ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2020Coronapandemie: PCR-Test, Infektion, Erkrankung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

In Nachrichten und Medien wird die Zahl positiv PCR-Getesteter als „neue Coronafälle“ oder „Neuinfektionen“ bezeichnet. Bedeutet ihr Ansteigen eine besondere Gefahr? Nein! PCR-Tests sagen weder etwas darüber aus, ob ein Mensch krank noch ob er infektiös ist, d. h. andere mit COVID-19 anstecken kann. Sie stützen allein die Diagnostik bei bereits bestehender Erkrankung. Da ein positiver Test weder gleich Infektion noch gleich Erkrankung ist, müsste es in den Medien „positiv PCR-Getestete“ heißen. Angaben wie „20.000 neue Coronafälle“ oder „Neuinfektionen“ sind falsch.

Laienpresse und Politiker setzen positive PCR-Tests mit Infektion oder Krankheit gleich. Die drei Begriffe haben jedoch unterschiedliche medizinische Bedeutung. Über 80 % der positiv Getesteten sind gesund und können ihrer Arbeit nachgehen. Über 15 % haben mittlere Grippesymptome. 1–2 % sind schwerer krank oder intensivpflichtig, Todesfälle bewegen sich je nach Quelle um 0,2 %. Weil unklar ist, ob positiv Getestete ansteckend sind, bringt auch die PCR-Nachverfolgung ihrer Kontaktpersonen keine echte Klärung. Gegenteilige Ansichten von Regierungsvertretern sind irrig, diesbezügliche Maßnahmen sinnwidrig.

In der Medizin wird tunlichst vermieden, bei Gesunden nach Krankheiten zu fahnden, weil falsch positive Ergebnisse oft zu großer Verunsicherung mit unnötig belastenden Folgemaßnahmen führen (s. Früherkennung von Prostata-CA: „Überdiagnostik und Übertherapie“, DÄ 6.11.20, S. A2172). Ein positiv getesteter Gesunder kann ergebnislos durchuntersucht werden – wird aber behandelt als ob er krank wäre. Positiv Getestete werden zu Kranken erklärt, obwohl sie es nicht sind.

Anzeige

Hier droht die große Gefahr: Die Coronakrise wäre nur der Anfang einer Dauerkrise! Würde man z. B. alle Gesunden auf Influenza und andere Infektionen untersuchen, wären dabei etliche (falsch) positiv Getestete zu finden: Menschen, die weder wirklich krank noch ansteckend sind, aber bis zum Beweis des Gegenteils dazu erklärt werden. Es gäbe keine Gesunden mehr, sondern nur noch Kranke.

Wir Ärzte sind verpflichtet, uns gegen unsinnige, schädliche Regierungsmaßnahmen zu wenden und dem auf PCR-Tests gegründeten Shutdown, der kulturellen Isolation und dem wirtschaftlichen Niedergang zu begegnen. Begeht die Politik hier „zum Schutz der Menschen“ sozialen Selbstmord – aus lauter Angst vor dem Tod? Freiheit und soziale Gesundheit stehen hier einer staatlichen Überfürsorge entgegen, deren Folgeschäden kaum absehbar sind.

Dr. med. Hans Jürgen Scheurle, 79410 Badenweiler

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
Avatar #851635
warrwirr
am Montag, 30. November 2020, 13:00

@ReSeT (Fast) uneingeschränkte Zustimmung!

Mit Ausnahme einiger unsachlicher Seitenhiebe auf Personen (hier nur eingeschränkte Zustimmung).


Um meine "Corona-bedingte" schlechte Laune samt Lähmungserscheinungen zu vertreiben habe ich kürzlich aus einer Mischung von Verzweiflung und Wut (wegen Totschweigens vieler Infos) einen Leserbrief an die Süddeutsche Zeitung geschrieben. Ein Automat teilte mir umgehend mit, dass ich mir keine Hoffnung auf eine echte Antwort machen solle.

