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ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2020Janosch Dahmen: Vom Rettungsdienst in den Bundestag

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Janosch Dahmen: Vom Rettungsdienst in den Bundestag

Beerheide, Rebecca

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Janosch Dahmen, Foto: Stefan Kaminski, Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen
Janosch Dahmen, Foto: Stefan Kaminski, Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen

Der erste Tag im Bundestag war für Dr. med. Janosch Dahmen ein denkwürdiger Tag: „Mir wurde vor die Füße gespuckt, Kopf-ab-Gesten auf der Straße gezeigt. Es war der Tag der Entscheidung über das Infektionsschutzgesetz, bei dem es wütende Proteste vor dem Bundestag gab“, erzählt der Facharzt für Unfallchirurgie mit Spezialisierung zum Notfallmediziner. Dahmen rückte am 12. November als Parlamentarier für die Grünen in den Bundestag nach. „Der Anruf kam an einem Abend, als ich im Krisenstab der Berliner Feuerwehr gerade damit beschäftigt war, die Evakuierung eines Pflegeheims vorzubereiten.“

Seit 2018 ist der 39-jährige zweifache Vater als Medizinaldirektor und Oberarzt der Ärztlichen Leitung des Rettungsdienstes Berlin für die Berliner Feuerwehr tätig. Dabei stand die COVID-19-Pandemiebekämpfung sowie die Digitalisierung des Rettungsdienstes im Vordergrund. Dahmen studierte zunächst Politikwissenschaft, dann zwischen 2004 und 2010 Humanmedizin in Witten/Herdecke, Beirut und San Diego. Zwischen 2011 und 2018 absolvierte er seine Facharztweiterbildung zum Unfallchirurgen und Spezialisierung zum Notfallmediziner am BG Klinikum Duisburg. Dahmen ist seit 1998 Mitglied bei den Grünen, war 2009 bis 2011 Mitglied im Stadtrat von Witten sowie bis 2018 auch im Landesvorstand der Grünen in NRW. Nun ist er für zehn Monate im Bundestag – und danach? Das werde sich zeigen, sagt er: „Für mich persönlich ist klar, dass ein politisches Mandat immer ein Auftrag auf Zeit ist. Mein Herz schlägt für die Patientenversorgung.“ Rebecca Beerheide

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