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ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2020Kniedefekte: Übertragung knorpelbildender Zellen eine Therapieoption

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Kniedefekte: Übertragung knorpelbildender Zellen eine Therapieoption

Hillienhof, Arne

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Zur Behandlung von Knorpeldefekten kann eine ACI geeignet sein. Foto: mauritius images Axel Kock Alamy
Zur Behandlung von Knorpeldefekten kann eine ACI geeignet sein. Foto: mauritius images Axel Kock Alamy

Die matrixassoziierte autologe Chondrozytenimplantation (ACI) kann bei tiefgehenden Knorpeldefekten im Knie von Erwachsenen sinnvoll sein. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in einem Abschlussbericht zum Thema. Für die ACI, die seit Jahren als Verfahren zum Einsatz kommt, entnimmt ein Arzt zunächst Knorpel aus dem Knie. Dieser wird im Labor kultiviert und wieder in den Defekt eingebracht. Bei der matrixassoziierten ACI werden die kultivierten Knorpelzellen dazu in einer Trägermatrix fixiert und in die Knorpeldefektzone appliziert. Bei früheren Verfahren befanden sich die Knorpelzellen in einer Zellsuspension. Das machte einen wasserdichten Verschluss der OP-Stelle nötig. Für diese älteren Verfahren – die kollagengedeckte ACI und periostgedeckte ACI – konnten die IQWiG-Wissenschaftler keine Vorteile gegenüber der Vergleichstherapie erkennen. Anders bei der matrixassoziierten ACI: Eine Metaanalyse aus sieben randomisierten kontrollierten Studien zeige statistisch signifikante Effekte zugunsten der matrixassoziierten ACI für die Kniefunktion und die gesundheitsbezogene Lebensqualität – allerdings nicht in klinisch relevanter Größenordnung. Auch bei anderen Endpunkten gab es überwiegend einen geringen Vorteil. hil

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