So kam ich auf die Idee, meine Gedanken wenigstens mit Menschen aus meinem näheren und mittelnahen Bekanntenkreis sowie z.B. in diesem Forum zu teilen.





Gesendet: Freitag, 27. November 2020 um 17:27 Uhr
Von: warrwirr
An: forum@sueddeutsche.de
Betreff: Hilferuf

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach langem Studium (Chemie-Diplom, Medizin, Psychoanalyse) und vielfältiger Berufs- bzw. Lebenserfahrung als Arzt bzw. Mitmensch gehöre ich inzwischen mit fast 72 Jahren hinsichtlich des viralen Geschehens der sog. Risikogruppe an.

Ich wende mich an Sie, weil ich meine zunehmende Verzweiflung registriere, gespeist durch die Unmöglichkeit mich bemerkbar zu machen. Meine Wortmeldungen an offizielle Stellen und Medien wurden bestenfalls mit eher nichtssagenden Textbausteinen beantwortet, meist aber komplett ignoriert.

Zwar entdeckte ich in jüngster Zeit z.B. in der SZ Leserbriefe und Kommentare, die mich Hoffnung schöpfen ließen. Aber sie befinden sich wie in einer Parallelwelt, aus der sie die "Realität" (noch?) nicht erreicht haben. Ich sehe mich von einer in dauerhafter Problemtrance befindlichen Führungsriege dominiert, die sich selbst Durchblick sowie Macher-Qualitäten zubilligt, und empfinde die resultierenden aktionistischen Maßnahmen nahezu unerträglich. Diese Welt ist verrückt, und ich sehe mich ihr ohnmächtig ausgeliefert, durch unsinnige Bestimmungen reglementiert, eingesperrt, obwohl ich schon seit Jahren freiwillig einen relativ zurückgezogenen (quarantäne-ähnlichen) Lebensstil pflege. Das freiheitliche Potenzial und mit ihm die Lebensfreude sind stark beschädigt, paradoxerweise unter dem Deckmantel eines angeblichen Schutzschirms für die einseitig informierte, angsterfüllte (gemäß szenarienpapier_BMI u.a. auf der Webseite des BMI) und leider wenig kritische Bevölkerung!

Insbesondere vermisse ich von Beginn an eine echte Auseinandersetzung mit den anderen Sichtweisen, welche aus meiner Perspektive trotz der komplexen Verhältnisse nachvollziehbare Fakten beinhalten. Nach wie vor bleiben in den deutschen Medien unliebsame Kontrahenten noch immer weitestgehend außen vor.
Weswegen werden diese Gegenmeinungen nahezu systematisch ausgeblendet, nicht zuletzt auch von Ihrer Redaktion? Viele der kontrapunktischen Argumente haben bedeutsame Inhalte, sind gerade deswegen den Verantwortlichen sicherlich bereits zur Kenntnis gelangt, werden jedoch konsequent totgeschwiegen, anstatt sie zumindest versuchsweise sachgerecht zu widerlegen. Die einzige Begründung, die mir dazu einfällt, ist die Vermeidung eines drohenden Gesichtsverlust der Regierung, weil man eventuell einen sehr weit reichenden Irrtum eingestehen müsste.

Damit wäre das Wesentliche dargelegt. Es ist erschreckend, besorgniserregend und traurig genug. Symbolbegriffe wie Hydra oder Höhlengleichnis reichen zwar menschheitsgeschichtlich weit zurück, sind aber kaum mehr präsent bzw. inhaltsleer geworden.

