ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2020Lisa Federle: Bundesverdienstkreuz für „rollende Arztpraxis“

PERSONALIEN

Lisa Federle: Bundesverdienstkreuz für „rollende Arztpraxis“

Beerheide, Rebecca

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Lisa Federle, Foto: picture alliance/AP/Michael Sohn
Lisa Federle, Foto: picture alliance/AP/Michael Sohn

In in der badenwürttembergischen Universitätsstadt Tübingen kennt sie jeder: Die Notärztin Dr. med. Lisa Federle ist bei vielen medizinischen Projekten vor Ort mit dabei, ist ehrenamtliche Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes in Tübingen und Pandemie-Beauftragte des Landkreises. Dort sitzt sie seit 2009 für die CDU im Kreisrat. Auch bei der Landtagswahl vor vier Jahren kandidierte sie – und verpasste knapp den Einzug in den Landtag in Stuttgart. Ende September 2020 wurde sie für ihre Idee einer „rollenden Arztpraxis“ von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Bundesverdienstkreuz in Berlin ausgezeichnet. Die Idee für die mobile Praxis entstand vor fünf Jahren, um nach Deutschland geflüchtete Menschen in ihren Unterkünften besser versorgen zu können. Das Mobil kam dann auch für Sprechstunden für Bewohner eines Obdachlosenheims zum Einsatz. Jetzt in der Coronapandemie wurde die „rollende Arztpraxis“ zu einer mobilen Fieber- und Abstrichambulanz umstrukturiert. In der Begründung des Bundespräsidialamtes heißt es: „Lisa Federle handelt immer wieder vorausschauend, um anderen zu helfen.“ Und weiter: „Menschen wie sie bilden den Kitt in unserer Gesellschaft – und das nicht nur in Krisenzeiten.“

Die 59-jährige Notärztin ist Mutter von vier Kindern. Nach einem Schulabbruch in Teenagerjahren holte sie ihre Abschlüsse bis zum Abitur nach und studierte mit 30 Jahren Medizin und schloss das Studium im Alter von 37 Jahren mit Promotion ab. Rebecca Beerheide

Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote