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In der Literaturübersichtsarbeit von Berliner et al. (1) wird auf die „Therapie der Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion“ umfassend eingegangen. In der medikamentösen Therapieempfehlung wird Spironolacton als Mineralokortikoidrezeptorantagonist aufgeführt, typische Nebenwirkungen genannt und die Ziel-Tagesdosierung von 1 × 50 mg aufgeführt. Gerade bei Spironolacton liegen sehr gute Ergebnisse mit einer Dosis von 1 × 25 mg vor, die im Mittel bei der RALES-Studie (2) eingenommen wurden.

In Nachfolgeuntersuchungen zu dem Verschreibungsverhalten und eintretenden Komplikationen nach der RALES-Publikation wurde erfasst, wie die medikamentöse Gabe von Spironolacton in oftmals höherer Dosis als 1 × 25 mg zusammen mit ACE-Hemmern das Risiko für schwere Hyperkaliämien steigert (3). Dringend sind engmaschige Elektrolytkontrollen nach Einnahme von Spironolacton angezeigt.

Aus meiner Sicht sollte die Empfehlung einer Ziel-Tagesdosis von 1 × 50 mg in den Empfehlungen nicht unkommentiert vorgegeben werden (siehe Tabelle 2 des Beitrags). Des Weiteren wird in dem Artikel nicht auf die syndromalen Erkrankungen mit Beteiligung von Herz und Niere eingegangen, die sich in der Funktion oftmals wechselseitig beeinflussen. Hier eine Therapie zu entwerfen mit Berücksichtigung von beiden Organfunktionen stellt eine lohnende Herausforderung dar (4).

DOI: 10.3238/arztebl.m2021.0045

Prof. Dr. med. Peter R. Mertens
MatthesKlinik für Nieren- und Hochdruckkrankheiten,
Diabetologie und Endokrinologie
MatthesOtto-von-Guericke Universität Magdeburg
Matthespeter.mertens@med.ovgu.de

Interessenkonflikt

Der Autor erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

1.
Berliner D, Hänselmann A, Bauersachs J: The treatment of heart failure with reduced ejection fraction. Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 376–86 VOLLTEXT
2.
Pitt B, Zannad F, Remme WJ: The effect of spironolactone on morbidity and mortality in patients with severe heart failure. Randomized aldactone evaluation study investigators. N Engl J Med 1999; 341: 709–17 CrossRef MEDLINE
3.
Wrenger E , Müller R, Moesenthin M, Welte T, Frölich JC, Neumann KH: Interaction of spironolactone with ACE inhibitors or angiotensin receptor blockers: analysis of 44 cases Brit Med J 2003; 327: 147 CrossRef MEDLINE PubMed Central
4.
Scurt FG, Kuczera T, Mertens PR, Chatzikyrkou C: [The Cardiorenal Syndrome]. Dtsch Med Wochenschr 2019; 144: 910–6 CrossRef MEDLINE
1.Berliner D, Hänselmann A, Bauersachs J: The treatment of heart failure with reduced ejection fraction. Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 376–86 VOLLTEXT
2.Pitt B, Zannad F, Remme WJ: The effect of spironolactone on morbidity and mortality in patients with severe heart failure. Randomized aldactone evaluation study investigators. N Engl J Med 1999; 341: 709–17 CrossRef MEDLINE
3.Wrenger E , Müller R, Moesenthin M, Welte T, Frölich JC, Neumann KH: Interaction of spironolactone with ACE inhibitors or angiotensin receptor blockers: analysis of 44 cases Brit Med J 2003; 327: 147 CrossRef MEDLINE PubMed Central
4.Scurt FG, Kuczera T, Mertens PR, Chatzikyrkou C: [The Cardiorenal Syndrome]. Dtsch Med Wochenschr 2019; 144: 910–6 CrossRef MEDLINE

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