Es folgt noch eine willkürlich zusammengestellte Liste (mit PDF-Quellen im Anhang) von wichtigen Informations-Puzzelteilen, die Ihnen bisher nicht der Rede wert waren (zumindest nach aktuell durchgeführtem Suchlauf unter https://www.sueddeutsche.de/news):
- die allermeist gute, sorgfältige Aufklärungsarbeit des Corona-Ausschuss (https://corona-ausschuss.de/)
- die Einreichung einer Klage von Rechtsanwalt Dr. R. Fuellmich beim Landgericht Berlin (https://corona-ausschuss.de/dokumente/ dort Download: Klage-LG-Berlin-231120-anonym.pdf)
- Statement des ehemaligen Vice President und Chief Science Officer von Pfizer Inc., Dr. Mike Yeadon, zum PCR-Test
- Statement von Dr. Roger Hodgkínson (kanadische PCR-Test-Hersteller, Medizinprofessor und Chairman of the Royal College of Physicíans and Surgeons Ottawa)
- Urteil eines portugiesischen Berufungsgerichts vom 11.11.2020
- Bulletin der WHO zur Metastudie von Prof. Ioannidis hinsichtlich der Letalität von COVID-19
- Offener Brief belgischer Ärzte von Anfang Oktober 2020 (besser kann man's nicht formulieren)
- Es fehlen Daten zur Intensivbetten-Belegung aus den Vorjahren (u.a. 2019 / 2018) zum einfachen Vorher-Nachher-Vergleich.
- Hinterfragung / Erklärung wie die sensationell hohe Wirksamkeit der gefundenen Impfstoffe zustande kommt.
- Diskussion möglicher unerwünschter Nebenwirkungen der Impfung (Stichworte: Unfruchtbarkeit / Syncitin und Cytokin-Sturm)
- Die stattliche Anzahl von Todesfällen z.B. durch Nosokomial-Infektionen bleibt so gut wie unerwähnt, auf COVID-19 schaut man aber wie durch eine Lupe.
- Die elf Jahre alte Dokumentation von Arte "Profiteuere der Angst" wäre eine Empfehlung wert.
- Fragen nach der Verhältnismäßigkeit des Opferns ehemals "Heiliger Kühe" wie Schwarzer Null und Maastricht-Kriterien durch Milliarden-Ausgaben
Avatar #66025
Requiem
am Montag, 30. November 2020, 11:18

Verbreitung von Falschinformationen

Beim lesen des Leserbriefs von Herrn Scheurle fängt jeder ernstzunehmende Mediziner an zu weinen. So viel Unverständnis in Briefform gegossen und leider auch noch veröffentlicht. Inhaltlich ist das in etwa so stimmig wie die Behauptung, die Erde sei flach. In dem Zusammenhang auch interessant der hier nachzulesende Leserbrief desselben Herren aus dem Jahr 2008, in dem er gegen die zugunsten individueller Betrachtungen die Validität randomisierter Studien zu Felde zieht. Man mag sich daher denken, wie evidenzbasiert die Behauptungen in diesem Leserbrief jetzt sind.
Eines sind sie gewiss: Ein Bärendienst an der klaren ärztlichen Kommunikation in einer Zeit, wo diese dringend geboten ist.
Avatar #851604
KeinArzt132
am Montag, 30. November 2020, 11:11

Liebe Alle,

Wenn ich des richtig verstehe meint der Author dass im großen und ganzen
gesehen die Maßnahmen schlimmer für die Gesundheit sind als die Krankheit
selber. Das wage ich nicht zu beurteilen. Überspitzt formuliert ist bis jetzt aber noch
niemand an Langeweile gestorben, sehrwohl aber an Covid 19.
Der Author des Artikels gibt auch keine Begründung, Quellen oder Daten an um
zu seine Aussagen zu untermauern. Das scheint einfach nur seine Meinung zu sein?

Es ist nicht klar was der Author mit "falsch positiv getestet” meint. Ist jemand der
positiv testet weil er den Virus in sich hat aber keine Symptome zeigt und
nicht infektiös ist "falsch positiv" oder "richtig positiv"? Die Antwort sollte zweitere sein, es handelt sich hier um ein richtig positives Ergebnis. Ein falsch positiver Test liegt nur dann vor wenn der Test ein positives Ergebnis liefert obwohl die Probe kein Erbgut des Virus enthält. Dies kommt allerdings nur sehr selten vor.

