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ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2020Infektionsschutz: Verteilung von FFP-2-Masken angelaufen

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Infektionsschutz: Verteilung von FFP-2-Masken angelaufen

Beerheide, Rebecca; KNA

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Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium hat die Ausgabe von partikelfiltrierenden Masken an Menschen mit hohem Risiko eines schweren Verlaufs von COVID-19 forciert. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) legte dafür kürzlich in Berlin eine entsprechende Verordnung vor. Demnach können seit dieser Woche rund 27 Millionen Menschen in „einem vereinfachten Verfahren“ drei FFP-2-Masken in Apotheken bis zum 6. Januar 2021 abholen. Der Verordnung zufolge besteht ein Anspruch auf Schutzmasken, wenn das 60. Lebensjahr vollendet ist oder eine der folgenden Risikofaktoren vorliegt: chronisch obstruktive Lungenerkrankung oder Asthma, chronische Herzinsuffizienz, chronische Niereninsuffizienz des Stadium 4 oder mehr, Demenz oder Schlaganfall, Diabetes mellitus Typ 2, aktive, fortschreitende oder metastasierte Krebserkrankung oder stattfindende Chemo- oder Radiotherapie, die die Immunabwehr beeinträchtigen kann, stattgefundene Organ- oder Stammzellentransplantation, Trisomie 21 sowie Risikoschwangerschaft. Für weitere zwölf FFP-2-Masken soll es zu Beginn des kommenden Jahres je zwei fälschungssichere Coupons geben, die in Apotheken in zwei Zeiträumen eingelöst werden können. Je eingelöstem Coupon ist dann ein Eigenanteil von zwei Euro vorgesehen. Diese Coupons sollen die Krankenkassen sowie die privaten Versicherungsunternehmen versenden. Insgesamt rechnet der Bund für das Verteilen und Abrechnen der Masken mit Kosten in Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro. bee/kna

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