ArchivDÄ-TitelSupplement: PerspektivenSUPPLEMENT: Onkologie 5/2020Neues Kapitel der HCC-Therapie: Krebsimmuntherapie

SUPPLEMENT: Perspektiven der Onkologie

Neues Kapitel der HCC-Therapie: Krebsimmuntherapie

Dtsch Arztebl 2020; 117(47): [43]

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Obwohl es mehr als zehn Phase-III-Studien beim hepatozellulären Karzinom (HCC) gab, brachte keine seit der Einführung von Sorafenib vor über einer Dekade einen relevanten Therapiefortschritt. Die erfolgte EU-Zulassung des PD-L1-Inhibitors Tecentriq (Atezolizumab) in Kombination mit Avastin (Bevacizumab) bedeutet einen therapeutischen Meilenstein für die First-Line-Therapie erwachsener Patienten mit fortgeschrittenem oder nicht resezierbarem HCC. Es ist die erste zugelassene Krebsimmuntherapie beim Leberzellkarzinom. Grundlage für die Zulassung sind die positiven Resultate der Phase-III-Studie IMbrave150. Sowohl das Gesamtüberleben (OS) als auch das progressionsfreie Überleben (PFS) werden bei längerem Erhalt der Lebensqualität signifikant verbessert. Der Kombinationsansatz war in allen Endpunkten signifikant überlegen. Das Mortalitätsrisiko bei HCC-Patienten war mit der Kombinationstherapie aus Tecentriq und Avastin gegenüber der Behandlung mit Sorafenib um 42 Prozent reduziert (OS: NE vs. 13,2 Monate im Sorafenib-Arm; HR: 0,58; 95%-KI: 0,42 – 0,79; p = 0,0006). Patienten profitieren zudem von einer signifikanten Reduktion des Progressionsrisikos um 41 Prozent.

Quelle: Roche Pharma AG, www.roche.de

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