Also liegt das Problem nicht am Test sondern an der Interpretation der Ergebnisse. Auf jeden Fall
zeigt ein positiver Test den Kontakt mit und damit die Verbreitungsgeschwindigkeit des Virus an und so wie ich das verstehe
ist es das worum es geht wenn man die Anzahl der nach obiger Definition richtig-positiven Tests verwendet um Maßnahmen
zu rechtfertigen.

Ich stimme zu dass die mediale Berichterstattung zu aggressiv ist und und
teilweise nicht genug darauf geachtet wird wie Dinge formuliert werden. Aber das
ist bei allen Themen so. Kommt auch stark auf die Zeitung an die man liest.
Avatar #851612
zaphod!
am Montag, 30. November 2020, 11:05

Schwurbelarzt

Man muss nur etwas nach dem Herrn Hans Jürgen Scheurle recherchieren. "Weltschöpfung durch Sinne" auf Lanzarote ...
1975 Dissertation zum Thema: Überwindung der Subjekt-Objekt-Spaltung in der Sinneslehre ...
Dieser Herr hat mehr Wissen über Viren wie ein Herr Drosten?
Avatar #851604
KeinArzt132
am Montag, 30. November 2020, 10:44

Liebe Alle,

Wenn ich des richtig verstehe meint der Author dass im großen und ganzen
gesehen die Maßnahmen schlimmer für die Gesundheit sind als die Krankheit
selber. Das wage ich nicht zu beurteilen. Überspitzt formuliert ist bis jetzt aber noch
niemand an Langeweile gestorben, sehrwohl aber an Covid 19.
Der Author des Artikels gibt auch keine Begründung, Quellen oder Daten an um
zu seine Aussagen zu untermauern. Das scheint einfach nur seine Meinung zu sein?

Es ist nicht klar was der Author mit "falsch positiv getestet” meint. Ist jemand der
positiv testet weil er den Virus in sich hat aber keine Symptome zeigt und
nicht infektiös ist "falsch positiv" oder "richtig positiv"? Die Antwort sollte zweitere sein, es handelt sich hier um ein richtig positives Ergebnis. Ein falsch positiver Test liegt nur dann vor wenn der Test ein positives Ergebnis liefert obwohl die Probe kein Erbgut des Virus enthält. Dies kommt allerdings nur sehr selten vor.

Hier ein paar (einigermaßen) unabhängige Faktenchecks:
https://correctiv.org/faktencheck/hintergrund/2020/11/24/coronavirus-faktenchecks-diese-behauptungen-hat-correctiv-geprueft/

Also liegt das Problem nicht am Test sondern an der Interpretation der Ergebnisse. Auf jeden Fall
zeigt ein positiver Test den Kontakt mit und damit die Verbreitungsgeschwindigkeit des Virus an und so wie ich das verstehe
ist es das worum es geht wenn man die Anzahl der nach obiger Definition richtig-positiven Tests verwendet um Maßnahmen
zu rechtfertigen.

Ich stimme zu dass die mediale Berichterstattung zu aggressiv ist und und
teilweise nicht genug darauf geachtet wird wie Dinge formuliert werden. Aber das
ist bei allen Themen so. Kommt auch stark auf die Zeitung an die man liest.
Avatar #851604
KeinArzt132
am Montag, 30. November 2020, 10:41

Liebe Alle,

Wenn ich des richtig verstehe meint der Author dass im großen und ganzen
gesehen die Maßnahmen schlimmer für die Gesundheit sind als die Krankheit
selber. Das wage ich nicht zu beurteilen. Überspitzt formuliert ist bis jetzt aber noch
niemand an Langeweile gestorben, sehrwohl aber an Covid 19.
Der Author des Artikels gibt auch keine Begründung, Quellen oder Daten an um
zu seine Aussagen zu untermauern. Das scheint einfach nur seine Meinung zu sein?

