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ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2021Herztransplantationen: Erfolgsaussichten steigen mit höheren Fallzahlen

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Herztransplantationen: Erfolgsaussichten steigen mit höheren Fallzahlen

Haserück, André; EB

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Herztransplantationen: Zwischen Leistungsmenge und Qualität sieht das IQWiG einen Zusammenhang. Foto: picture alliance/empics/Rui Vieir
Herztransplantationen: Zwischen Leistungsmenge und Qualität sieht das IQWiG einen Zusammenhang. Foto: picture alliance/empics/Rui Vieir

In Krankenhäusern, in denen Herzen häufiger transplantiert werden, stehen die Überlebenschancen für die Operierten besser. Dies geht aus einem „Rapid Report“ des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hervor, der im Auftrag des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) erarbeitet wurde. Laut IQWiG ist bei Herztransplantationen bei Erwachsenen ein positiver Zusammenhang zwischen der Leistungsmenge und der Qualität des Behandlungsergebnisses ableitbar. In Krankenhäusern mit höheren Fallzahlen versterben demnach sowohl im direkten Zusammenhang mit dem Eingriff als auch insgesamt weniger der Transplantierten. Jedoch würden die in die Untersuchung eingeschlossenen drei Beobachtungsstudien nur eine niedrige Aussagekraft der Ergebnisse aufweisen, so das Autorenteam einschränkend. Für Herztransplantationen bei Erwachsenen hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss für Deutschland bislang keine verbindlichen Mindestmengen für die Leistungserbringung in Krankenhäusern festgelegt. Die mittlere Überlebenszeit nach dem operativen Eingriff beträgt im Eurotransplant-Raum aktuell elf Jahre. Nach der Statistik von Eurotransplant wurden 2018 in Deutschland 318 Herztransplantationen durchgeführt. Der Bedarf war aber deutlich höher und konnte wegen der Knappheit an Spenderorganen nicht gedeckt werden. aha/EB

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