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Medizinische Fachangestellte: Tarifverhandlungen sind angelaufen

Maybaum, Thorsten

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Die Tarifrunde für Medizinische Fachangestellte soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Foto: hedgehog94/stock.adobe.com
Die Tarifrunde für Medizinische Fachangestellte soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Foto: hedgehog94/stock.adobe.com

Die Tarifvertragsparteien der niedergelassenen Ärzte (AAA) und der Medizinischen Fachangestellten (MFA, Verband medizinischer Fachberufe) haben sich in ihrer ersten Tarifrunde auf eine Leitschnur für die Verhandlungen verständigt. Man sei sich einig, den Spagat zwischen der minimalen Steigerung der Vergütung für Vertragsärzte und der Wertschätzung für MFA in den Arztpraxen bewältigen zu wollen, teilten beide Seiten in einer gemeinsamen Mitteilung mit. Die Gespräche hätten in einer konstruktiven Atmosphäre stattgefunden. Die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) sagte dem Deutschen Ärzteblatt, es sei geplant, die Tarifverhandlungen noch in diesem Jahr abzuschließen. Die Arbeitnehmervertreter fordern für die Tätigkeitsgruppe I in allen Berufsjahrgruppen eine Gehaltserhöhung von 150 Euro. Ziel sei es, die Entgeltdifferenz zu den Einstiegsgehältern für MFA im öffentlichen Dienst zu reduzieren, sagte die Verhandlungsführerin auf Arbeitnehmerseite, Hannelore König. Der Verband wies darauf hin, dass seit 2012 jedes Jahr mehr als 2 000 in den Arztpraxen ausgebildete MFA in Krankenhäuser abgewandert seien. Zwischen 2012 und 2018 habe sich die Zahl der im stationären Bereich arbeitenden MFA um 34 Prozent erhöht. Ein Grund sei, dass diese im Krankenhaus als Berufsanfänger laut Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst rund 2 650 Euro brutto erhalten würden. Das Tarifgehalt für MFA in Arztpraxen in Tätigkeitsgruppe (TG) III liege in den ersten drei Berufsjahren bei 2 216 Euro brutto. Auf der Agenda der Verhandlungen steht auch ein Coronasonderbonus. may

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