Es ist nicht klar was der Author mit "falsch positiv getestet” meint. Ist jemand der
positiv testet weil er den Virus in sich hat aber keine Symptome zeigt und
nicht infektiös ist "falsch positiv" oder "richtig positiv"? Die Antwort sollte zweitere sein, es handelt sich hier um ein richtig positives Ergebnis. Ein falsch positiver Test liegt nur dann vor wenn der Test ein positives Ergebnis liefert obwohl die Probe kein Erbgut des Virus enthält. Dies kommt allerdings nur sehr selten vor.

Hier ein paar (einigermaßen) unabhängige Faktenchecks:
https://correctiv.org/faktencheck/hintergrund/2020/11/24/coronavirus-faktenchecks-diese-behauptungen-hat-correctiv-geprueft/

Also liegt das Problem nicht am Test sondern an der Interpretation der Ergebnisse. Auf jeden Fall
zeigt ein positiver Test den Kontakt mit und damit die Verbreitungsgeschwindigkeit des Virus an und so wie ich das verstehe
ist es das worum es geht wenn man die Anzahl der nach obiger Definition richtig-positiven Tests verwendet um Maßnahmen
zu rechtfertigen.

Ich stimme zu dass die mediale Berichterstattung zu aggressiv ist und und
teilweise nicht genug darauf geachtet wird wie Dinge formuliert werden. Aber das
ist bei allen Themen so. Kommt auch stark auf die Zeitung an die man liest.
Avatar #851603
borgerf
am Montag, 30. November 2020, 10:30

@ReSeT

zu 1) welche Corona-Intensivstation? Es gab ein Teststelle am Flughafen Tegel.
zu 5) Welcher Schaden entsteht durch das Tragen der Maske?
zu 6) Influenza ist weniger ansteckend als Corona, d.h. die AHA-L-Regeln haben eine größere Wirkung auf die Grippeausbreitung. https://www.rnd.de/gesundheit/grippesaison-2020-bisher-kaum-nachweise-fur-influenza-infektionen-OSFKFM6ZTZBY7NJWDYL62IPFFU.html

Was haben Antibiotika mit Viren zu tun?
Avatar #851603
borgerf
am Montag, 30. November 2020, 10:15

Coronafälle“ oder „Neuinfektionen“

Die Worte Coronafälle“ oder „Neuinfektionen“ sage auch nicht darüber aus ob jemand krank ist oder infektiös.
Infektion bedeutet nur dass sich das Virus im Körper befindet, das sollte ein Mediziner eigentlich wissen. Sonst gäbe es so etwas wie eine asymptomatischen Infektion nicht, eine Infektion ohne Symptome, die darüber hinaus zu einer zukünftigen Immunität führen kann.
Außerdem bedeuet Coronafall nicht unbedingt COVID-19-Fall. Es heißt erst einmal, dass es sich um mit Corona infizierte Personen handelt. Ob diese im weiteren Verlauf asymptomatisch ist oder COVID-19 entwickelt, muss bobachtet und untersucht werden, ist also für beteiligten Personen durchaus ein Coronafall.
Avatar #801441
Ichbinsmalwieder
am Sonntag, 29. November 2020, 20:27

Einzelmeinung

Bei dem Artikel handelt es sich um einen Brief von einer Person und nicht um einen recherchierten Artikel. Also um eine Einzelmeinung.
In wie weit das stimmt was hier steht können denke ich die wenigsten beurteilen. Meinungsmache öff et er aber Tür und Tor
Avatar #821891
ReSeT
am Sonntag, 29. November 2020, 20:16

ein paar Fragen und Gedankenansätze

da mir als nicht studierte Person im alltäglichen Berufsleben auf Intensivstation einiges nicht nachvollziehbar ist:

1.) In Berlin (Flughafen) wurde im März eine Corona-Intensivstation mit insgesamt 1.000 Betten aus dem Boden gestampft - die bis HEUTE noch KEINEN EINZIGEN PATIENTEN GESEHEN HAT

2.) Die Bundesregierung hat bei der Firma Dräger 10.000 Beatmungsgeräte geordert - welche allesamt ins Ausland verschenkt wurden. Kein einziges davon blieb in Deutschland

3.) In den letzten Jahren wurden sugzessive sowohl Bettenkapazität, Kliniken, Pflegestellen, als auch AUSBILDUNGSPLÄTZE für Pflege reduziert und wegrationalisiert - da wundern Sie sich, daß es HEUTE kaum FACHPFLEGEKRÄFTE gibt? Noch dazu bei diesen sooooo attraktiven Beschäftigungskonditionen?

