e16.Lemay AC, Anzueto A, Restrepo MI, Mortensen EM: Predictors of long-term mortality after severe sepsis in the elderly. Am J Med Sci 2014; 347: 282–8 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e17.Quartin AA, Schein RM, Kett DH, Peduzzi PN: Magnitude and duration of the effect of sepsis on survival. JAMA 1997; 277: 1058–63 CrossRef MEDLINE

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote