szmtag Inkarzerierte paraösophageale Hernie
ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2020Inkarzerierte paraösophageale Hernie
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Eine 56-jährige Frau wurde mit seit zwei Tagen bestehenden, zunehmenden epigastrischen Schmerzen und Erbrechen unserer Klinik zugewiesen. Klinisch fielen ein Peritonismus im Oberbauch, eine septische Kreislaufkonstellation (HF 115/min, RR 87/68 mm Hg) und eine respiratorische Insuffizienz auf (SpO2 84 %, paO2 60 mm Hg). Im der Röntgenaufnahme des Thorax zeigte sich eine große Luftblase thorakal links (Pfeil). Bei Verdacht auf eine Hiatushernie wurde zur weiteren Abklärung anschließend eine Computertomografie des Thorax durchgeführt, in der sich dieser mit einer inkarzerierten paraösophagealen Hernie bestätigte. In der Notfalllaparotomie fand sich eine putride Oberbauchperitonitis und eine subtotale Gangrän des im Hiatus oesophageei inkarzerierten Magens und eine zusätzlich erkennbare Gangrän des ösophagogastralen Übergangs. Es wurden eine Gastrektomie und distale Ösophagusresektion mit Blindverschluss des mediastinalen Ösophagus sowie die Anlage einer perkutanen Jejunostomie zur enteralen Ernährung durchgeführt. Nach einer Rekonvaleszenz von drei Monaten erfolgte die Rekonstruktion der Speisepassage durch Ileozoekal-Interposition mit anschließend komplikationslosem Verlauf.

Dr. Jasmina Kuvendjiska, Prof. Dr. med. Stefan Fichtner-Feigl, Prof. Dr. med. Jens Hoeppner, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie,
Universitätsklinikum Freiburg, jasmina.kuvendjiska@uniklinik-freiburg.de

Interessenkonflikt: Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Zitierweise: Kuvendjiska J, Fichtner-Feigl S, Hoeppner J: Incarcerated paraesophageal hernia. Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 832. DOI: 10.3238/arztebl.2020.0832

►Vergrößerte Abbildung und englische Übersetzung unter: www.aerzteblatt.de

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