4.) Wie können es RKI, Bundesregierung, Verband der Ärzteschaft, charité,... verantworten, Begriffe, wie "(Neu)Infektion", Inzidenz usw. dieser Ideologie der getesteten Pandemie falsch zu verwenden? Zu "Infektion" per definitione gehört eindeutig mehr, als ein positives Ergebnis in einem umstrittenen PCR-Test (diese Auffassung wurde mittlerweile auch richterlich, auch in Berufungsverfahren von Gerichten so aufgefasst)

5.) Wie kann man es mit seinem Gewissen vereinbaren, daß den Menschen durch die Masken mehr Schaden, als Nutzen zugeführt wird und durch diese Maßnahme, als auch durch die Kasernierung in die privaten Wohnungen (immerhin angeblich der Hauptinfektionsort!) das Immunsystem zu kompromitieren? Als fachkundigem Personenkreis müßten doch jedem gewissenhaften Arzt die Nackenhaare zu Berge stehen, angesichts dieser politischen Forderungen (ich vergaß: immerhin kommen die ja von einem politikwissenschaft-studierden Bankkaufmann mit zweijähriger Berufserfahrung und einem Laborattentäter der charité namens Drosten, der augenscheinlich Wissenschaftsbetrug begangen hat)

6.) Was ist im Jahre 2020 mit der Influenza geschehen? Laut Website der WHO seit Anfang April keine gemeldeten Influenza-Fälle mehr.....

7.) Was ist mit den in der Nacht vom 31.08.2020 plötzlich weg gefallenen fast 2.000 Intensivplätzen in Deutschland geschehen?

8.) Wie fließen unser importierten Corona-Fälle in die DEUTSCHE Statistik ein? schließlich sind das nicht-deutsche "Corona-Fälle", die deutsche Intesivplätze belegen und somit die Vorhaltung reduzieren!?!?!?!?!?

9.) Wo waren die ganzen Bedenken, als in den vergangenen Jahren wir in den Kliniken mehr als ausgelastet gewesen sind mit den jährlich wiederkehrenden Fallzahlen an Influenza und grippalen Infekten?

10.) Warum wird noch immer nicht unterschieden zwischen verstorben AN Corona und verstorben MIT Corona?

11.) Wenn schon der umstrittene und nichts aussagende Test sein soll: Warum wird in der Statistik bei den Ergebnissen der PCR-Tests nicht unterschieden nach "mit Symptomen" und "ohne Symptome"? Bei uns im Haus wird bereits in der Laboranforderung unterschieden und dementsprechend auch das Ergebnis unterschiedlich erfaßt (macht ja auch
in der ICD-Verchlüsselung einen Unterschied
https://www.kbv.de/media/sp/KBV_Schaubild_Kodierung_SARS_CoV_2.pdf)

"Aus der Misere herausführen" würde uns ein vernünftiger Umgang, wie mit jedem anderen Keim auch. Nosokomiale Infektionen, Influenza, Norovirus,.... Wichtig ist nach wie vor das Stärken unseres Immunsystems. Es kann nicht sein, daß ein wesentlich größerer Teil der Antibiotika in der Tierhaltung eingesetzt wird, als in der Humanmedizin
- nur damit die armen Tiere das nicht artgerechte Aufzucht"leben" bis zur Schlachtreife überleben.....

