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ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2020Radiologie: Zentrale Auswertung

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Radiologie: Zentrale Auswertung

Jugel, Erwin

Einen intelligenten Röntgenassistenten, der dabei hilft, wichtige Informationen aus Röntgen- und CT-Bildern zu filtern, entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in dem neuen Verbundprojekt „Künstliche Intelligenz für radiologische Bildgebung in der Notfall- und Intensivmedizin“ (DÄ 41/2020 von Arne Hilienhof).
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Mit großem Interesse habe ich diesen Artikel gelesen ... In einem Seminar zur künstlichen Intelligenz bei Prof. Hoering, Philosophische Fakultät der Universität Tübingen im Sommer 1989, sollte ich den Stand der Radiologie bei der künstlichen Intelligenz herausfinden. Es ging hier in erster Linie um Mustererkennung, d. h. Pattern Recognition. ... Dazu habe ich in mehreren medizinischen ... Bibliotheken an der Universität Tübingen geforscht und dann das Referat vorgestellt. ... Im Unterschied zu dem Schreiber Ihres Artikels sehe ich die Anwendung der künstlichen Intelligenz doch etwas anders. Nehmen wir mal den Thorax, der jetzt hoffentlich überall digitalisiert ist. Die Fehlerquote bei den Befunden liegt aufgrund von Untersuchungen bei 16 %. Sinnvoll wäre es, die codierten Aufnahmen an einen Zentralcomputer weiterzuleiten, der dann maschinell unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz im Sinne von Mustererkennung die Aufnahmen mit großer Geschwindigkeit auswertet und den Befund an den Absender weiterleitet. ...

Die Schwierigkeit liegt auch darin, dass sich die Einsatzmöglichkeit der künstlichen Intelligenz damals noch auf wenige radiologische Aufnahmen begrenzte, so kurioserweise auf das Orthopantomogramm, das Knochen-Szintigramm, aber noch nicht das Cerebrale Computertomogramm. Dem Artikel konnte ich entnehmen, dass sich mittlerweile weitere Untersuchungsbereiche erschlossen haben. Aus Gründen der Qualitätssicherung halte ich es aber grundsätzlich für notwendig, dass die maschinelle Auswertung an einem Zentralcomputer erfolgt.

Dr. med. Erwin Jugel, 72076 Tübingen

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