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ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2021Recherche von Studiendaten: IQWiG plädiert für zentrales Register

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Recherche von Studiendaten: IQWiG plädiert für zentrales Register

Hillienhof, Arne

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Eine bessere Studienübersicht könnte Ärzten und Forschern bei der Arbeit an Leitlinien nützlich sein. Foto: mauritius images/Cultura
Eine bessere Studienübersicht könnte Ärzten und Forschern bei der Arbeit an Leitlinien nützlich sein. Foto: mauritius images/Cultura

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) setzt sich für ein zentrales, öffentliches und weltweites Portal für klinische Studien ein. Im Augenblick seien Daten aus einer klinischen Studie häufig über verschiedene Dokumente verteilt, die in verschiedenen Quellen verfügbar seien – „teilweise mit überlappenden, aber dennoch häufig unvollständigen Informationen“, hieß es aus dem Institut. Beate Wieseler aus dem IQWiG-Ressort Arzneimittel und Natalie McGauran aus dem Stabsbereich Kommunikation schlagen in BMJ Evidence-Based Medicine vor, in einer solchen Datenbank sollten alle klinischen Studien (einschließlich abgebrochener) aller neu zugelassenen Medikamente verfügbar sein. Erweitert werden könne das Portal um ältere Studien zu etablierten Medikamenten und Studien zu Medikamenten, die nie zugelassen wurden. Perspektivisch sollte es außerdem auf Studien zu nichtmedikamentösen Interventionen ausgeweitet werden. Ein zentrales öffentliches Informationsportal für Studiendokumente ist den Autoren zufolge nötig, um die extrem aufwendige Suche zu vereinfachen. Ein solches Portal würde Forscher und Ärzte zum Beispiel bei der Erstellung von Leitlinien unterstützen. Nach bisherigen unbefriedigenden Erfahrungen mit der freiwilligen Registrierung und Berichterstattung klinischer Studien sei ein verbindlicher rechtlicher Rahmen unabdingbar, schreiben die IQWiG-Wissenschaftlerinnen. hil

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