Das sind aber die grundsätzlichen Probleme, solange ein Veterinär im RKI der Chef ist, man in der Beteiligung eines Abteilungsleiters an einer PCR-Firma keinen Interessenkonflikt sieht und eben ein politikwissenschaft-studierter Bankkaufmann mit zweijähriger Berufserfahrung als Kaufmann Bundesgesundheitsminister spielt. Personen wie Karl Lauterbach, Söder, Drosten, FDJ-Propagandachefin Merkel setzen dem Ganzen dann noch die Krone auf die Spitze - sind aber nicht lösungsorientiert und auch nicht zielführend.

Ich habe meine Berufe aus Überzeugung ergriffen und habe sehr viel unternehmen müssen, daß ich sie habe ergreifen können. Ich arbeitete viele Jahre mit Freude und persönlichem Einsatz. Die Wertschätzung erfuhr man auch insbesondere durch Patienten und Angehörige. In der Schweiz brachten bei Umfragen die Mitmenschen den Pflegeberufen so viel Vertrauen entgegen, daß sie nach der Feuerwehr den Platz 2 belegten....

Wie heutzutage mit uns umgegangen wird, freie "Ersetzbarkeit" durch "Fach"kräfte aus dem Ausland mit mangelhaftem Deutsch und noch mangelhafteren medizinischen/pflegerischen Kenntnissen, dem fehlenden Respekt und der fehlenden Wertschätzung macht es nicht mehr wirklich Freude, 100% auf zur Arbeit zu gehen und die zunehmende Anzahl der KollegInnen mit BurnOut ist durchaus nachvollziehbar. Beiträge, wie Ihren vom Donnerstag im TV ist uns keine Schützenhilfe, sondern dient viel mehr der Demotivation unseres Berufsstandes.

Der nächste Meilenstein wird sein, unter Mißachtung des Nürnberger Kodex´s dieses Massenexperiment der Genmanipulation umzusetzen. Mit Impfung hat dies nicht wirklich was zu tun - weshalb sonst hat es in den letzten Jahrzehnten kein einziger Stoff mit diesem Mechanismus den Weg durch die Zulassung gefunden - und jetzt sollen wir volles Vertrauen haben, bei einem Stoff, der als "Notfallzulassung" die Zeit von 10 - 15 Jahren auf wenige Monate verkürzt bekommt und wichtige Testschritte, wie das Challenge überspringt?
Ich bin keine Laborratte und auch kein Versuchskaninchen. So lange wie möglich werde ich mich gegen diesen Eingriff in die Unversehrtheit meines Körpers widersetzen.
Arbeitslos durch fehlende "Impfung" - bitte schön, dann haben Sie NOCH WENIGER Fachkräfte in der Pflege.
Wir diskutieren viel diesbezüglich auf der Arbeit. Immer mehr sind der
Meinung: Dann bleiben wir halt vor dem Eingang, bis uns der Arbeitgeber OHNE Impfung arbeiten läßt. Es hilft wohl nur der offene Protest - logischen Gründen und Argumenten sind ja sämtliche Ohren verschlossen und eine rationale Diskussion ist ja nicht erwünscht und wird rigoros abgelehnt.
Avatar #651376
susanne.strauss
am Sonntag, 29. November 2020, 17:35

Bitte kritische Stimmen und Debatte erlauben

Leider werden kritische Stimmen und eine wissenschaftliche Debatte seit Monaten „unterdrückt“.
Sehr bedenklich ist für mich der Umgang mit dem neuartigen mRNA-Impfstoff. Wecken wir damit nicht falsche Hoffnungen? Denn mE.
werden wir bedenkliche Nebenwirkungen und Impfschäden zu spät bemerken.

Den Menschen Mut und Hoffnung zu geben ist möglich und es wäre sinnvoll. Es gibt eine Reihe präventiver Maßnahmen, um gesund durch den Winter zu kommen.
Avatar #851424
T.W.
am Sonntag, 29. November 2020, 11:21

Sehr guter Artikel

Die Beschreibung unserer "Corona - Situation" endlich korrekt wiedergegeben. Vielen Dank
Avatar #713479
AnKoch
am Sonntag, 29. November 2020, 09:46

Danke!

Endlich klare Worte auch hier.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Stellenangebote